Mittwoch, 26. August 2015

„Ich habe nichts gegen Flüchtlinge, aber...“

Vor einiger Zeit wartete ich mit ein paar Leuten, die ich vom Sehen her kannte, vor dem Tierheim. Am Rande bekam ich ein Gespräch mit, während dessen sich der eine über seine Nachbarin beschwerte, die, wie er anmerkte, Polin sei und ihn bei seinen Beschwerden kaum verstünde. Der andere meinte darauf hin, dass er die ja gerne mal besuchen könne: mit seiner neuen Frisur (sprach er und lüpfte seine Mütze, sodass man seine Glatze darunter erahnen konnte) und ganz in Schwarz  hätte sie dann vielleicht endlich Respekt. Und wenn das nicht reichen sollte, könne er den Auftritt auch noch mit der passenden Musik unterlegen. 'Welche Musik denn?', fragte der erste. 'Landser“, kam wie aus der Pistole geschossen.
Bereits zu Beginn des mehrminütigen Gespräches wurde mir wegen der aggressiven Stimmung flau im Magen. Als der zweite jedoch mit der Nennung der als "Rechtsrock"-Band 'Landser' ganz offensichtlich seine Gesinnung offenbarte, drehte ich mich zu den beiden um und platzte heraus: „Das ist doch Nazischeiße!“ Alle Umstehenden schwiegen, traten von einem Fuß auf den anderen, schauten auf den Boden. Die Situation war unangenehm. „Ist doch wahr, das ist Nazischeiße“, legte ich nach, drehte mich dann zu Herrn Fuchs um und starrte angestrengt auf die Tierheimtür. Ich weiß nicht, was mir in dem Moment unangenehmer war: dass kein anderer etwas dazu gesagt hatte oder dass ich mir so einen Blödsinn heutzutage überhaupt noch anhören muss.

In den letzten Monaten nehme ich zunehmend Menschen wahr, die in ihrem Alltagsrassismus andere diffamieren und verunglimpfen, zugleich aber Wert darauf legen, keine Rassisten zu sein. „Ich habe ja nichts gegen Flüchtlinge, aber...“, „Ich bin kein Rassist, aber...“, „In anderen Ländern darf man wenigstens noch stolz auf sein Vaterland sein, hier in Deutschland aber...“ und ähnliche Parolen hört und liest man mittlerweile alle Nase lang. Und ganz ehrlich: mir wird körperlich schlecht, wenn ich mir solch einen Quatsch anhören/anlesen muss!

Ich habe Geschichte studiert und das unsägliche Grauen in den Taten der Nationalsozialisten in den dreißiger und vierziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts ist mir vielleicht durch mein Studium präsenter als anderen. Doch ich muss nicht knapp 80 Jahre zurückgehen, um menschenfeindliche Strukturen und Handlungen zu entdecken: Kriege toben auch heute noch auf der Welt.Genau jetzt stirbt ein Mensch an den unmittelbaren Folgen eines Krieges...

Wir haben (fast) alle das große Privileg, in einer Welt zu leben, in der wir keinen Krieg kennen. Ich musste nie um mein Leben laufen, nie habe ich mich mit dem Gebrauch einer Schusswaffe beschäftigen müssen, um mich oder meine Liebsten zu schützen. Nie musste ich mich tagelang in einem Bunker verstecken, während über mir die Bomben fielen. Nie musste ich aufgrund meiner Hautfarbe, meiner Sexualität, meines Geschlechts oder meiner Meinung den Tod fürchten.
Und verdammt – ich finde, jeder einzelne Mensch auf dieser Erde hat das Recht, in Frieden, Liebe und ohne Gewalt leben zu dürfen!
Und wenn das in dem Land, in dem man geboren wurde, nicht mehr möglich ist, dann sind wir anderen, die wir in friedlicheren Ländern, in wohlhabenderen Ländern, in privilegierteren Ländern leben, dazu VERPFLICHTET all jenen zu helfen, die in ihrem eigenen Land nicht mehr sicher sind. Und wir sind dazu VERPFLICHTET, diesen Menschen, die mit kaum mehr als der Kleidung am Leib, die nach wochenlanger Flucht über Land oder auf Schaluppen über das Mittelmeer nach Europa, nach Deutschland kommen, getrieben von der Hoffnung, hier Frieden zu finden, diesen ersehnten Frieden zu geben! Es ist nicht ihr Krieg, vor dem sie fliehen!
Wir alle müssen Fremden helfen, dass sie hier heimisch werden. Dass sie hier die Sicherheit finden, die ihre frühere Heimat ihnen nicht mehr geben konnte. Dazu gehört auch, dass ihre Unterkünfte NICHT ANGEZÜNDET werden, dass sie keine Angst haben müssen, auf der Straße von Menschen, die „eigentlich ja nichts gegen Ausländer“ haben angegriffen, verhöhnt oder beleidigt zu werden.

Und nun etwas Überraschendes:
Genau das gleiche gilt auch für alle anderen Menschen, die in unser Land einwandern. Surprise, surprise – manchmal braucht es gar keinen Krieg, um im eigenen Land keine Chancen mehr zu sehen. „Wirtschaftsflüchtlinge“, die aufgrund der häufig menschenverachtenden Produktionsbedingungen in ihren Herkunftsländern auf eine bessere Zukunft in Deutschland hoffen, die ihren Kindern eine schulische Bildung oder eine angemessene medizinische Versorgung ermöglichen wollen, die hoffen, in unserer Demokratie ein staatliches System zu finden, in dem sie ohne Angst ihre Meinung sagen dürfen – auch diese Menschen sollten hier selbstverständlich willkommen sein. Ich stelle mal die gewagte Behauptung auf, dass niemand gerne und ohne Weiteres seine Heimat, sein soziales Netzwerk, seine Angehörigen, seine(n) Partner(in), sein Zuhause verlässt, um in Deutschland ein paar Monate in einer Zeltstadt oder einem Asylheim zu verbringen. Denn – oh Wunder! - ebenso wenig wie die Flucht über das Mittelmeer ein Abenteurtrip ist, sind Flüchtlingsunterkünfte die Basis eines Cluburlaubs mit All-inklusive-Standard!

Es macht mich gleichermaßen traurig und wütend, wenn Menschen, die in Deutschland Schutz vor Krieg, Verfolgung oder wirtschaftlicher Not suchen, abgewiesen, beleidigt, verunglimpft, bedroht werden. Und zugleich ist die aktuelle Situation eine weitere Möglichkeit, eigenes Verhalten zu reflektieren: Wo kann ich helfen? Wo Ungerechtigkeit bekämpfen? Wem stelle ich mich entgegen und wofür möchte ich kämpfen?
Ich möchte, dass meine Kinder in einer Welt leben, in der Hautfarbe, Herkunft, Geschlecht und Sexualität keine Rolle mehr spielen. Ich möchte, dass wir beginnen, endlich global sozial zu denken. Ich wünsche mir, dass niemand mehr aus seiner Heimat fliehen muss, ganz gleich aus welchem Grund. Ich wünsche mir, dass wir gerechte Löhne und gesellschaftliche Strukturen überall auf der Welt haben, die auch „Wirtschaftsflucht“ unnötig machen. Ich möchte, dass wir jeden Menschen mit offenen Armen empfangen, selbst wenn er keinen offensichtlichen Grund als „Entschuldigung“ hat, um einzuwandern. Ich wünsche mir, dass wir die Vielfalt der Kulturen als Geschenk und nicht als Bedrohung wahrnehmen.
Und ich BETE, dass weder ich noch meine Kinder jemals in die Situation kommen, aus unserer Heimat fliehen zu müssen – und sollte dies nicht in Erfüllung gehen, hoffe ich, dass die Menschen in unserer neuen Heimat offener und aufgeklärter sind als einige „Ich habe nichts gegen __(Beliebiges einsetzen)__, aber...“-Sager hierzulande.

Es ist an uns allen, diese Welt zu einem l(i)ebenswerten Platz zu machen.

Für die Menschen. Für die Tiere.

Samstag, 25. Juli 2015

{Sport} Spartan Race Super in Köln/Wiehl

Nachdem ich im April mein sportliches Glück beim Spartan Race Sprint in München geprobt hatte, wurden am 27.06.2015 erneut die Sportsachen gepackt, um am Spartan Race Super in Wiehl teilzunehmen.



Vorweg:
Leider habe ich seit mittlerweile knapp vier Monaten "irgendetwas" am Knöchel (MRT ergab, dass man "etwas" sieht, aber die Orthopädin nicht wusste, was > also verschrieb sie mir Einlagen und ich bete, dass es damit endlich besser wird!) und am selben Fuß eine Entzündung des großen Zehenstreckers (Sehne, die auf dem Fuß entlangläuft > ich kann keine geschlossenen Schuhe tragen > die wunderbare Ärztin empfahl mir, mir täglich Voltaren draufzureiben > dies (und anderes) mache ich seit nunmehr 8 Wochen > ich werde demnächst zu einem anderen Arzt wechseln, der Schmerzen ernst nimmt), was dazu führte, dass ich nach meinem Halbmarathon im Mai eine sechswöchige Laufpause einlegte. Daher konnte ich auf den Lauf nicht trainieren, weshalb der Spartan Race eher einem Wandertag glich - aber dazu später mehr ;)

Die Organisation des Veranstalters war im Vergleich zu München leider unterirdisch: So gab es eine katastrophale Parksituation, wegen der wir unsere Startzeit verpassten (wir standen 1,5 Stunden am Parkplatz an!!!), kaum Verpflegung auf der Strecke (2 Wasserstellen sind bei 14,5km mit Hindernissen zumindest mir zu wenig) und die Situation bei Anmeldung (zeitweise ging kein Computer, was wiederum erhebliche Zeitverzögerung bedeutete) und Taschenaufbewahrung war chaotisch.
Doch trotz dieser Widrigkeiten - die gut organisierte Läufe überhaupt erst als solche wahrnehmbar werden lassen - hatten wir jede Menge Spaß!

Spaaaaß :)
Auf insgesamt ca. 14,5 km waren mehr als 20 Hindernisse, die nur darauf warteten, uns zu fordern. An manchen Stellen war ich kurz vorm Aufgeben - meinen Tiefpunkt hatte ich diesmal definitiv beim Baumstammschleppen - an anderen lief es dagegen wie geschmiert (ich LIEBE es, unter Stacheldraht durch den Schlamm zu robben ;) ).




Nachdem meine Erfahrung in München gezeigt hatte, dass man während eines solchen Laufes zwar schmutzig wird, aber die Kleidung danach nicht in Fetzen an einem herabhängt, habe ich mich diesmal getraut, mein Laufen-gegen-Leiden-Shirt zu tragen. Laufen gegen Leiden ist ein veganer Laufverein, der mit seinem Läuferrudel zeigen möchte, dass veganes Leben und Sport gut miteinander einhergehen. Übrigens finden hierzu seit einiger Zeit immer zu Vollmond die Gutenachtläufe statt, bei denen man jeweils 1€ spendet und dann gemeinsam eine 5-10 km lange Strecke läuft.

Ihhhh, Schlamm!!!
Wie dem auch sei - auf das Shirt wurde ich mehrmals auf der Strecke angesprochen, was mich natürlich sehr freut. So konnte ich auch auf diesem Event darauf aufmerksam machen, dass Veganismus und Sport sehr gut miteinander kombinierbar sind.


Die Hindernisse waren auch dieses Mal unterschiedlich schwierig und je nach persönlichen Vorlieben stellten sie den ein oder anderen vor große Herausforderungen. Am schwierigsten fallen mir defintiv Hindernisse, die Armmuskeln/Kraft erfordern - da machte ich gleich zu Beginn freudig Straf-Burpees.

Aufgrund meiner Verletzung und der damit einhergehenden mangelnden Vorbereitung ähnelte dieser Spartan Race zwischendurch eher einem Wandertag, weshalb meine Mitstreiter und ich nach ganzen 03 Stunden und 18 Minuten ins Ziel sprangen.

Dennoch habe ich den Tag durchgehalten und war am Ende auch stolz, dass ich die Strecke wider Erwarten doch so gut verkraftet habe - auch wenn ich am begeisterten Gesichtsausdruck defintiiv noch arbeiten muss!!!


"Arbeiten müssen" ist derweil ein gutes Stichwort:
In einem Anflug eklatanten Irrsinns habe ich mich für den Spartan Race BEAST in Tirol angemeldet. Im September reise ich mit Anna, die bereits in München dabei war, nach Tirol und stelle mich der Langstrecke. Bis dahin nehme ich mein Lauftraining wieder auf und fange nach dem Umzug (und immerhin 6 Wochen vor dem Spartan Race) mit Aufbautraining für den Oberkörper an, damit ich endlich eine bessere Figur mache ;)




Vielen Dank an die Fotografen von Sportograf, die wieder für tolle Fotos sorgten :)

Habt ihr in diesem Sommer auch sportliche Erfolge zu verkünden gehabt?

Dienstag, 21. Juli 2015

Vegan Wednesday #150: hier wird gesammelt!


Ich melde mich wie versprochen (allerdings doch eine Woche später als gedacht) pünktlich zum Vegan Wednesday #150 aus meiner Sommerpause zurück. Wobei - vermutlich wird sich meine Aktivität bis Anfang August auf die Vegan-Wednesday-Sammelei beschränken, da ich derzeit mitten in hundert Kisten sitze, die gepackt werden müssen. Ihr ahnt es sicher schon: der Umzug naht! Herr Fuchs und ich ziehen zusammen und da es bereits Ende nächster Woche so weit ist, bleibt die Küche derzeit kalt bzw. produziert lediglich Kleinigkeiten wie Couscoussalat oder Nudeln mit Tomatensauce.

Daher freue ich mich natürlich umso mehr auf eure Gerichte und erhoffe mir wunderbare Inspirationen, die ich in der neuen Wohnung nachkochen werde!

Nach wie vor gilt unser Sommerpausenrythmus. Das heißt, dass wir alle jetzt mehr Zeit haben, das schöne Sommerwetter auch zu genießen. Denn ab jetzt bis September werden wir immer zwei Wochen lang eure Beiträge sammeln.

Was ändert sich sonst noch? Nichts! Wir werden immer auf Facebook ankündigen, wer wann in welchem Blog sammelt und ihr habt dann zwei Wochen lang jeweils Zeit, euren Blogbeitrag zu verfassen und den Link dazu jeweils unter dem Sammelpost zu hinterlassen.
Wie auch bisher suchen wir Beiträge mit veganem Essen - dafür muss dein Blog nicht rein vegan sein, aber dein Beitrag für den Vegan Wednesday sollte ausschließlich vegane Gerichte, Speisen, Tipps etc. enthalten.

Bis zum Samstag, den 01. August 2015 könnt ihr also hier unter diesem Beitrag in einem Kommentar den Link zu eurem Post oder zu euren Pinterest-/Instagram-Bildern hinterlassen.

Freitag, 3. Juli 2015

{Alltag} Blogpause 2015



Ich verabschiede mich für die kommenden zwei Wochen in meine erste offizielle Blogpause. Am 15.07.2015 wird im Rahmen des Vegan Wednesday wieder einmal bei mir gesammelt und bis dahin werde ich vor allem arbeiten und im Badesee schwimmen.

Danach geht es weiter mit allerlei Rezepten, meinen Erlebnissen in der Toskana und auf meinem zweiten Spartan Race, neuen Buchvorstellungen und vielen weiteren Geschichten.

Habt stets Sonne über euch!

Donnerstag, 25. Juni 2015

{Aller guten Dinge sind 3} Italian Style


Herr Fuchs und ich bereisten in der vergangenen 10 Tagen die Toskana und sind aktuell gerade auf dem Heimweg. Passend zu dem herrlichen Wetter und dem wunderbaren Essen der vergangenen Zeit, möchte ich heute kurz auf meine liebsten italienischen Gerichte schauen.

1. Italien ohne Pizza ist nicht vorstellbar und daher landet auf Platz 1 natürlich eine Pizza! Allerdings eine, die ohne Mehl und Hefe im Teig auskommt: Stattdessen greift man hierbei auf Polenta zurück und kombiniert so zwei typisch italienische miteinander:



2. Ebenfalls ein typisch italienisches Gericht ist Risotto in den verschiedensten Variationen. Die einfach Variante mit hellem Reis schmeckt zwar wirklich klasse, aber mein liebstes Risotto-Rezept ist dieses Buchweizen"risotto", das mit vieeeel Avocado richtig cremig und schlonzig wird:



3. Gegen die Erwartungen finden sich in meinen Top 3 der italienischen Speisen keine Pasta - stattdessen muss ich einfach die Cantuccini erwähnen, die ihrem Original in Nichts nachstehen:



Auch auf anderen Blogs finden sich zahlreiche italienisch angehauchte Rezeptideen:

Ohsheglows zeigt uns ihre Version der Pasta Primavera.

Ein klassisches Risottorezept findet man bei veganguerilla mit Zucchini und Tomaten.

Einen Evergreen der italienischen Küche findet man bei Janka, die uns ihre Version von Caprese zeigt.

Sonntag, 21. Juni 2015

{Rezept} Kokos-Mandel-Käsekuchen mit Blaubeeren



Ich teste mich ja gerade fleißig durch das Backbuch Einfach vegan backen (die wunderbaren Peanutbutter-Brownies habe ich ja schon vorgestellt) und bin dort über ein neues Käsekuchenrezept gestolpert, dass ich unbedingt ausprobieren musste!
Einige Änderungen habe ich vorgenommen - so wurden die ursprünglich 360g Mandeln in der "Käse"masse teilweise durch Kokosraspeln ersetzt, der Tortenguss wurde nicht noch separat gesüßt und so weiter und so fort. Dennoch hielt ich mich insgesamt an das Ursprungsrezept und heraus kam ein erfrischender Kuchen, der gut in den Sommer passt. Er schmeckte nach 2 Tagen durchziehen am besten - das ist bei Käsekuchen aber zumeist so.

Man nehme...
...für den Teig
250 g Mehl
1/2 Pckch. Backpulver
120 g Zucker
150 g Margarine, gekühlt

...für die Füllung
200 g blanchierte und gemahlene Mandeln
160 g Kokosraspeln
125 g Zucker
500 g Vanillejoghurt (z.B. von Alpro)
Saft und Schale von 2 Zitronen (mir war das zu säuerlich - beim nächsten Mal werde ich nur Schale und Saft einer Zitrone nehmen)
180 ml Pflanzendrink
80 g Stärke
130 g Kokosöl

...für obendrauf
250 g frische Heidelbeeren
1 Pckch. veganer Tortenguss

Zunächst alle Teigzutaten mit den Händen zu einem glatten Mürbeteig verkneten und in eine 26cm große, gefettete Springform drücken. Dabei einen ca. 7 cm hohen Rand lassen. Eiige Male mit einer Gabel einstechen und Form samt Teig kühlstellen.
Für die Füllung Mandeln, Kokosraspeln, Zucker, Zitronensaft- und schale mit dem Sojajoghurt verrühren. Derweil Pflanzenmilch und Stärke miteinander glattrühren und mit einem Schneebesen unterrühren. Das Kokosöl bei schwacher Hitze schmelzen und ebenfalls unter die Mischung rühren. Auf den vorgekühlten Teig geben und den Kuchen bei 180°C ca. 70 min. backen.

Herausnehmen und vollständig auskühlen lassen.
Nun mit Heidelbeeren bedecken und den Tortenguss nach Packungsanleitung zubereiten. Über die Beeren gießen und mindestens eine Nacht im Kühlschrank parken.

Der Kuchen schmeckt bei Zimmertemperatur und nach 2 Tagen Ruhezeit am besten.

Dauer: 10 min. Teig herstellen + 10 min. Füllung machen + 70 min. backen= 1,5 h Herstellung und dann noch etwas Zeit fürs Kühlen und Heidelbeeren dekorieren

Ergibt eine 26cm große Springform voller Kuchen




Mittwoch, 17. Juni 2015

{Rezept} Mac and Cheese á la Jamie O.



Nachdem sich in den vergangenen Wochen die Rezepte für Gebäck mal wieder mehrten, konnte man glatt den Eindruck gewinnen, dass der Fuchsmann und ich derzeit nur von Süßem leben. Obgleich der Anteil süßen Gebäcks natürlich nicht zu verachten ist, essen wir tatsächlich auch eher pikante Dinge. Oft stehe ich jedoch gerade unter der Woche vor dem Problem, dass mir abends außer Curry oder Nudeln mit Sauce nicht so recht etwas einfällt, das flugs gekocht ist, sättigt und trotzdem gut schmeckt.
Häufig schnibbel ich dann einfach Gemüse, brate es etwas an und serviere es mit Kartoffeln, Reis oder Nudeln und wahlweise in Tomaten- oder Kokossauce. Schmeckt gut, ist aber nun nicht gerade das Kreativfeuerwerk schlechthin.

So stöberte ich also in der vergangenen Woche einmal mehr nach einer Anregung, was es nach einem langen Arbeitstag geben könnte - und fand schließlich dieses Rezept, das auf Jamie Olivers Rezept einer veganen Variation der berühmten Mac and Cheese verwies.

Ich modelte es ein wenig um, kippte einen Haufen Hefeflocken dazu und heraus kam eine so leckere Nudelsauce, dass Herr Fuchs und ich die gesamte Portion zu zweit vertilgten - und am Tag darauf das gleiche noch einmal kochten und erneut komplett aßen.

Man nehme...
200 g Kartoffeln
1 kleine Möhre (ca. 80g)
1 Zwiebel
1-2 Knoblauchzehen
1/2 TL Senf
1/2 - 1 TL Salz
Pfeffer
80 g Margarine
Saft 1/2 Zitrone
6 EL Hefeflocken
500 g Maccaroni

Kartoffeln schälen und in grobe Stücke schneiden. Möhre waschen und ebenfalls grob zerschneiden. Kartoffeln und Möhre in 220 ml Wasser gar kochen und pürieren. Nun die Margarine dazu geben und schmelzend unterrühren. Die restlichen Zutaten ebenfalls unterrühren und kräftig abschmecken. Sollte die Sauce zu fest sein, einfach etwas Sojamilch oder Wasser aufgießen.
Derweil die Maccaroni al dente kochen.
Maccaroni in eine Auflaufform geben und mit der "Käse"sauce bedecken.
Bei 175°C ca. 30 min. backen, bis die obere Schicht langsam goldbraun wird.

Aus dem Ofen nehmen und entweder einfach so oder mit einem frischen Salat genießen.

La Familia

Dauer: 10 min. Nudeln kochen + 5 min. Sauce zubereiten + 30 min. vor dem Ofen lauern = 45 min. mit nur 15 min. echter Arbeitszeit bis zum perfekten Abendessen


Samstag, 13. Juni 2015

{Rezept} Blitzschneller Käsekuchen mit Cremoso


Heute gibt es ein Rezept, das dank einiger Tricks total schnell zusammengerührt ist. Wer auf der Suche nach einem klassischen Käsekuchenrezept ist oder Kuchen lieber selbst "würzt", findet hier, hier oder auch hier Alternativen - dieser Kuchen hier ist für faule Tage, an denen es schnell gehen muss!

Der Käsekuchen eignet sich meiner Meinung nach besonders gut, um vegane Skeptiker und Neulinge zu überzeugen und ist eine tolle Alternative zum normalen Käsekuchen. Da die Füllung mit dem Cremoso-Joghurt von Alpro hergestellt wird und ansonsten neben Margarine keine "Ersatzstoffe" diesen Käsekuchen erschweren, eignet sich das Rezept zudem super, um es an Nicht-Veganer weiterzugeben: Die Zutaten sind einfach besorgt, Geschmack und Konsistenz überzeugen und dass der Kuchen vegan ist, merkt man nur so nebenbei.

Geschmacklich überzeugt mich der Kuchen total, allerdings würde ich das nächste Mal den Joghurt einige Stunden abtropfen lassen und dafür nur ein bis eineinhalb Päckchen Puddingpulver verwenden, da die Konsistenz mir dann besser gefällt. Die zarte Zitronennote passt wirklich hervorragend zu dem wunderbar süßen Mürbeteig aus dem Backbuch Einfach vegan backen und so überzeugte der Kuchen sogar mich, obwohl ich sonst eine absolute Sperre gegen Käsekuchen mit Zitronenaroma habe.

Man nehme...
...für den Teig
1/2 Pckch. Backpulver
250 g Mehl
100 g Zucker
20 g Vanillezucker
150 g Margarine

...für obendrauf
2 Becher Alpro Cremoso "Zitronenkuchen"
2 Pckch. Vanillepuddingpulver
200 ml Pflanzendrink
60 g Zucker
100 g Margarine

Zunächst den Mürbeteig herstellen: Dazu die kalte Margarine mit den Händen unter die anderen Zutaten kneten. Eine 26er Springform mit Backpapier auslegen bzw. einfetten und den Mürbeteig hineindrücken. Einen ca. 7 cm hohen Rand ziehen und mit einer Gabel einige Male in den Boden stechen. Die Form samt Teig kühlstellen, während der Belag vorbereitet wird. Derweil den Ofen auf 180° vorheizen.
Für den Belag zunächst die Margarine bei niedriger Temperatur schmelzen. Nebenbei den Alpro Cremoso mit dem Zucker verrühren. Nun das Puddingpulver in der Pflanzenmilch auflösen und die Mischung unter den Cremoso rühren. Die geschmolzene Margarine ebenfalls unterrühren.
Der Teig ist etwas gekühlt und kann nun mit dem Belag begossen werden - hier zeigt sich, ob man den Rand hoch genug gezogen hat ;) Wenn nicht, ist das nicht tragisch, es sieht aber vielleicht nicht ganz so schick aus..

Bei 180°C backt der Kuchen nun 70min., bevor er herausgenommen werden kann. Unbedingt vollständig auskühlen (gerne auch über Nacht) und dann mit frischem Obst oder auch einfach so genießen.

Ergibt 1 wunderbaren Käsekuchen (26er Form)

Dauer: 5 min. Teig kneten + 10 min. Füllung herstellen = 15 min. Kuchen machen und danach nur noch warten