Sonntag, 21. Oktober 2012

Ein bisschen Aufklärung in Sachen Ernährung......

Ein neuer Film, ein altes Thema.
Gabel statt Skalpell macht gerade die Runde. Der Film zeigt den Zusammenhang zwischen Fleischkonsum und starken gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf. Viele Krankheiten wie Diabetes oder Bluthochdruck werden durch Fehlernährung gefördert, teilweise sogar bedingt. Doch auch dem omnipräsenten Thema des angeblich gesunden Milchkonsmus widmet sich der Film und zeigt die Problematik von Kuhmilch und Milchprodukten auf.
Der renommierte Biochemiker Prof. Dr. T. Colin Campbell leitete in den 1970 und 1980er Jahren die sogenannte China Study, die vermutlich umfassendste Studie, in der ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen dem Verzehr von tierischen Produkten und dem Auftreten von Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose und Rheuma beim Menschen nachgewiesen werden konnte. In Gabel statt Skalpell werden u.a. Patienten begleitet, deren Gesundheitszustand sich auf beeindruckende Weise verbessert hat, nachdem sie ihren Speiseplan auf eine rein pflanzliche Ernährung umgestellt haben. 

Andere Filme, die sich mit dem Thema Ernährung auseinandersetzen und die ich an dieser Stelle wirklich empfehlen möchte, sind zum einen die Dokmentation We feed the world, die sich mit den Auswirkungen des Konsumverhaltens der westlichen Länder beschäftigt.
Tag für Tag wird in Wien genau so viel Brot vernichtet wie Graz verbraucht. Auf rund 350.000 Hektar vor allem in Lateinamerika werden Sojabohnen für die österreichische Viehwirtschaft angebaut, daneben hungert ein Viertel der einheimischen Bevölkerung.

Zum anderen liefert die Dokumentation Food Inc. - Was essen wir wirklich? sehr interessante Informationen vornehmlich über die Lebensmittelproduktion in den USA, die durch die Globalisierung der Weltmärkte aber auch in unserer Gesellschaft eine Rolle spielt. Neben der Problematik von Großmastbetrieben wird auch auf die Gesundheitsgefährdung durch Fleischkonsum eingegangen. Besonders nahe ging mir der Fall des dreijährigen Kevins, der aufgrund verunreinigten Rindfleisches in seinem Burger nach 12 Tagen gestorben ist.

Alle diese Filme liefern nützliche und interssante Informationen, die vielen Veggies und Veganern bereits bekannt sein dürften. Da sie sich aber nicht vornehmlich mit dem tierrechtlichen Aspekt des Fleischkonsums beschäftigen, sondern ihren Schwerpunkt auf andere Problemfelder (vor allem Gesundheit, aber auch Umwelt, soziale Ungerechtigkeit) setzen, und vor allem über die Problematik des Fleischkonsums hinausgehen (ich fand die Informationen über den genmanipulierten Mais, der sich in einem Großteil der industriellen Fertigprodukte findet, ziemlich erschütternd), bieten sie neue Ansatzpunkte und facettenreiche Denkanstöße über unser eigenes Konsum- und Ernährungsverhalten.

Ich möchte mit den Worten von Terry Mason, dem Gesundheitsbeauftragten der Stadt Chicago, schließen, der als einer der wenigen amerikanischen Regierungsvertreter für eine vegane Ernährung eintritt (Gabel statt Skalpell): "Alles, was laufen, schwimmen, fliegen oder kriechen kann, Augen hat und Eltern, nicht essen!"


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