Montag, 27. April 2015

{Rezept} Feiner Rhabarber-Vanille-Kuchen mit Zimtstreuseln


 Vor gut einem Jahr postete ich das erste Rezept für Rhabarberkuchen, das ich ausprobiert hatte. Er schmeckte schon damals lecker, mangels Zutaten war er aber ein Kompromiss und wartete seitdem auf die nächste Rhabarbersaison, um in optimierter Version erneut im Ofen zu landen.

Das geschah dann auch endlich in der vergangenen Woche und obgleich ich das Rezept eigentlich bereits am Wochenende abtippen wollte, komme ich erst jetzt dazu - ich hatte einfach immer klebrige Finger von all dem köstlichen Rhabarberkuchen!

Dieser Kuchen besticht durch seine einfachen Zutaten, die jedoch so eindrucksvoll in Szene gesetzt wurden, dass sie ein kleines Gesamtkunstwerk ergeben!

Den Rührteig habe ich diesmal übrigens aus dem Backbuch Einfach vegan backen stibitzt, das derzeit nicht aus meiner Küche wegzudenken ist ;)

Man nehme...
...für den Rührteig
150 g Dinkelmehl (Typ 630)
1 EL Stärke
70 g Zucker
1 TL Backpulver
Prise Salz
60 ml Rapsöl
70 ml Pflanzendrink nach Wahl
70 ml Mineralwasser

...für das Obendrauf
500 g Rhabarber
100 g Zucker
500 g Soja-Vanille-Joghurt
1 Pckch. Vanillepuddingpulver

...für das ganz Obendrauf
100 g Margarine
70 g Zucker
50 g gemahlene Mandeln
100 g Dinkelmehl (Typ 630)
Prise Zimt

Zunächst den Rhabarber schälen und in ca. 1 cm große Stücke schneiden. In ein Sieb geben, unter das Sieb eine Schüssel stellen und auf dem Rhabarber den Zucker verteilen. Das sollte nun mindestens 1/2 Stunde ziehen - je länger, desto besser!

Für den Rührteig alle trockenen Zutaten mischen und dann nach und nach mit den flüssigen Bestandteilen verrühren. In eine gefettete Springform füllen und bei 180°C (Umluft) ca. 15 min. backen bis der Teig noch hell, aber bereits durch ist.

Derweil die Vanillecreme vorbereiten:
Dazu den abgetropften Joghurt mit dem Rhabarbersaft vermischen. Das Puddingpulver mit etwas Rhabarbersaft mischen und unter die Joghurt-Rhabarber-Mischung rühren.

Aus dem Ofen ziehen und die Vanillecreme obendrauf geben.
Nun den Rhabarber formschön auf der Creme platzieren. Darauf die Streusel platzieren (hierfür beizeiten einfach alle Streuselzutaten miteinander verkneten) und den Kuchen wieder bei 180°C im Ofen parken. Diesmal sollte er 30 - 40 min. backen, bis die Streusel goldbraun sind.

Herausnehmen und vollständig auskühlen lassen.
Am besten backt man den Kuchen abends, sodass man ihn am nächsten Tag genießen kann ;)



Dieser Kuchen schmeckt auch frischgebackenen Spartanern!


Ergibt 1 26cm große Springform voll wunderbarsten Rhabarberkuchen!

Dauer: 1/2 h Abtropfaktion + 1/4 h Teig kneten + über 1/2 h backen = mind. 1h, die sich lohnt!



Donnerstag, 23. April 2015

Vegan Wednesday #138


In dieser Woche schaffe ich es endlich mal wieder, beim Vegan Wednesday mitzumachen. Petzi sammelt noch bis Samstag unsere bunten Beiträge.

Vergangenen Mittwoch kam abends um 20:00 die Schreckensnachricht Freudennachricht: Eine Freundin hatte zwei Tickets für den Spartan Race Sprint in München gewonnen!
Also verbrachte ich den Samstag anteilig gemütlich im Auto und ungemütlich auf der Rennstrecke - einen ausführlichen Bericht mit vielen Bildern und der Erklärung, warum ich fast schulzige Tränchen verdrückte, findet sich hier.
Danke übrigens für all die lieben Worte, die mich schon als Kommentar oder auf anderen Wegen erreicht haben!


Die Versorgung vor dem Lauf fiel eigentlich gar nicht sooo üppig aus, allerdings lieferten diese Erdnussbutter-Brownies mit Seidentofu den richtigen Wumms für den Start:


Das Rezept dazu kommt die Tage - wer das neue Buch von Jérôme Eckmeier "Einfach vegan backen" schon hat, findet das Rezept dort. Die Brownies werden definitiv meine neuen Lieblinge!

Gestern  gab es dann aber auch viel leckeren Kram. Nach dem Spartan Race machte ich erstmal zwei Tage Sportpause, lief dann aber am Dienstagabend wieder 15km (immer schön den Halbmarathon am 10.05.2015 im Blick) und hatte entsprechend gestern wieder mordsmäßigen Hunger!

Nach meinem üblichen Frühstück verspeiste ich daher ein Stück Rhabarberkuchen (Rezept gibt es am Wochenende):


Jaaaa, ich gebe es zu - ich bin soooo stolz auf meinen ersten beendeten Lauf, dass ich aktuell mit Medaille und Finisher-Shirt schlafe ;)

Herr Fuchs nahm übrigens ein paar Stücke Kuchen mit auf die Arbeit und auch dort kam die Kombination aus Vanille, Rhabarber und Zimtstreuseln super an. Eine einfache Version des Kuchens habe ich letztes Jahr bereits hier gezeigt, das neue Rezept ist aber noch ein bisschen raffinierter. Wer Lust auf Rhabarber hat, sollte übrigens auch dringend die Rhabarber-Kokos-Küchlein oder die Bananen-Rhabarber-Marmelade ausprobieren - herrlich!!!

Zudem gab es gestern Bärlauch satt. Ein Freund hat mir selbstgepflückten Bärlauch mitgebracht und neben einem leckeren Bärlauchpesto diente er mir gestern als Grundlage für meinen Avocado-Tomaten-Oliven-Salat:


Ach, ich liebe so einfaches Essen ja, das ruckzuck auf dem Tisch steht und nur darauf wartet, verspeist zu werden :)

Ansonsten bin ich gerade in der letzten Phase meiner Masterarbeit angelangt (YEAAAAH!!!) und vertreibe mir die Zeit mit Gassirunden in der Sonne:


Ich wünsche euch allen Sonne im Herzen und auf der Haut!

Dienstag, 21. April 2015

{Sport} Spartan Race Sprint, München 2015



Kennt ihr auch solche Mädchen, die sich im Sportunterricht immer gedrückt haben? 
Die stets mit passender Ausrede (fehlender Sport-BH, vorhandene Periode, zukünftiger Blutsturz) aufwarteten und alles taten, um bloß nicht am Sportunterricht teilnehmen zu müssen?

Ja, ich war ein solches Mädchen. 
Ich gestehe es öffentlich: Ich habe Sport gehasst! 

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht so recht, wieso. Ich war nie besonders dick oder dünn, hatte eigentlich gute Voraussetzungen um sportlich zu werden - aber irgendwie wollte ich das einfach nicht. Mich vor anderen zu bewegen war mir suspekt. Es erschien mir elementar falsch, vor anderen Menschen zu schwitzen. Und vor anderen versagen konnte ich schon gar nicht. 

Also saß ich meist am Rand, kassierte eine schlechte Note nach der anderen und die 4 in Sport zierte sogar noch mein Abizeugnis. 

Schon längst ausgezogen war ich mit Anfang 20 bei meinen Eltern zu Besuch und brach den geplanten Fahrradausflug zur 5km entfernten Eisdiele ab, weil zu viel Gegenwind war.

Sport war blöd. Ich rauchte lieber. (Warum ich das jetzt nicht mehr tue, erfahrt ihr hier)

Irgendwann änderte sich meine Haltung zum Sport (warum und wie erzähle ich vielleicht mal bei anderer Gelegenheit) und nach einigen Jahren auf dem Rad begann ich vergangenen Herbst mit joggen. Aktuell trainiere ich auf meinen ersten Halbmarathon - aber von dem soll heute nicht die Rede sein!

Die Rede ist von etwas anderem, etwas größerem - SPAAAARTAAAAA!

Ähm ja, genau. 
Ich habe mich vor ein paar Wochen für den Sparta Race Super in Köln angemeldet, der Ende Juni stattfindet. 'Großartig', dachte ich, 'in zwei Monaten kann ich locker Arme und Schultern trainieren, um den Lauf durchzustehen!' 

Tja, falsch gedacht. 
Die Freundin, mit der ich im Juni nach Köln fahren werde, rief mich nämlich vergangenen Mittwoch an: Wir hatten zwei Freikarten für den Spartan Race Sprint gewonnen! Kleiner Haken: Der Lauf war bereits am Samstag.


Verpflegung: Rohkost, Brot mit Räuchertofu, Bananen, Brownies
Hmmm, so viel also dann zur Vorbereitung. 

Wir fuhren also Samstag die rund 400km nach München (und abends auch wieder zurück) und ich lief meinen ersten richtigen Wettkampf und meinen ersten Hindernislauf überhaupt!


Wir starteten mit der Welle um 15:00 im strahlenden Sonnenschein, angeheizt von zwei heiseren Moderatoren, die vermutlich seit frühmorgens brüllten: "Wer seid ihr heute?" Und alle so: "Spartaner!" 

Ja, verdammt, wir waren Spartaner und ich auch, denn ich war mittendrin! Ich ließ mich mitreißen, rannte los, den Berg hinauf - verdammter bergiger Olympiapark! - den Berg hinunter, den Berg hinauf. Ich schwebte über 2,00m-2,50m hohe Holzwände (zumeist getragen von netten Helfern, die den Mädels bei Bedarf Räuberleiter machten, bevor sie sich selbst über das Hindernis schwangen) und meisterte die Merkaufgabe und das Holzstammtragen im Schlaf.


Weiter ging es den Berg hinunter und als ein Helfer angesichts all der keuchenden Menschen verkündete, dass man den Berg nicht mehr hoch müsse, machte sich allgemeine Erleichterung breit.

Die Erleichterung wich am Fuße des Berges schnell nackter Angst, als es durch den See gehen sollte. Eine kleine Abkühlung schön und gut, aber mir zog sich alles zusammen - die Kälte, das Wasser, die verdammte Kälte. Die Durchquerung kam mir unendlich lang vor, so dass ich das Reifenspringen danach als absolute Erleichterung empfand.


Weiter ging es über Kletterhindernisse, an Tauen entlang, Strafburpees machen (Hangeln nicht gemacht, Seil hochziehen nicht gemacht - Notiz: dringend Oberarme trainieren!), unter Netzen hindurch. Und dann war er wieder da: Der verdammte See.


Die Ente hatte es noch gut - wir als vermeintlich eisenharte Spartaner weniger. Es ging ein weiteres Mal in den See, diesmal länger, weiter, kälter als beim ersten Mal.
Unter den Baumstämmen hindurchtauchen war eine Überwindung, aber machbar. Aber diese Kälte.. Die machte mich fertig.


Nach den Baumstämmen ging es ca. 100m weiter watend durch den See, ich immer mehr schlotternd und mich schon im Krankenhaus nach akutem Herzstillstand sehend - ohne Anna und ihren Optimismus hätte ich diesen Teil sicher nicht so gut geschafft.
Wobei - gut ist da so eine Sache.
Am Ende der Seeetappe wartete eine ca. 3 Meter hohe Tauwand auf uns, die wir überwinden mussten. Ich schaffte es noch, mich aus dem Wasser zu hieven und hing dann wie ein trauriges Bündel Leid an der höchsten Stelle, hysterisch bibbernd und zu verängstigt und schein-traumatisiert, um mein Bein über die Barriere zu schwingen und wieder hinunterzuklettern. Dankenswerterweise bemerkte ein Mann meine Not und schwang sich heldenhaft zu mir empor, empfahl mir seinen Arm und geleitete mich in tarzanischer Manier zu Boden. AROOOOO!

Ähm, ja.
Danach war es bei mir erstmal vorbei. Ich war völlig unterkühlt und extrem demotiviert, sehnte mich nach Herrn Fuchs (der daheim geblieben war) und ToMio und meiner Kuscheldecke und ganz viel heißem Tee. Vor allem das mit dem heißen Tee.

Die nächsten Hindernisse meisterte ich wie in Trance, nur angetrieben von Anna, die mir Mut machte (und sang: "Ich hab ne Zwiebel auf dem Kopf, ich bin ein Döner!", als wir uns unter dem Stacheldraht hindurch rollten).


Den Einlauf ins Olympiastadion erlebte ich fast flennend, die Kälte machte mir mehr zu schaffen als alles andere. Bei der nächsten Station bekam ich eine Wärmefolie, in die ich mich einkuschelte und die mich beim weiterrennen umwehte wie ein Superman-Umhang für Arme. Oder für Spartaner, wie man es nimmt.

Erst beim Sandsacktragen ließ ich die Wärmefolie wieder fallen und fühlte mich wieder etwas mehr wie die Spartanerin, die ich doch so gern sein wollte.


Die 5km waren zu diesem Zeitpunkt bereits geschafft, alles nachfolgende nannte Anna die Kür, da der Lauf auf 5km+ angesetzt war (Köln wird übrigens ein 12km+ Lauf - ich bin erfreut!).

Die nächsten Hindernisse wie neuerliche Schlammbäder schreckten mich daher nicht mehr sonderlich und als ich das Feuer auf der Ziellinie sah, nahm ich meine letzte Kraft zusammen und schwebte wieder elfengleich über die glühenden Kohlen.



Die Medaille wurde mir umgehängt und ich fühlte auf einmal die Kälte nicht mehr.
Verdammt, es war ein geiler Tag und ich bin so froh, dass ich dabei war - und ich verspreche dir, Anna, in Köln heule ich nicht!

Vielen Dank an dieser Stelle auch an den tollen Support vor Ort und die Jungs und Mädels vom Sportograf, die die tollen Bilder geschossen haben!


Übrigens: Heute, zwei Tage nach dem Lauf, spüre ich noch immer Arme, Schultern, Brust und Bauch (blöde Muskeln, blöder Kater). Dafür hat sich das Lauftraining gelohnt, denn die Beine haben den Run ohne Blessuren überstanden ;)

Und das Finisher-Shirt trage ich mit spartanischem Stolz:

Sonntag, 19. April 2015

{Rezension} Lust auf vegan von Áine Carlin



1.) Die harten Fakten
Das Buch Lust auf vegan von Áine Carlin erschien im vergangenen Jahr im EMF-Verlag und landete kurz darauf in meiner Küche. Die Autorin verzichtet auf ein langes Vorwort oder die Gründe, warum man sich vegan ernähren soll/kann/muss/darf und startet direkt mit dem Rezeptteil, was mir entgegenkommt. Die Rezepte gliedert sie in Frühstück, Brunch & mehr, Mittagessen & schnelle Abendessen, Für besondere Anlässe, Beilagen und Soßen und Süße Leckereien.



2.) Die Rezepte
Jedes Rezept wird mit einem kleinen Text eingeleitet, in dem die Autorin etwas zur Geschichte des Gerichtes schreibt oder Zubereitungstipps gibt. Da nicht jedes Rezept bebildert ist, kann man sich unter manchen Sachen wie dem Chana Masala zunächst vielleicht wenig vorstellen - allerdings bleibt so natürlich auch mehr Spielraum für die eigene kreative Umsetzung und Präsentation. Gerade die Hauptgerichte leben von einer Vielfalt von Gewürzen, wobei die meisten in meiner Küche ohnehin zum Standard gehören. Auf allzu komplizierte Kapriolen wird verzichtet, was mir persönlich sehr entgegenkommt, da dieses Kochbuch für die Alltagsküche super funktioniert.
Viele der Gerichte sind indisch oder nahöstlich angehaucht (z.B. das Chana Masala oder der Marokkanische Kichererbseneintopf mit Safran-Couscous) wobei auch mediterrane Einflüsse spürbar sind (so bei den verschiedenen Risottos oder den Pizzavariationen).
Das Chana Masala (S. 61) habe ich bereits mehrfach gekocht und bin jedes Mal erneut über die aromatische Vielfalt der Gewürze erfreut - und es wurde auch beim Tag der offenen Tür im Tierheim als veganes Gericht angeboten und kam sehr gut an. Ebenfalls absolut großartig schmeckt das Kartoffel-Blumenkohl-Curry (S. 64), wobei beide Gerichte sich recht erfolgreich gegen schöne Fotos wehrten - da verstehe ich, dass beide zu den Rezepten gehören, die ohne Bild auskommen (müssen). Der geröstete Brokkoli (S. 120) ist dank einfacher Zutaten ein klassisches Feierabend-Essen und auch die Eingeweichten Haferflocken mit Kakao und Mandelbutter (S. 16) - hier getoppt mit bunten Zuckerherzen - zum Frühstück haben schon unter der Woche gut funktioniert. Absolutes Highlight war allerdings die Schäferinnenpastete mit Süßkartoffelkruste (S. 92) - ich verputzte tatsächlich die 4-Personen-Portion fast ganz allein!

Eingeweichte Haferflocken mit Kakao und Mandelbutter
Blumenkohlcurry mit Couscous und einem Klecks Sojajoghurt
Gerösteter Brokkoli

Schäferinnenpastete
Chana Masala

3.) Fazit

Das Kochbuch Lust auf vegan hält, was der Titel verspricht: die Rezepte machen tatsächlich Lust darauf, sie sofort nachzukochen - und wenn man die Gerichte dann isst, bekommt man eben ganz schnell Lust auf vegan ;)
Die Küche der Autorin kommt ohne den übermäßigen Gebrauch von Ersatzprodukten aus, was ich als sehr angenehm empfinde. Das Design und die Typographie sind sehr liebevoll gestaltet, sodass schon das bloße Durchblättern Lust auf mehr macht. Dass nicht alle Rezepte bebildert sind mag zunächst als kleiner Wehrmutstropfen erscheinen - vor allem, wenn man soooo gerne Bilder von Essen bewundert wie ich - dennoch ist das Buch so ansprechend gestaltet, dass ein durchweg positiver Eindruck bleibt.


Vielen Dank an den Edition M Fischer Verlag, der mir das Buch kostenfrei zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.

Donnerstag, 16. April 2015

{Aller guten Dinge sind 3} Sonntagssüß







Vor kurzem wühlte ich mich auf der Suche nach einem schnellen Kuchen wieder einmal durch meine Rezeptdatenbank. Ich wurde fündig und begann zugleich zu grübeln: Auf einem Foodblog sammelt sich immer ein ganzes Heer an wunderbaren Rezepten, die allerdings gar nicht mehr so recht präsent sind.

Um dem ein bisschen entgegenzuwirken, starte ich heute mit der neuen Rubrik {Aller guten Dinge sind 3}. Im regelmäßigen Abstand von drei Wochen werden zu einem stets neuen Thema meine persönlichen Top 3 der Rezepte dieses Blogs vorgestellt plus drei passende Rezepte von anderen Blogs.

Ich freue mich natürlich, wenn ihr mir eure Themenwünsche hierzu mitteilt, damit möglichst zahlreiche Kategorien entstehen.

Zum Auftakt habe ich mich für meine Top 3 der süßen Sonntagsnaschereien entschieden:

1. Verdammt, ich liebe diesen Kuchen! Wann immer ich einen Vorwand finde, ihn zu backen - sei es am Tag der offenen Tür im Tierheim, zur Familienfeier, als Geburtstagskuchen oder einfach nur so - backe ich ihn! Er passt nicht nur auf die sonntägliche Kaffeetafel, sondern auch auf einen Geburtstagstisch oder einfach ganz allgemein als Nascherei zwischen die Zähne. Der Kuchen ist saftig und passt somit perfekt auf den Erdnussbutter-Cookie-Teig, der als Basis und gleichzeitig köstlichster Untergrund dient:

Schokokuchen auf Peanutbuttercookieteig
Schokokuchen auf Peanutbuttercookieteig


2. Ebenfalls ein Klassiker meiner Küche ist dieser Aprikosenkuchen. Die Kombination Mürbeteig + saftige Aprikosen passt eigentlich immer und schmeckt gleichermaßen mit frischen wie "haltbaren" Früchten. Er hat sich mittlerweile zum Lieblingskuchen meiner Mutter gemausert und ist vor allem deshalb so beliebt, da er mir immer ganz schnell und easy gelingt und zugleich zu jeder Tageszeit herrlich schmeckt!

Aprikosenkuchen vom Blech
Aprikosenkuchen vom Blech

3. Die Geschichte dieses Kuchens ist eine ganz besondere: ich habe das Rezept von der allerersten Veganerin bekommen, die ich bewusst kennengelernt habe. Das ist mittlerweile fast 10 Jahre her und ich fand das Rezept erst vor drei Jahren wieder, modifizierte es ein wenig und buk es für eine Aktion von Angie nach. Der Kuchen besticht vor allem durch die Kombination der saftigen Birnen, mürbem Teig und wunderbar zarter Marzipancreme und eignet sich daher trotz seiner unscheinbar anmutenden Form zum Auftrumpfen beim sonntäglichen Kaffeekränzchen:

Birnen-Marzipan-Kuchen
Birnen-Marzipan-Kuchen

Ganz und gar bezaubernd kommt auch diese rosenförmige Aprikosentarte von Cookies&Style daher. Mit Mürbeteig und zart-gefächertem Obst passt sie perfekt in die Sonntagsrunde.

Fluffiger Teig mit knackigen Streuseln und frischem Obst findet sich bei der Backfee von veganpassion und ihrem wunderbaren Marzipanstreusel mit Kirschen.

Wer Süßes mag, sollte dringend bei Juli von foodsandeverything vorbeischauen! Dort findet sich unter anderem eine vegane Schwarzwälder Kirschtorte, die dem Original glatt den Rang abläuft!


Und da ich sonntags einfach nicht genug von süßem Naschwerk bekomme, brauche ich nun dringend weitere Ideen. Also:
Was sind eure liebsten Begleiter auf der Sonntagstafel?



Mittwoch, 8. April 2015

Vegan Wednesday #136: hier wird gesammelt



Das Wetter wird immer besser und in meine Küche zieht allmählich auch der Frühling ein. Gestern gab es abends endlich mal wieder einen großen Salat mit viel Rohem - in den letzten Wochen und Monaten schaffte es zumeist eine wärmende Suppe in die Schüsseln.

Zudem liegt die Fastenzeit nun endlich hinter uns und ich bin gespannt, was ihr vom vergangenen Osterfest zu berichten habt!

Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmer/innen beim dieswöchigen Vegan Wednesday. Wer noch nicht weiß, was genau das ist, kann sich hier kundig machen:

Die Regeln


Wie kann ich mitmachen?
Jede Woche wird auf dem Blog eines Vegan Wednesday Teams ein Sammelbeitrag veröffentlicht, in den Kommentaren könnt ihr bis Samstag Abend euren Beitrag verlinken. Je zwei Bilder pro Beitrag werden ausgewählt und gepinnt. Das Board könnt ihr dann im Laufe des Sonntags bei Pinterest bewundern.
Wer aktuell sammelt erfahrt ihr jeden Dienstag auf unserer Facebook-Seite.

Was sollte mein Post beinhalten?
Wir möchten euer veganes Alltagsessen der vergangenen Woche sehen! Ansonsten ist alles erlaubt: Themenposts, Rezepte, Tagesabläufe,... eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, aber: vegan muss es sein!

Wer mehr erfahren möchte, schaut hier vorbei oder besucht unsere facebook-Seite.

Sonntag, 5. April 2015

{Rezept} Zitronenkuchen mit Osterdeko


Manchmal sind die einfachsten Rezepte einfach die besten! Nach diesem Motto wählte ich auch für diesen Tag der offenen Tür wieder verschiedene Kuchen aus, die vor allem gut vorbereitet werden konnten. Neben einem Haselnusskuchen, dem Aprikosenkuchen vom Blech und einem leckeren Himbeer-Kokos-Kuchen buk ich also den folgenden Zitronenkuchen, wobei ich Stina für ihr tolles Basisrezept danken muss! Der Kuchen wurde wirklich herrlich saftig und zugleich locker und fluffig und begeisterte dank österlicher Deko die Besucher.
Die Bilder entstanden dann auch schnell mit dem Handy, da ich zudem für das Tierheim kochen durfte - da ist dann im Vorfeld leider nicht viel Zeit, um mit der guten Kamera ein hübsches Setting abzulichten ;)

Man nehme...
...für den Kuchen
700 g Mehl
350 g Zucker
2 TL Vanillezucker
1 Pckch. Backpulver
2 EL Sojamehl + 4 EL Wasser
Saft & Schale von 2 Zitronen
150 ml neutrales Pflanzenöl (bspw. Rapsöl)
500 ml Sprudelwasser

...für die Deko
Saft 1/2 Zitrone
ca. 100 g Puderzucker
vegane Marzipanmöhrchen
gehackte Pistazien

Der Kuchenteig lässt sich total schnell zusammenrühren und zwar so: Alle trockenen Zutaten mischen. Sojamehl mit Wasser mischen und kurz ruhen lassen. Dann zusammen mit geriebener Zitronenschale (bitte darauf achten, unbehandelte Zitronen zu kaufen!), Zitronensaft, Öl und Sprudel zu den restlichen Zutaten geben und alles mit einem Schneebesen genau so lange rühren, bis keine Mehlklümpchen mehr darin sind. Wer zu lange rührt, riskiert eine schlechtere Konsistenz!!!
Nun in eine gefettete und bemehlte Guglhupfform geben (meine hatte 26cm Durchmesser) und bei 160°C bei Umluft ca. 50 - 60 min. backen.

Den Kuchen vollständig abkühlen lassen - das dauert mindestens 2 - 3 Stunden und kann ruhig auch über Nacht geschehen.

Kuchen ist kalt? Prima. Nun den Kuchen auf einen Teller stürzen (hier rächt es sich, wenn man zuvor nicht gründlich genug gefettet und gemehlt hat ;) ). Puderzucker und Zitronensaft zu einem dickflüssigen Guss rühren und mit einem Pinsel oder Löffel auftragen. Rasch Pistazien und Möhrchen darauf verteilen und voll Stolz sein Werk bewundern.
Der Guss trocknet recht zügig an, daher sollte man gewünschte Deko flugs aufbringen :)

Dauer: 1,5 h Teig herstellen & backen + 1/4 h Dekokram anbringen = weniger als 2 h für den perfekten Osterkuchen

Ergibt 1 große Guglhupfform


Freitag, 3. April 2015

Vegan Wednesday #135

Vergangene Woche wurde der Frühlingssonnenschein leider von Wolken abgelöst und seitdem zeigt sich das Wetter bei uns eher unbeständig. Cookie sammelt dieser Tage hier unsere Vegan-Wednesday-Beiträge und wünschte sich bunte Ostersachen auf dem Board - kein Problem, ich habe nämlich in der vergangenen Zeit ordentlich gebacken, um gegen den alltagsgrauen Himmel anzukämpfen.

Bei mir endet die Fastenzeit seit letztem Jahr eine Woche vor Ostern, da dann das örtliche Tierheim den Tag der offenen Tür hat. Und da ich im letzten Jahr 7 Kuchen, in diesem Jahr immerhin noch 4 Kuchen buk und diese abgeschmeckt werden wollen, ist meine Fastenzeit was Zucker und helles Mehl angeht etwas früher beendet. Alkohol trinke ich allerdings weiterhin nicht, das gehört für mich mittlerweile einfach zur Fastenzeit dazu.

Ich habe allerdings gerade das Buch Vegan fasten & schlank bleiben zugeschickt bekommen und werde daher nochmal mindestens zwei Fastenwochen nach diesem Konzept nachholen - allerdings vermutlich erst, wenn ich die verflixte Masterarbeit abgegeben habe, die mich derzeit viele Nerven kostet.

Eine tolle Hilfe gegen angespannte Nerven und Fernweh - Herr Fuchs weilt gerade bei seiner Familie im wilden Osten - habe ich Anfang der Woche mit diesen zuckersüßen Osterplätzchen und den zweierlei White-Chocolate-Cookies hergestellt:

Ich schnürte nämlich ein hübsches Päckchen, das ich Herrn Fuchs schickte, damit er auch während der einwöchigen Abwesenheit aus dem schulz'schen Haushalt nicht auf süße Leckerbissen verzichten muss.
Die Osterplätzchen habe ich mit einer dicken Schicht Zitronenguss verziert, die Cookies kommen in den Sorten Kokos-Pistazie & weiße Schokolade sowie Macadamias & weiße Schokolade daher - und beides kam bereits gut an :)

Doch natürlich habe ich neben Naschwerk auch wieder allerlei Herzhaftes produziert. Ein Highlight dieser Woche war dabei ein Blumenkohl-Kartoffel-Curry, das ich mit Couscous servierte. Mit einem Klecks Sojajoghurt wurde daraus die perfekte Stärkung nach einem 14km-Lauf.


Jaaaaa, ihr habt richtig gelesen!
Ich habe tatsächlich das Laufen für mich entdeckt und mich auch schon für zwei große Läufe angemeldet: einen Halbmarathon im Mai, direkt nach Abgabe der Masterarbeit, und ich versuche mich am Spartan Race Ende Juni. Das wird ein Spaß!
Derzeit laufe ich 15 km ohne größere Probleme und möchte nach Ostern auf 18 km gehen. Zudem bin ich vergangene Woche von 3 Läufen pro Woche auf 4 Läufe gegangen, sodass ich die Naschereien derzeit ganz gut wegstecke ;)

Übrigens: Wenn ihr Tipps habt, was man bestenfalls vor/nach dem Laufen essen sollte, dann ruhig her damit! Die Tipps, die ich im Netz dazu gefunden habe, beziehen sich auf eine vegetarische oder omnivore Ernährung, vegan ist da nicht so gut vertreten.

Nun ende ich in dieser Woche mit einem gern gesehenen Gast in diesen Hallen: Mio hat nach sechswöchiger Abwesenheit von daheim mal wieder den Weg in mein Häuschen gefunden und schläft gerade seinen Rausch der Freiheit aus ;)