Montag, 2. März 2015

{Rezept} Curry von Roten Linsen mit Cranberries und Reis


An manchen Tagen komme ich völlig durchgefroren von irgendwoher - ok, meist komme ich aus dem Tierheim und nach einer Spieleinheit mit Attila oder Keno kann einem bei den aktuellen Temparaturen schon mal recht kühl um das verschlammte Näschen werden - und brauche dann ganz schnell ganz viel Essen. Da ich aktuell allerdings faste und zudem einen kniekranken Fuchsmann beherberge, der männertypisch ca. die drölffache Menge von dem vertilgt, was ich so esse, stehe ich aktuell vor der Herausforderung, fastentaugliches Essen zu kochen, dass dennoch den nach Fleisch verlangenden Mann zufrieden stellt (da er aktuell weder große Strecken laufen noch Autofahren kann, ist er völlig auf meine vegane Küche angewiesen ;) ). Allerdings gibt es da ein winziges Problem: Herr Fuchs HASST Eintöpfe. Suppen mag er, aber die Konsistenz eines Eintopfs ist irgendwie suspekt und taugt nicht, um ihm ein fröhliches mjam abzugewinnen.
An manchen Tagen mache ich mir dann einfach einen Salat und Herr Fuchs bekommt Nudeln mit Pesto (geht immer), an anderen Tagen mache ich mir einen Eintopf und püriere den für den fuchs'schen Magen zu feinster Suppe. Oder ich koche ein Curry, das ich vor dem Spielen mit den Tierheimhunden aufstellen kann und das nach 2 Stunden herumstehen am allerbesten schmeckt:

Man nehme...
1 Zwiebel
2 Zehen Knoblauch
1 Stück Ingwer
2 große Möhren
2 Stangen Staudensellerie
300 g rote Linsen
600 ml Wasser
1 Dose Kokosmilch á 400 g
Cumin, Kurkuma, Garam Masala, Cayennepfeffer, Salz
Öl zum anbraten
Reis als Beilage
Cranberries

Zunächst Zwiebel, Knoblauch und Ingwer putzen und fein hacken. Dann in einem großen Topf in Öl kräftig anschwitzen und die geputzten und in ca. daumendicke Scheiben geschnittenen Möhren hinzugeben. Staudensellerie fein hacken und ebenfalls mitbraten. Nun die Gewürze wie folgt abmessen und mit anrösten: 1/2 TL Cumin (Kreuzkümmel), 1/2 TL Kurkuma, 1/2 TL Garam Masala, 1/4 TL Cayennepfeffer. Salz erst am Ende hinzugeben, da es die Garung der Linsen beeinträchtigen kann. Nun besagte rote Linsen zunächst waschen und dann in den Topf geben, mit 600 ml Wasser ablöschen und bei geschlossenem Deckel ca. 10 min. köcheln lassen. Nun die Dose Kokosmilch hinzugeben, alles verrühren und weitere 10 min. köcheln lassen, bis die Linsen zerfallen und alles gar ist. Den Herd nun ausstellen und das Curry einfach so lange es geht ziehen lassen. Ich war wie gesagt 2 Stunden im Tierheim und als ich zurückkam, war das Curry immer noch richtig warm und gut durchgezogen.
Mit Salz abschmecken und zu einer Portion Reis servieren. Bestreut habe ich das Curry mit gehackten Cranberries und gerösteten Kürbiskernen - das gibt den gewissen Kniff und die süßen Cranberries passen herrlich zu dem scharfen Curry.

Attila ist eigentlich ein echter Schmusehund...
...aber der 75-kg-Kangal tobt auch unheimlich gerne und legt zur Begrüßung gerne mal Pfoten auf Schulter.




Dienstag, 24. Februar 2015

{Fasten 2015} Aller Anfang ist schwer..

Die Fastenzeit ist nun schon eine Woche alt und ich schlage mich bislang recht wacker:
An 4 von 7 Tagen habe ich keinerlei Getreideprodukte zu mir genommen, die restlichen drei Tage waren es Vollkornprodukte.
Die 18-Uhr-Grenze halte ich problemlos ein, wobei ich noch einige Schwierigkeiten mit ausgeglichenem Essen habe: ich frühstücke zwar immer ausreichend, jedoch fällt das Mittagessen meist zu klein oder komplett aus, sodass ich nachmittags zwischen 15:00 - 16:30 meine zweite Hauptmahlzeit esse. Die fällt dann leider oft zu groß aus - ich nehme mir also für Woche 2 vor, regelmäßiger zu essen und vor allem mittags ausgewogener und mehr zu essen. Mein Ziel ist es nämlich, in der kommenden Woche ab 15:00 nichts mehr "Festes" zu essen und gegen Nachmittag auf Smoothie / Suppe umzusteigen.
Süßigkeiten habe ich keine genascht und auch der Alkoholverzicht ist einfach einzuhalten, allerdings habe ich zweimal aus purer Faulheit auf Bratfilets von Taifun zurückgegriffen - zählen die schon als Fertigprodukt? Vermutlich schon :/
Der Zuckerverzicht läuft so lala. Er fehlt mir soooo sehr, dieser verdammte süße Freund - aber ich bleibe stark, nasche bei allzu großer Lust eine Banane (heute waren es bereits 2,5 Bananen - so viel zur Zuckerlust ;) ) und halte mich tapfer.

Obstsalat als Mittagessen auf der Arbeit: Mango, Apfel, Banane, Traube mit einer Nuss-Saaten-Mischung und Rosinen.

Dafür muss ich zur Zeit kein bisschen auf Herrn Fuchs verzichten: Er hütet gerade dank Knie-OP das heimische Sofa und isst ganz brav die ganze fastentaugliche Kost mit. Besonders überrascht bin ich, dass er morgens meine Overnight-Oats mit Banane (aber NUR Banane - keine Äpfel, keine Trauben, das ist nicht gewünscht ;) ) mit isst. Zudem schaffen wir es seit wenigen Tagen, morgens gemeinsam zu frühstücken, bevor ich Richtung Arbeit fahre. Eigentlich ein schönes Ritual, das ich auch über sein Krankenlager hinaus beibehalten möchte.

morgendliches Frühstück: Overnight-Oats mit Leinsamen, Kokosraspeln, Sesam und Walnusskernen. Dazu Cranberries, Rosinen, Bananen, Trauben und ein Klecks Sojajoghurt.

Mio und TomTom sind natürlich massiv begeistert, dass gerade immer jemand Daheim ist:




Da ich ja aktuell oft nur zwei "richtige" Mahlzeiten esse, wovon eine das Frühstück ist, versuche ich die warme Hauptmahlzeit möglichst abwechslungsreich zu gestalten. So gab es gestern ein Kichererbsenratatouille, davor Pellkartoffeln mit Kräuterquark, ansonsten gerne einen großen Salat mit allerlei Extras oder wie heute eine große Quinoa-Gemüse-Pfanne mit Basilikumtofu.

Den vergangenen Freitag habe ich einmal exemplarisch festgehalten, um euch zu zeigen, was bei mir so auf dem Teller landet:

Morgens Overnight-Oats mit TK-Himbeeren und Banane. Dazu ein Glas zuckerfreier Saft.

Mittags gemischter Salat mit gebratenen Pilzen und einer Salatkernmischung, zudem Pellkartoffeln mit Soja-Kräuter-Dip und Kresse.

 Danach (tatsächlich der einzige Tag in der Woche, an dem mich doch die Brotlust überfiel :/ ) 2 Scheiben selbstgemachtes reines VK-Brot mit Alsan und (zumindest kristallzuckerfreiem) Fruchtaufstrich

Ach, ich bin schon durchaus zufrieden. Ich bewege mich täglich im Schnitt 1 Stunde, gehe 2 - 3 Mal die Woche joggen und fühle mich rundum gesund und wohl. Das Naschen fehlt mir auch nicht weiter und die Zeit, die ich mit Keno aus dem Tierheim verbringe, fühlt sich auch immer besser an. Trotzdem ist viel zu tun und ich werde auf alle Fälle im Frühsommer nochmal ein eigenes Fastenprojekt starten, wenn ich meine letzte Prüfung, meine letzte Hausarbeit und die Masterarbeit hinter mir habe. Dieser Lernstress führt nämlich immer zu einem gesteigerten Zuckerbedarf meinerseits und machen das Fasten aktuell schwieriger als es eigentlich sein müsste.

Habt ihr schon erste Erfolge zu berichten?
Oder pfeift ihr auf die Fasterei und könnt mir stattdessen mit wunderbaren Post-Fastenzeit-Rezepten die Nase lang machen?

Ich verabschiede mich für heute und krieche zu Herrn Fuchs auf das heimische Sofa, bevor ich danach eine weitere Lernrunde einlege - morgen ist die letzte Prüfung in Deutsch.

In diesem Sinne:



Dienstag, 17. Februar 2015

Vegan Wednesday #129 - hier wird gesammelt

Nun, meine Lieben - der heutige Vegan Wednesday interessiert mich ja ganz besonders, ist es doch der erste in der Fastenzeit.
Zu meinen guten Vorsätzen gelangt ihr hier, ich bin nach den närrischen Tagen immer noch ganz durch den Wind und freue mich nun auf die kommende Zeit. Gürtel werden wieder enger geschnallt, mein Teller wird weniger Brownies, Cookies und Kuchen und dafür mehr Gemüse und Obst sehen und dazu passend backe ich seit einiger Zeit mein Brot selbst (und kann daher tatsächlich auf reine Vollkornprodukte zurückgreifen!).

Fastet ihr in diesem Jahr?

Die Regeln



Wie kann ich mitmachen?
Jede Woche wird auf dem Blog eines Vegan Wednesday Teams ein Sammelbeitrag veröffentlicht, in den Kommentaren könnt ihr bis Samstag Abend euren Beitrag verlinken. Je zwei Bilder pro Beitrag werden ausgewählt und gepinnt. Das Board könnt ihr dann im Laufe des Sonntags bei Pinterest bewundern.
Wer aktuell sammelt erfahrt ihr jeden Dienstag auf unserer Facebook-Seite.

Was sollte mein Post beinhalten?
Wir möchten euer veganes Alltagsessen der vergangenen Woche sehen! Ansonsten ist alles erlaubt: Themenposts, Rezepte, Tagesabläufe,... eurer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, aber: vegan muss es sein!

Wer mehr erfahren möchte, schaut hier vorbei oder besucht unsere facebook-Seite.

Montag, 16. Februar 2015

{Fasten 2015} Meine Fastenvorsätze


Pünktlich zum 129. Vegan Wednesday beginnt in diesem Jahr die 40-tägige Fastenzeit, die traditionell von Aschermittwoch bis Gründonnerstag dauert. Gleichwohl ich keine praktizierende Christin bin, habe ich die Fastenzeit in den vergangenen Jahren lieb gewonnen, um eingefahrene Gewohnheiten zu überdenken und zu verändern.

Auch in diesem Jahr werde ich also ab Aschermittwoch fasten und habe mir passend dazu Gedanken gemacht, auf was ich in diesem Jahr verzichten möchte. Heraus kam eine kleine Liste, die vor allem wieder gesundes Essen in den Mittelpunkt rücken soll - also gibt es in den kommenden vierzig Tagen keine süßen Sünden mehr wie die Oreo-Peanutbuttercookiedough-Brownies!

Tatsächlich ähnelt die Fastenzeit auch in diesem Jahr denen von 2014 und 2013:

*kein Kristallzucker
*kein helles Mehl
*kein Weizenmehl
*kein Alkohol
*keine fertigen Ersatzprodukte

Je nach Zeit und Lust (im März habe ich eine zeitlang frei, um Masterarbeit zu schreiben - mal sehen, wie die Nerven es da mitmachen ;) ) werde ich zudem noch einige Fastenmethoden wie Interrimsfasten ausprobieren und darüber berichten.

Nun denn - ich freue mich auf die bald beginnende Fastenzeit und bin schon gespannt, welche fastentauglichen Rezepte ich auf anderen Blogs so finden werde!

Samstag, 14. Februar 2015

{Rezept} Happy Valentine

Valentinsfrühstück - bald wird verraten, was das ist ;)

Ach ja, der Valentinstag.
Habe ich diesen von der Blumenindustrie gnadenlos überhypten Tag in den vergangenen Jahren stets mit gelüpfter Augenbraue beobachtet und dabei die vollkommen wahnsinnig anmutenden Pärchen belächelt, die sich selbst zu Opfern des medialen Wahnsinns machten, hat sich dies in diesem Jahr radikal verändert.
Noch immer mit Flügelchen ausgestattet, segle ich munter von Wolke zu Wolke und schaue nun voller Bewunderung auf den Herrn an meiner Seite, anstatt in einer gesunden, selbstbewussten, reflektierten Art auf Pärchenkram aller Art zu pfeifen.

Ha! Von wegen!

Wenn Frau Schulz auf Wolke 7 schwebt, dann werden rosa Herzchen über das Essen gestreut, dass es nur so kracht!

Letzten Endes kann man schließlich aus jedem Essen ein Valentinstaggericht zaubern, auch wenn das Hauptessen heute (Herr Fuchs hat einen Tisch in einem veganen Restaurant reserviert) noch aussteht.

Das folgende Rezept ist so simpel, dass ich mich kaum traue, es als solches zu bezeichnen.
Doch es hat Herrn Fuchs geschmeckt, ich konnte ein paar gesunde Sachen unterjubeln und es passt mit fetten rosa Herzen sowieso zu jedem Pärchenabend.

Man nehme...
500 g Sojajoghurt, vanille
1 handvoll Walnusskerne
1 EL Kokosraspeln
ca. 16 TK-Himbeeren
6 Oreo-Kekse

Die Zubereitung ist denkbar einfach: einen Klecks Joghurt in ein hübsches Glas geben, mit den (am besten zuvor zerstoßenen und kurz gerösteten!) Walnusskernen bedecken. Joghurt darauf platzieren, Himbeeren drauf. Unglaublicherweise tatsächlich wieder Joghurt darauf geben und mit Kokosraspeln und zerkleinerten Oreos bedecken.

Mit den restlichen Zutaten ebenso verfahren und beide Gläser dekorativ vor dem Valentinstagschatz drapieren.


Freitag, 13. Februar 2015

{Rezension} Vegan daily von Surdham Göb


1.) Die harten Fakten
"Vegan daily" heisst das neue und mittlerweile dritte Kochbuch von Surdham Göb, das im August 2014 erschien und das Ziel hat, täglich vegane Küche einfach kochbar zu machen. Ohne großes Vorgeplänkel beginnt Surdham schnell mit dem Rezeptteil, was mir an dieser Stelle besonders gut gefällt: Auf einen Katalog von Vorteilen der veganen Ernährung wird ebenso verzichtet wie auf den berüchtigten erhobenen Zeigefinger - das Buch richtet sich somit schon zu Beginn vornehmlich an bereits vegan lebende Menschen oder an Veganinteressierte, ohne den Anspruch zu erheben, Nicht-Veganer von der veganen Kultur zu überzeugen. Die rund 90 Rezepte gliedert Surdham nach Jahreszeiten und unterstreicht so die Idee der regionalen Küche - wobei das Buch keinen unbedingten Anspruch auf Saisonalität erhebt.


2.) Die Rezepte

Das Herz eines jeden Kochbuches sind natürlich die Rezepte und die werden in diesem großformatigen Kochbuch besonders ansprechend in Szene gesetzt: seitenfüllende Fotos begleiten ein jedes Rezept ebenso wie die hilfreichen Symbole, die auf glutenfreie, schnell zuzubereitende, etc. Gerichte verweisen.
Die Einteilung der Rezepte erscheint an mancher Stelle etwas wahllos: So erschließt sich nicht so recht der Sinn, einen Reisbrei (S. 16) mit Obst wie Datteln, Bananen und Orangen dem Frühling zuzuordnen, während der Vanille-Blaubeer-Joghurt (S. 120) mit Bananen und Blaubeeren in den Winter verortet wird. Ich habe mich daher von der Einteilung auch nicht weiter irritieren lassen und bin beherzt durch verschiedene Jahreszeiten und die Gebäckecke getollt. Die Gerichte sehen jahreszeitenunabhängig übrigens dermaßen gut aus, dass eine Entscheidung wirklich schwer fiel - dennoch war schnell klar, dass die indisch angehauchten Kartoffelpaddies (S. 42) mit selbstgemachtem Sambal schleunigst nachgekocht werden mussten! Die Kartoffelmasse mundete mir bereits vor der weiteren Verarbeitung so ausgezeichnet, dass ich knapp die Hälfte einfach zwischendurch naschte, sodass das ursprünglich für vier Personen ausgelegte Rezept ganz knapp für zwei hungrige Esser reichte ;)
Mit den Mengen hatten Herr Fuchs und ich auch bei anderen ausprobierten Rezepten so unsere Probleme: wie genau soll ein Bananen-Shake mit Chocolate Chips UND Erdnussbutter (S. 64) denn bitte für vier Personen reichen, wenn er so fabelhaft schmeckt? Fastentauglich ist das natürlich keineswegs, aber daher testete ich mich auch klugerweise schon vor der fastenzeit durch dieses Buch.. Denn auch die anderen Rezepte brachten keine Besserung: wunderbar saftig und zugleich fluffig kamen der Gugelhupf (S. 170, in Form von Muffins) und der aussergewöhnlich gute Tahin-Schoko-Kuchen (S. 176) daher - dagegen waren die Schokocroissants (S. 54) zu einem Sonntagsfrühstück trotz guten Geschmacks geradezu gewöhnlich! Und da ich nach dem ganzen Süßkram dringend eine gesunde Stärkung benötige, habe ich heute schon den Green Smoothie (S. 34) mit Aloe-Vera zubereitet - schmeckt ebenfalls gut, ist aber halt kein Vergleich zum Tahin-Kuchen ;)


Gugelhupf-Muffins

bester trockener Kuchen seit Langem: Tahin-Schoko-Kuchen

Kartoffelpaddies mit Sambal und Avocado-Tomaten-Salat


 
Bananen-Shake

3.) Fazit

Insgesamt präsentiert Surdham mit diesem Kochbuch ein rundum gelungenes Buch, das neben raffinierten und aufwändigen Rezepten wie den Patate Anna (S. 68) auch absolute Ruck-Zuck-Rezepte wie den Kokos-Chia-Pudding (S. 90) bereit hält. Die Mengen sollte man dem eigenen Bedarf anpassen, Herrn Fuchs und mir reichten die für 4 PAX angegebenen Mengen immer für eine Mahlzeit ;) Die Einteilung der Rezepte nach Jahreszeiten verstehe ich angesichts von Auberginen im Winter (Seitan mit Auberginen, S. 118) und Roter Bete im Frühling (Rote-Bete-Kokossuppe, S. 36) noch immer nicht so recht, allerdings tut dies dem Geschmack nun keinen Abbruch - und wer sich ein wenig mit saisonalen Produkten beschäftigt, findet hier zu jeder Wetterlage das passende Rezept! Besonders gut gefällt mir zudem die übersichtliche Kennzeichnung der Gerichte anhand kleiner Buttons, die dem interessierten Kochtalent auf einen Blick sagen, wieviel Zeit man einplanen sollte und ob das gewählte Rezept zur zucker-, gluten- oder sojafreien Ernährung passt. 


Vielen Dank an den AT Verlag, der mir das Buch kostenfrei zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.

Dienstag, 10. Februar 2015

{Rezept} Kokos-Thymian-Sauce mit Pasta


Das folgende Rezept habe ich zum Vegan Wednesday #111 gezeigt (damals auf ostalgischem DDR-Geschirr vom frisch kennengelernten Herrn Fuchs) und wurde schon im Oktober von Natascha gebeten, das zugehörige Rezept zu posten. 
Das Gericht habe ich ursprünglich ganz am Anfang meiner veganen Umstellung zusammen mit einem Freund ausprobiert und seitdem stetig gekocht (hier geht es zum Rezept 2012). Getrockneter Thymian wich frischem, TK-Spinat wurde ebenfalls durch frischen Spinat ersetzt und die Änderungen haben sich gelohnt: heraus kam ein tolles Rezept, das sich mit frischen Zutaten perfekt im nahenden Frühjahr zubereiten lässt. TK-Spinat (bitte unbedingt abtropfen lassen!) mit ganzen Blättern taugt aber immer noch als guter Ersatz, sodass das Gericht rund ums Jahr ganz einfach nachgekocht werden kann. Zudem lassen sich beliebige Gemüsesorten ergänzen - wichtig ist bloß, dass man ein säuerliches Gemüse wie die Tomate integriert, damit die cremige Kokosmilch ausgeglichen wird.
Liebe Natascha - bitte entschuldige, dass es nun doch soooo lange gedauert hat. Manche Dinge brauchen einfach ein wenig länger, lohnen aber umso mehr des Nachkochens und vor allem des Nachkostens ;)

Man nehme...
1 Zwiebel
1 Zehe Knoblauch
3 handvoll frischen Spinat
1 handvoll Cocktailtomaten
2 Zweige frischer Thymian
1/3 Dose Kokosmilch
250 g Pasta nach Wahl
Salz, Pfeffer
Olivenöl

Zwiebel und Knoblauch fein hacken und in etwas Olivenöl anbraten. Derweil Spinat und Tomaten gründlich waschen und trocken tupfen. Den Spinat in breite Streifen schneiden, die Tomaten vierteln und beiseite stellen. Die Thymiannadeln von den Zweigen ziehen und mitbraten. Nun mit Kokosmilch ablöschen, zwei handvoll Spinat und Tomatenviertel zugeben und mit Salz und Pfeffer kräftig würzen. Spinat und Tomaten ca. 3 - 5 min. in der Sauce erhitzen - länger braucht es nicht!
In der Zwischenzeit die Nudeln kochen und abgießen, sobald sie die gewünschte Garstufe fast erreicht haben. Die fertig gekochten Nudeln in die Kokossauce geben und kurz darin schwenken, sodass sich die Sauce überall verteilen kann. Nun erst die letzte handvoll Spinat zugeben, unterheben und sofort servieren.

Dauer: 15 min. Sauce herstellen + 5 min. Vorarbeit = max. 20 min. bis zum gesunden "Fast-Food"

Zusammen is(s)t man weniger allein

Donnerstag, 5. Februar 2015

Vegan Wednesday #127


Bald ist es wieder so weit: die Narren kommen aus allen Ecken und es wird geschunkelt, bis die Balken krachen! Vor den närrischen Tagen möchte ich aber meinen gestrigen Mittwoch mit euch teilen, der mal wieder außergewöhnlich köstlich und fuchslastig ausfiel (weitere mehr oder weniger fuchslastige Mittwoche findet ihr dieser Tage bei Kekschen - tausend Dank fürs Sammeln!).

Mittwochs habe ich ja nur Uni und erledige neben Unikram und Hausarbeit auch sonst alles, zu dem man im Arbeitsalltag nicht so recht kommt. Da Herr Fuchs dank Knieschaden aktuell häufiger mal im Home Office weilt, konnten wir gestern tatsächlich einmal gemeinsam frühstücken. Für mich gab es wie immer Frischkornbrei mit Obst, Herr Fuchs fährt total auf mein schnelles Hefebrot ab, das sich dank geriebener Möhren im Teig super als Basis für süßen Aufstrich eignet:


Danach fuhr ich zu einer Freundin und trank mit ihr ein wenig Tee, bevor es bei der klirrenden Kälte Richtung Tierheim ging. Dann ging es Schlag auf Schlag: Keno schnappen und ins Auto laden, nach Hause fahren, Herrn Fuchs einen Knutscher aufdrücken und Joggingklamotten anziehen und dann mit Hund und Handschuhen 11 km laufen, Keno wieder im Tierheim abliefern, nach Hause fahren, Herrn Fuchs einen Knutscher aufdrücken und Kartoffeln schälen. Diese brauchte ich für das spätere Abendessen, das ich aus dem Buch Vegan daily nachkochte: Kartoffelpaddies mit selbstgemachtem Sambal und Avocado-Tomaten-Salat. Leeeecker!


Wir waren nach diesem Mahl beide piepsatt. Dennoch war ich gestern Abend dann noch in der richtigen Stimmung, meinen am Wochenende angesetzten Sauerteig zu meinem allerersten selbstgemachten Sauerteigbrot zu verarbeiten! Hach - was war ich stolz, als ich diesen prächtigen Laib Brot aus dem Ofen zog:

Den Sauerteigansatz stellte ich nach den Tipps vom Plötzblog her, das Brot selbst buk ich dann nach dem Rezept von Katharina. Herr Fuchs moserte zwar heute morgen, dass das Brot "langweilig" schmecke, aber Herr Fuchs steht auf Kerne, Nüsse, etc. in Brot und die ließ ich bei meinem ersten Backversuch weg. Mir schmeckt dieses Brot wirklich hervorragend, ich bin total zufrieden und habe zwei Portionen Anstellgut im Kühlschrank, um auch in der kommenden Zeit mein eigenes Brot zu backen!

Ansonsten kochte ich der vergangenen Woche einige Gerichte aus dem Buch Vegan schnell schnell (Rezension) nach, beispielsweise diese Süßkartoffelpuffer mit Guacamole - soooo lecker, dass es sie kommende Woche gleich noch einmal geben wird!


Nun bin ich schon gespannt auf eure präfastnachtlichen Beiträge und freue mich auf ein buntes Board :)