Freitag, 23. Januar 2015

{Rezept} Cremige Brokkolisuppe mit krossem Räuchertofu


Manchmal gibt es Rezepte, die aus so wenigen Zutaten bestehen, dass man sich kaum traut, sie als Rezept zu bezeichnen.
Andererseits steht die Fastenzeit kurz bevor und da ich mich in dieser Zeit möglichst "primär" ernähren möchte, sind gerade solch einfache Rezepte die, die mich in den nächsten Wochen begleiten werden.

Diese Brokkolisuppe gewinnt, je besser der Pürierstab ist, mit dem man sie aufmixt. Dank Herrn Fuchs nenne ich einen fabelhaften Zauberstab mein eigen (manche "praktischen" Weihnachtsgeschenke sind einfach perfekt!) und konnte diese Suppe so schaumig aufschlagen, dass sie ein wahrer Hochgenuss wurde.

Man nehme...
500 g Brokkoli
Salz, Pfeffer, Muskat
100 g Räuchertofu
nach Belieben 1 Schuss (ca. 20 ml) Sojasahne

Brokkoli waschen, dann die Röschen abschneiden und den übrigen Stumpf von holzigen Stellen befreien und "schälen". Mit ca. 100 ml leicht gesalzenem Wasser in einen Topf geben und ca. 10 min. gar kochen. Nach ungefähr 7 min. einige kleine Röschen herausnehmen und abschrecken - diese bilden später die Suppeneinlage.
Derweil den Räuchertofu in sehr kleine Würfel schneiden und diese ohne Fett kross anbraten.
Nach der Kochzeit Brokkoli und Kochwasser zu einer Suppe pürieren und entweder mit etwas Sojasahne oder weiterem Wasser verlängern, bis die Suppe flüssig und cremig ist. Mit Salz, Pfeffer und Muskat kräftig abschmecken und die Brokkoliröschen in die schaumige Suppe geben.
Zusammen mit dem Räuchertofu servieren und sich daran erfreuen, wie gut einfache Gerichte sein können!

Zusammen is(s)t man weniger allein

Dauer: 5 min. Brokkoli putzen + 10 min. mein eigenes Süppchen kochen = 15 min. und seeeehr gesundes Fast Food!


Donnerstag, 22. Januar 2015

Vegan Wednesday #125

Einmal mehr ist heute Mittwoch und die Jägerin unter den Sammlern sammelt heute auf ihrem wunderbaren Blog cookiesandstyle.

Nachdem ich von der furchtbaren Erkältung der vergangenen Woche genesen bin, habe ich in den vergangenen Tagen umso erfreuter gekocht, gebacken und gegessen. Da ich mich aktuell durch einige Kochbücher teste, fiel das Essen in der vergangenen Woche besonders abwechslungsreich aus: So gab es gestern Abend ein Ratatouille-Gratin mit Pellkartoffeln und Salat - in der Paprikasauce hätte ich baden können, so lecker war sie!

Doch beginnen wir am Anfang...
Am Wochenende erreichte mich ein Päckchen aus Wien, das sich als Weihnachts-Geburtstags-Geschenk von Angie entpuppte: Neben zauberhaften Weihnachtsbaumanhägern (besonders toll: ein Bild vom strahlenden Bub!), Schnuckelkram, coolen Duschsachen und Katzenfutter für ToMio war in eine Fuchstasche ein Dinner für zwei gehüllt! Sooooo süß - vielen, vielen Dank, liebe Angie ;)


Den gestrigen Mittwoch ließ ich zunächst recht ruhig angehen. Mittwochs habe ich ja immer "frei", allerdings musste ich mittags an die Uni, da ich dort in einer Sprechstunde das Thema meiner Abschlussprüfung in Linguistik eingrenzen musste. Es wurde schließlich "Inferentielle Pragmatik" mit Schwerpunkt auf "Funktionen von Ironie" - das macht doch Lust auf mehr ;)
Bevor allerdings dieses bedeutungsschwangere Gespräch geführt wurde, frühstückte ich mein liebstes Frühstück: Porridge mit Obst und Apfelmark, dazu eine Prise TomTom und Mio und der Start in den Tag ist perfekt! Habt ihr übrigens schon meinen Porridge-Baukasten gesehen?


Mittags gab es dann nur schnell eine Stulle, aber das Bild dieser perfekten Brokkolisuppe (so einfach, soooo gut!) von Dienstag möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten:


Gestern Abend kochte ich dann für Herrn Fuchs und mich etwas aufwändiger - wobei dieser Ratatouilleauflauf eigentlich schnell vorbereitet war. Die Paprikasauce schmeckte uns so gut, dass ich in der Zeit, in der der Auflauf im Ofen war, einfach noch eine Extraportion Sauce kochte ;) Das Rezept stammt aus dem Buch Vegan schnell schnell, was ich gerade auf Herz und Nieren teste.
Dazu gab es eine Portion Salat, die Herr Fuchs immerhin zur Hälfte aß - Rohes Gemüse ist eigentlich nicht sein Ding, aber ich nötige ihm in steter Sorge um seine Gesundheit täglich zumindest eine Portion Salat oder rohe Paprika auf..


Nun freue ich mich auf das nahende Wochenende, wobei Herr Fuchs leider vermutlich einen Kreuzbandriss hat und damit körperlich anstrengende Aktivitäten in den nächsten Wochen erstmal flach fallen :(

Dienstag, 20. Januar 2015

{Rezension} Vegan für mich (Nicole Fischer)



Das Buch "Vegan für mich" von Nicole Fischer hat mich vor allem aufgrund des ganzheitlichen Konzeptes angesprochen: So verbinden sich in diesem Kochbuch vegane Rezepte mit Übungen, die "einfach und effektiv" durch den Alltag begleiten sollen.

1.) Die harten Fakten
"Vegan für mich" erschien 2014 im Christian-Verlag und ist für 24,99€ zu haben. Es ist broschiert erschienen und mit knapp DIN-A-4 großen Seiten ein großformatiges Kochbuch.
Das Buch ist in drei große Kapitel unterteilt, wobei die Autorin in der Einleitung zunächst erklärt, was vegane Ernährung bedeutet. Inwieweit der 21-Tage-Plan, der bei der Umstellung auf eine vegane Ernährung helfen soll, erfolgreich ist, kann ich leider nicht beurteilen, da ich mich ja bereits vegan ernähre ;) Die Fakten, die für eine vegane Ernährung sprechen, werden immer wieder durch persönliche Erfahrungen der Autorin aufgelockert, sodass das Gefühl des berühmten Zeigefingers, der drohend Richtung Leser winkt, ausbleibt.
Im zweiten Teil des Buches werden verschiedene Übungen vorgestellt, die sich nach Ruhe/Entspannung, Kraft und Flexibilität aufteilen lassen. Die Übungen laden dank fotografischer Begleitung zum Nachmachen ein und sind leicht umzusetzen.
Ebenso leicht umsetzbar sind die Rezepte, die im letzten Teil des Buches vorgestellt werden.

2.) Die Rezepte
Der Rezeptteil gliedert sich in insgesamt sieben Teile: Küchenhilfen und Saucen, Drinks, Frühstück, Suppen, Leicht genießen, Voll satt und Sweets. Da Nicole Fischer in der Einleitung begründet, auf welche Lebensmittel sie neben tierischen Produkten verzichtet, kommen die Rezepte weitestgehend ohne "ungesunde" Zutaten wie Weißmehl, etc. aus.
Ich habe mich bei den Rezepten natürlich nur zu gern ausgetobt und mich durch die ganze Palette genascht: Angefangen beim Sellerie-Orangen-Ingwer-Smoothie (S. 79/79 - hui, furchtbar gesund ;) ), schlemmte ich mehr als einmal das Bananen-Kokos-Porridge (S. 92/93). Die Müslivariationen (S. 96/97) haben meine alltäglichen Frühstücksbreie noch einmal um neue Zutaten erweitert und der Gemüse-Tofu-Mix (S. 120/121) traf ebenfalls meinen Geschmack. Neben den unzähligen Zetteln, die unbedingt noch nachzukochende Rezepte kennzeichnen (bspw. Sushi-Maki, Tofubällchen in indischer Tomatensauce oder auch der Kartoffel-Bohnen-Pie), haben mich vor allem die Schoko-Bananen-Muffins (S. 182/183) so nachhaltig überzeugt, dass sie fester Teil meiner Backliste geworden sind und auch schon dreimal in den letzten acht Wochen gebacken wurden.



3.) Fazit
Das Buch wirbt damit, das "Erste Vegan-Buch für Frauen" zu sein. Warum genau es nun nur für Frauen taugen soll, konnte ich nicht so recht nachvollziehen. Die Rezepte haben meinem Herrn Fuchs jedenfalls ebenso geschmeckt wie mir und die Fitnessübungen, die zu Beginn des Buches stehen, eignen sich zur Entspannung ebenfalls geschlechtsübergreifend ;)

Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch "Vegan für mich" gut gefallen hat, wobei es meiner Meinung nach aber eher für Personen konzipiert ist, die am Anfang der veganen Ernährung stehen. Daher empfehle ich das Buch eher veganen Startern, die Freude an liebevoll komponierten Bildern, leichten Fitnessübungen und gut umsetzbaren Rezepten haben, die zum großen Teil ohne sog. "Ersatzprodukte" auskommen.

Vielen Dank an den Christian-Verlag, der mir das Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.

Sonntag, 18. Januar 2015

{Rezept} Porridge á la Schulz


 
Wer meinen Blog kennt, der weiß, dass mein allerliebstes Lieblingsfrühstück im Winter definitiv Porrdige ist. Vom Kürbisporridge über Marzipanporridge bis zu Kokosporridge finden sich allerlei Porridgevariationen unter meinen Rezepten.

Nun wurde ich vor kurzem gefragt, ob jeden Morgen Haferbrei zum Frühstück auf Dauer nicht total langweilig würde. Naja, wie man an den Rezepten sieht, gibt es durchaus zahlreiche Variationsmöglichkeiten und viel Raum für kreative Ideen - dennoch möchte ich im Folgenden eine Art Porridge-Baukasten vorstellen, mit dem man morgens ganz leicht sein eigenens Lieblingsporridge basteln kann - wobei im Folgenden nur die süße Variante angesprochen wird. Porridge kann auch durchaus auch als salzige Variante gegessen werden, aber da ich eher ein Süßmäulchen bin, bleibt diese Porridgeart hier aus.

Man nehme...
...für das Porridge 
1/2 Tasse Porridgemischung*
1 Tasse Pflanzenmilch**

Die Porridgemischung in einem kleinen Topf erwärmen. Nun die Pflanzenmilch nach Wahl zugeben und bei mittlerer Temperatur andicken lassen.

*Porridge besteht traditionell aus Haferflocken - ich habe mittlerweile unter meine Haferflocken aber schon Leinsaat, Mohn und Sesam gemischt, damit ich morgens direkt eine gute Mischung greifbar habe. Alternativ kann man alles zu den Haferflocken mischen, was unter die Rubrik Nüsse & Saaten fällt. Dennoch sollten bei der Mischung die Haferflocken dominieren, da das Porridge sonst nicht so gut andickt. Wer auf Nummer sicher gehen will, mischt morgens frisch unter die Haferflocken eine separat gelagerte Nuss-Saaten-Mischung - ca. im Verhältnis 1 - 1,5 EL zu 1/2 Tasse Haferflocken. Anstelle von Haferflocken sollte man auch mal Reisflocken, etc. ausprobieren - diese sorgen noch einmal für ein neues Geschmackserlebnis und beeinflussen die Konsistenz.

**Die gewählte "Milch" kann den Geschmack und die Energiedichte deines Frühstücks enorm beeinflussen: Ich liebe Hafermilch, da diese bereits leicht gesüßt ist und ideal zu den Haferflocken passt. Ansonsten ist Sojamilch eine gute Basis - wer etwas mehr Geschmack mag, greift zur (leider teureren) Mandelmilch. Darüber hinaus kann man aber auch Dinkelmilch, Cashewmilch, Macadamiamilch (herrlich dekadent!) und alle anderen Sorten von Pflanzenmilch nutzen. Kokosmilch steigert den Kaloriengehalt enorm, sorgt aber auch für einen unheimlich cremig-leckeren Geschmack. Gerne ersetze ich 1/2 Tasse auch durch Leitungswasser und kann so ein paar Kalorien einsparen.

...und dazu
1.) Die Reinrührer
Prinzipiell kann man abgesehen von den Pülverchen und dem Gemüse alles hier genannte auch separat als Topping reichen! Ansonsten rührt man seine Favoriten der nachgenannten Zutaten in das noch warme Porridge ein - hierbei gilt: je kleiner, desto früher. Pülverchen werden gleich eingerührt, Nüsse können noch vor den Haferflocken ohne Fett im Topf geröstet werden und geben so den gewissen Biss. Obst gebe ich erst kruz vor dem Servieren hinzu, damit es nicht matschig wird.

Pülverchen
Zimt
Kakao
Vanillezucker
Lebkuchengewürz
...

Nüsse & Saaten
Sesam
Mohn
Sonnenblumenkerne
Erdnüsse
Macadamias
Cashewkerne
Walnüsse
Leinsamen
Chiasamen
Mandeln
Pinienkerne
Kokosraspeln
Hanfsamen

Nussbutter
Erdnussbutter
Mandelbutter
...

Trockenfrüchte
Rosinen
Cranberries
getr. Aprikosen
getr. Mangos
Bananenchips
...

frisches Obst
Weil z.B. nicht immer reife Bananen zu haben sind, schneide ich reife Bananen in kleine Würfel und friere sie portioniert ein - nach Belieben landen sie dann im Porridge oder im Smoothie.
Banane
Apfel
Kiwi
Beeren
Mango
Trauben
Orangen
...

Gemüse
Scheut euch nicht, etwas Gemüse in eurem Porridge unterzubringen - es schmeckt fabelhaft! Beachtet allerdings, das Gemüse kleinzuschneiden oder zu raspeln, damit es in der kurzen Zeit auch gar werden kann. Alternativ könnt ihr auch Pürree verwenden.
Kürbis
Karotten
Avocado
...

Extras
Marzipan
Kuchen(reste)
Zartbitterschokolade
vegane weiße Schokolade
Nougat
frischer Ingwer
kandierter Ingwer
Lavendelblüten
Sesamriegel
Agavendicksaft
Ahornsirup
...

Wie gesagt - lasst eurer Fantasie freien Lauf und probiert einfach eure liebsten Zutaten mal in ein Porridge gerührt aus!

2.) Die Topper
Die folgenden Zutaten schmecken am besten, wenn man sie auf dem Porridge anrichtet.

Fruchtmuse
Apfelmus
Apfelmark mit Mango, Birne, ...
Fruchtpürree
...

Pflanzenjoghurt
Sojajoghurt Vanille
Sojajoghurt natur
...

Ich richte mein Porridge am liebsten mit einer Mischung aus frischem Obst, gerösteten Nüssen und einer der beiden genannten "Dips" an - hineingerührt mit passenden Saaten, Trockenobst und einem dekadenten Extra entsteht so jeden Morgen ein neues, abwechslungsreiches Frühstück!

Was rührt ihr am liebsten in euer Porridge oder womit toppt ihr es besonders gern?
Was vermisst ihr in der oben genannten Liste?





Donnerstag, 15. Januar 2015

Vegan Wednesday #124 & eine vegane Kochfibel



Der erste Vegan Wednesday, an dem ich im Jahr 2015 teilnehme, ist leider auch der verschnupfteste seit langem. Ja - auch mich hat es erwischt! Ich vermute ja, dass meine rauchfreien Atemwege nun viel anfälliger für Viren sind, seit nicht mehr alle Nase lang blauer Dunst durch sie gepustet wird. ;)

Nein, Spaß beiseite - um mich herum schnieft und trieft alles vor sich hin und da ist es wirklich kein Wunder, dass ich nun totsterbenskrank auf dem Sofa liege und vor mich hin sieche. Da das Essen gestern aufgrund mangelnden Appetitts ausgesprochen unspektakulär geriet, möchte ich euch nach einem Bild meines wunderbaren Obstsalat-Restemüssenvernichtetwerden-Smoothies und einer exemplarischen Tasse Tee ein bisschen von den letzten Wochen erzählen:


Weihnachten feierte ich mit Herrn Fuchs bei seiner Familie. Da diese von zwei wunderbaren Hunden geziert wird, hatte ich auch im Fuchsbau nicht allzu großes Heimweh zu den Tierheimhunden und Mio & TomTom.


Nach den Feiertagen allerdings schlug das Heimweh mit aller Kraft zu und so war ich trotz der schönen Zeit im verschneiten Osten froh, als es wieder gen Heimat ging. Die Begrüßung von Mio & TomTom fiel erwartungsgemäß fellig aus und wir gruben uns für die letzten Tage der gemeinsamen freien Zeit tief in unserer Höhle ein. Da man jedoch - seltsamerweise - nicht allein von Luft und Liebe leben kann (derlei Versuche scheiterten um Weihnachten völlig und bescherten Herrn Fuchs und mir eine Gesamtzunahme von über 5kg!), speisten wir bei mir am vergangenen Wochenende gar königlich:


Um die Neujahrstage trudelte zudem ein wunderschönes Paket aus der Hauptstadt der ehemaligen k+k-Monarchie ein: Der allerliebste Lieblingskeks von allen hatte ein Weihnachts-Geburtstags-Päckchen für mich geschnürt und damit genau meinen Geschmack und in mein Herz getroffen - allerdings nicht unbedingt in das Herz von Herrn Fuchs, denn die herrlichen Minigugl entpuppten sich nach dem ersten Bissen als Badezusätze ;)
Vielen lieben Dank, Cookie, für das tolle Paket - der Kracher sind natürlich die Matruschkas, die insgesamt 6 verschiedene Cup-Größen anzeigen. Damit fällt das Nachbacken von amerikanischen Rezepten in Zukunft kinderleicht aus!


Ansonsten habe ich in den vergangenen Wochen die teils freie Zeit genutzt, um wieder mehr in der Küche zu stehen. Es liegen hier Kochbücher noch und nöcher, die ausprobiert und beurteilt werden wollen (den Anfang in diesem Jahr machte das Buch von Billa Powerfood vegan). Und noch mehr Zutaten, die in diesem Jahr ausprobiert oder erneut in die alltägliche Küche eingebunden werden müssen (ich verrate nur so viel: Hirse und ich werden einen neuen Versuch unternehmen, uns wieder näher zu kommen!).



Eine Sache, die ich bereits im vergangenen Jahr ausprobiert habe, sind Sellerieschnitzel. Das wollte ich schon seit einer halben Ewigkeit mal versuchen, endlich umgesetzt habe ich es aber dank Cat & Ju's veganer Kochfibel, die mit lauter tollen Rezepten aufwarten kann. Zu Beginn werden zunächst die Alternativen zu tierischen Produkten vorgestellt und Tipps zu Tofu & Co. gegeben. Besonders gut gefällt mir, dass hier auch auf verschiedene Marken verwiesen wird - das erleichtert die Suche nach bislang unbekannten Produkten spürbar, ohne dass das Gefühl entsteht, das Buch würde für eine der Marken werben.
Neben allerlei Basisrezepten bietet die Kochfibel vor allem vegane Alternativen zu altbekannten Gerichten: so dürfen Tzaziki, Bolognese, Kartoffelgratin, "Leberwurst", "Mett" und Mayonnaise nicht fehlen.


Die Rezepte sind liebevoll aufbereitet und bieten vor allem Veganinteressierten, an die sich die Fibel im Vorwort ausdrücklich richtet, neue Ideen, ihr Küche zu veganisieren. Die bodenständigen Gerichte überzeugen dabei trotz einfacher Zutaten durch einen guten, herzhaften Geschmack - abgesehen natürlich von den Süßspeisen, aber Schokopudding sollte nun auch wirklich nicht herzhaft schmecken ;)


Mein nächster Coup aus dieser Kochfibel werden definitiv die Amerikanerinnen, die optisch durchaus an das Original aus der Kindheit herankommen.


Nun bin ich gespannt, was ihr gestern und vergangene Woche alles fabriziert habt, und ich freue mich auf die weiteren Beiträge zum Vegan Wednesday - danke an Petzi, die diesmal mit sammeln dran ist!

Dienstag, 13. Januar 2015

{Rezension} Powerfood vegan / Superfoods & 100 Rezepte für mehr Energie


Billas Blog lese ich schon seit geraumer Zeit und schaue immer wieder gern vorbei, wenn mir der Sinn nach kreativer veganer Küche und wunderschönen Fotografien steht. Daher war ich natürlich mehr als erfreut, als mir der Christian-Verlag Billas erstes eigenes Kochbuch Powerfood vegan / Superfoods & 100 Rezepte für mehr Energie zur Verfügung stellte.
Ich habe mich in den vergangenen Wochen kreuz und quer durch das Buch gekocht und gebacken und will die Ergebnisse nun mit euch teilen:

1.) Die harten Fakten

Powerfood vegan ist im Christian-Verlag erschienen und kostet 19,99€. Es ist hochformatig angelegt und eignet sich als Hardcover-Ausgabe perfekt, um es beim Kochen auf der Arbeitsplatte abzustellen.
Das Buch leitet mit einem Vorwort von Billa ein, in dem bereits auf die im Namen hingewiesenen "Powerfoods" eingegangen wird. Wer sich in diesem Bereich noch nicht sattelfest fühlt, lernt in der Einleitung verschiedene Superfoods und ihre Wirkung auf den Körper kennen. Nach weiteren Hinweisen, welche Küchenhelfer in keinem Haushalt fehlen sollten, beginnt der Rezeptteil.  

2.) Die Rezepte

Billa hat hier wirklich an jeden gedacht: vom Frühstück über Snacks, Suppen und Salate, Hauptspeisen, Desserts und Getränke ist wirklich alles dabei. Besonders gut gefällt mir hier der Aufbau der einzelnen Rezeptkapitel: Die einzelnen Gerichte sind als kleine Inhaltsverzeichnisse am Anfang jedes neuen Kapitels aufgeführt, was die Handhabung des Kochbuches enorm erleichtert und für einen übersichtlichen Aufbau sorgt.
Besonders gut gefallen mir zudem die sog. "Benefits", in denen an manchen Stellen die Wirkung einzelner Zutaten beschrieben wird - wieder ein Anklang auf die namengebenden "Superfoods".
Ein Thema, das bei veganen Kochbüchern häufig kritisiert wird, sind die "exotischen" Zutaten - und obgleich ich gerne auch mal aufwändiger koche und backe, schätze ich Bücher, die mich nicht in der ersten Vollmondnacht des vierten Monats in den Stadtgarten schicken, um unter Trauerweiden bei Nieselregen Bergkieselsteine auszugraben, um selbige in einer Kanne gefilterten Einhorntränenwassers oxidieren zu lassen, weil die Erbsensuppe nur mit diesem Einhorntränen-Bergkiesel-Wasser so schmeckt wie sie soll. Billa verzichtet dankenswerterweise auf derlei Spielereien, ohne mit ihren Rezepten ins Gewöhnliche abzurutschen. Die Rezepte sind trotz simpler Zutaten pfiffig, einfach nachzukochen und machen optisch Lust auf mehr!

Ausprobiert habe ich aus der Kategorie POWER-FRÜHSTÜCK den Mango-Kokos-Lassi (S. 29, dank ungeschälter Gurke wurde er dann ziemlich grün, was dem Geschmack aber keinen Abbruch tat ;) ) und die absolut köstliche scharfe Linsencreme (S. 31), wobei die anderen Aufstrichrezepte auch noch ausprobiert werden müssen!
Das SALATBÜFETT bietet neben eher klassischen Salaten wie Kohlrabi-Karotten-Salat (S. 50) auch aussergewöhnliche Kompositionen (unbedingt probieren: Grapefruit-Avocado-Salat, S. 58). Herr Fuchs freute sich zudem über die Karotten-Orangen-Suppe (S. 101) und das Rote-Linsen-Süppchen (S. 103) und in meinem Kühlschrank wartet ein halber Wirsing darauf, schnellstens in Wirsingrouladen mit Quinoa-Dattel-Füllung (S. 132) verarbeitet zu werden. Einzig der Rüblikuchen mit Orangenglasur und Kokosraspeln (S. 156) ließ meine Stirn in Sorgenfalten kippen - selbiger ging nämlich im Ofen herrlich auf, um dann schleunigst in sich zusammenzusacken. Macht aber nichts - Herr Fuchs mampfte den ganzen Kuchen allein auf. Geschmacklich war er überzeugend und Backwaren sind halt die Sensibelchen unter den Kochleistungen ;)

3.) Fazit

Besonders gelungen finde ich die saisonal angepassten Menüvorschläge am Ende des Rezeptteils. Damit wird noch einmal die gute Umsetzbarkeit von veganer Küche in jeder Saison verdeutlicht und Rezepte werden in den Kontext eines mehrgängigen Menüs eingebettet. Auch hier spiegelt sich die liebevolle Arbeit, die hinter diesem Kochbuch steht.

Insgesamt finde ich Billas Buch rundum gelungen: die Fotos sind liebevoll arrangiert, die Rezepte verständlich formuliert und mit dem Angebot unserer Supermärkte abgestimmt - dadurch gelingt das Nachkochen leicht und günstig. Zudem regt Billa mit ihren Rezepten zu eigenen Variationen an, indem sie die positive Wirkung einzelner Zutaten als "Benefits" angibt.

Karotten-Orangen-Suppe



























Montag, 12. Januar 2015

{Rezept} Kohlgemüse in Kokosrahm


Habt ihr auch ein absolutes Hassgemüse?
Herr Fuchs isst gar nicht gerne Pilze und jegliche Kohlarten inkl. Brokkoli und Blumenkohl. Dabei schmecken mir gerade diese Sachen doch am allerbesten!

Nun gut, dann bleibt eben mehr für mich und so koche ich derlei Gerichte vor allem an den Tagen, an denen der schulz'sche Haushalt fuchsfrei bleibt oder an denen ich mittags mal allein daheim bin.

Eben so ein Tag, an dem ich auch unter der Woche mittags kochen kann, ist derzeit der Mittwoch. Und so wanderte neben Rosenkohl auch noch ein halber Kopf Wirsing in meinen Topf, danach in die Pfanne, schließlich auf den Teller und schlussendlich in meinen Bauch.

Die Kombination aus deftigem Kohl und asiatisch-leichtem Kokosrahm gefällt mir an diesem Gericht ausnehmend gut. Meine Tante brachte mich auf die Zubereitungsart, allerdings hat dieses Rezept nichts mehr mit der Ursprungsidee (Wirsing und Rosenkohl in einer "Sahne"-Meerrettich-Sauce) zu tun, sodass wie so oft ein völlig neues Rezept entstand ;)


Man nehme...
300 g Rosenkohl
1/2 Kopf Wirsing (ca. 10 große Blatt)
150 g Kokosmilch
1 Stück Ingwer, daumengroß
1 Zwiebel
Saft 1/2 Limette
Salz, Pfeffer

Rosenkohl und Wirsing putzen, unschöne Stellen entfernen und den Rosenkohl am Strunk kreuzweise einschlitzen. Dann zunächst den Rosenkohl in etwas Salzwasser rund 10 min. gar kochen. Abgießen, abschrecken und beiseite stellen. Den Wirsing in 1cm-breite Streifen schneiden und in kochendem Salzwasser ca. 5 min. blanchieren. Abgießen, abschrecken, beiseite stellen. Da beides in der Pfanne noch einmal gart, sollte das Gemüse nicht zu weich gekocht werden.

Nun 1 Zwiebel schälen, sehr fein hacken und zusammen mit dem ebenfalls fein gehackten Ingwer in etwas Öl anbraten. Rosenkohl halbieren und zugeben. Wirsing ebenfalls zugeben und alles mit Kokosmilch ablöschen. Einige Minuten bei niedriger Temperatur einköcheln lassen und mit dem Saft 1/2 Limette, Salz und Pfeffer abschmecken.

Dazu gab es bei mir eine Portion Reis.

Zusammen is(s)t man weniger allein

Freitag, 9. Januar 2015

{Rauchfrei 2015} Die Geschichte von Frau Schulz, Herrn Fuchs und dem blauen Dunst.



Das neue Jahr startet bei mir wie bei so vielen anderen auch mit einer Menge guter Vorsätze: mehr Sport, weniger naschen, mehr Masterarbeit, weniger fernsehen. 

DEN guten Vorsatz, den ich in den vergangenen Jahren nie umsetzen konnte, gibt es nun aber in diesem Jahr nicht mehr: Ich rauche seit nunmehr zwei Monaten nicht mehr und zähle nun zu dem seltsamerweise nicht minder glücklichen Volk der Nichtraucher. Nach 12 Jahren täglicher Raucherei habe ich nun endlich den richtigen Anstoß bekommen – seines Zeichens Herr Fuchs. „Nicht nur nen buschigen Schwanz haben – Fuchs muss man sein“, grinste er so manches Mal in den unterschiedlichsten Situationen. Und Recht hat er. 

Ich bin nun also rauchfreie Fuchsdame geworden – natürlich koste ich den moralischen Vorteil, den ich dadurch gewonnen habe („Denk dran, ich habe für dich das Rauchen aufgegeben“) außerordentlich gerne aus, ohne freilich auszusprechen, dass mir das nichtrauchen gut gefällt. Das würde ich niemals zugeben. Lieber leide ich melodramatisch vor mich hin und grinse zugleich glücklich in mich rein, wenn Verwandte überrascht die Augen aufreißen.
Wenn ihr Tipps haben wollt, wie man das (un-)geliebte Laster aufgeben kann – ich kann es euch nicht sagen. Ich habe ein Päckchen am Tag geraucht, war zufrieden und glücklich damit. Ich ignorierte geflissentlich die gelegentlichen trockenen Huster, nahm gelbe Finger in Kauf und kaute Tonnen an Kaugummi, wenn ich zum Zahnarzt musste. Weder Mandel-OP noch Bronchitis konnten mich und meine Fluppe trennen. 

Und ich war glücklich. Ich liebte es zu rauchen. In den unterschiedlichsten Situationen habe ich geraucht – nach dem Sport, vor dem Sport (legendär ist noch immer mein erster 5-km-Lauf, bei dem ich mir 10 min. vor dem Start noch schnell eine Zigarette ansteckte), in Kneipen, in Zügen (damals, als es noch Raucherabteile gab) – ich rauchte überall. Nichtraucher waren mir suspekt. Die hatten irgendwie weniger Spaß, waren weniger cool, waren nicht so locker. Kein Rock’N’Roll, weisste?!

Gassi ging ich nur zu Dritt: Hund, Kippe und ich. Ich knutschte nur mit Rauchern, die Nichtraucher beschwerten sich zu viel und waren ja eh weniger cool, nicht so locker. Ich rauchte heimlich auf Nichtraucherbahnhöfen, stand in der Kälte vor Kneipen und verfluchte den Nichtraucherschutz und beweinte so manchen Rock, wenn mal wieder ein Brandloch darauf war. Ich lag am Badesee immer zu zweit auf meinem Badetuch und war mit den Zigarettenverkäufern auf Du und Du. 

Irgendwann, so sagte ich mir, irgendwann werde ich schon aufhören. 

Das erste Mal versuchte ich es mit 23. Da hatte ich neun Jahre fröhliche Raucherei hinter mir, hatte bereits Zigaretten im Wert eines Kleinwagens durch meine Lunge gepustet und mein persönliches Krebsrisiko um ein Vielfaches erhöht. „No risk, no fun“, schob ich solche Gedanken bei Seite und steckte mir eine weitere Zigarette an. „23“, so dachte ich, „23 ist doch kein Alter. So ab 27 kann ich mir Kinder vorstellen, also höre ich am besten mit 25 auf. Dann hat mein Körper noch zwei Jahre Zeit, sich zu erholen.“, sprach’s und rauchte weitere 2 Jahre. 

Mit 25 schrieb ich meine Bachelorarbeit. „Danach höre ich auf.“ Ich rauchte weiter. Es gab immer irgendeinen Anlass: Mal war es die Bachelorarbeit, dann war Prüfungsphase, dann hatte ich einfach keine Lust. Ich rauchte gerne, viel und zu allen Gelegenheiten. Mein Freundeskreis bestand fast nur noch aus Rauchern, auf der Arbeit hatte ich den meisten Kontakt zu Rauchern und meine ganze Welt war eingehüllt in blauen Dunst. 

Natürlich hatte es in den langen Jahren des Raucherdaseins auch das ein oder andere unschöne Erlebnis gegeben: Zum Beispiel, als mein erster Freund und ich zusammenzogen und auf einmal auch in der Wohnung geraucht wurde. Da wurde Herr Schulz, mein erster Kater, plötzlich gelb. Das Nikotin setzte sich in seinem schneeweißen Fell ab und darauf folgte ein allgemeines Rauchverbot für die Wohnung, an das ich mich penibel hielt. 
Oder Erlebnisse in der Stadt, wenn ich rauchend durch die Straßen ging und plötzlich merkte, dass ein Kind hinter mir lief und stets auf Augenhöhe der Zigarette atmete. Dann riss ich die Zigarette in die Höhe, hatte ein unheimlich schlechtes Gewissen. Und rauchte trotzdem weiter.

Aber alles in allem war ich zufrieden mit mir, meinen Zigaretten, den Aschenbechern und Feuerzeugen. 
Bis Herr Fuchs kam.

Irgendwie brauchte es plötzlich nicht mehr viel. Er verzog das Gesicht, fragte, ob ich geraucht hätte und ich schlug stets die Augen nieder und brummte „nö“. Und wusste, dass er die Schwindelei durchschaute. Und ich verstand es ja so gut: wenn er Wurst gegessen hat, will ich ihn nicht küssen. Das schmeckt, als würde ich eine Metzgertheke ablecken. Und ich verlangte, dass er mich nach 5 oder 6 Zigaretten am Tag noch küsst?!

Am 12.11.2014 rauchte ich vormittags meine letzte Zigarette und kaufte mir danach einfach keine Packung mehr. Bis jetzt fällt es nicht schwer, es fehlt mir nicht und obwohl ich manchmal Lust habe, eine zu rauchen, weiß ich, dass ich es nicht mehr machen werde. Danke, lieber Herr Fuchs ;)