Dienstag, 25. Dezember 2012

Märchenhafte Weihnachten....

Letztes Weihnachten war das erste Mal, dass wir in der Familie nicht wie gewohnt bei (vegetarischem) Kartoffelsalat und Würstchen saßen, da meine Oma im Jahr 2011 verstorben ist.
Letztes Weihnachten wurden daher je ein Gang von mir, einer vom Geschwisterkind und einer von Mama gekocht.
Da dieses Jahr mein erstes veganes Weihnachten war, dachte ich mir etwas besonderes aus:
Es sollte ein veganes Märchendinner werden.
Ich dachte mir verschiedene Speisen aus, die zu Märchen passten und las vor dem jeweiligen Gang einen Auszug aus den Märchen vor, die Ideengeber des Essens gewesen waren.

Zugleich gibt es ein Feiertagsboard des Vegan Wednesday (gesammelt wird bis zum 05.01.2013 gerne auch mit mehreren Beiträgen bei Cara):



Snack

Grissini
(das "Knöchelchen", das Hänsel der Hexe durch das Gitter hinhält - Hänsel und Gretel)









 


Vorspeise

Feldsalat (Rapunzel
mit Granatapfelsplittern (inspiriert von den Blutstropfen der Königin, die in den Schnee fallen - Schneewittchen), 
Nusspralinen (Das Nusszweiglein
und Brotmuffins (Frau Holle)



  



Hauptspeise

gebackene Polentaschnitten in Sternform (Sterntaler
mit Ofengemüse und Zitronenjoghurt (Tischlein deck dich - da ist ja alles drauf ;) ) 
und Erbsen-Minz-Dip (Die Prinzessin auf der Erbse)




 
Nachspeise

Amaranth-Joghurt-Pop (farblich passend zu Schneeweißchen und Rosenrot
mit Brownies (mir fiel nichts anderes ein als Der kleine Mohr und die Goldprinzessin)












Weihnachtsimpressionen

Erst die Deko...
Festtisch
Weihnachtsbaum
Platz"kekse" mit Namen - auch von jenen, die nicht bei uns sein konnten
  ...dann das Kochen...


...dann die Bescherung...

Alle haben sich sehr viele Gedanken gemacht und mit viel Liebe das Folgende ausgesucht:

- Mixxxxxer für Smoothies, ein Zitronenschneider, Buch (Die Geigenlehrerin), Sekt, Servietten und eine Einladung zum Tee (MaPa)
- selbstgemachte Marzipankartoffeln und mein erstes veganes Kochbuch: Vegan für Genießer (Geschwisterkind)
- zweierlei gedörrte Süßkartoffeln, Pfefferminz-Chocolate-Tee aus den USA und eine Kette mit Herzanhänger (Mama der beiden anderen Weihnachtselfen)
- mein zweites veganes Kochbuch: Vegan Kochen (Weihnachtselfe I)
- eine selbstgenähte Tasche aus braunem Cord (Weihnachtselfe II)
- einen Weihnachtsgeschenkcode in Form meiner Kontonummer von meiner leider abwesenden Tante M.

Soooo tolle Geschenke :)

 Weihnachtselfen



Der Morgen danach: Plätzchenvernichtung

Zimtplätzchen und vegane Cantucchini
 

Kommentare:

  1. Oh dein Weihnachts-Dinner sieht wirklich köstlich aus!! :)
    Den gleichen Mixer habe ich ebenfalls bekommen und musste erst mal ein bisschen Obst hineinwerfen. Ich komme mir noch etwas ungeschickt vor und muss erst mal testen, was alles gut schmeckt :D Hattest du auch schon viel Spaß damit? ;)
    Liebe Grüße und frohe Weihnachten

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    1. Vielen Dank - es hat auch märchenhaft geschmeckt...
      Den Mixer habe ich schonmal ausgepackt, allerdings bin ich von den vielen Festmahlen pappsatt, ich glaube, am Donnerstag darf er erstmal für einen Obstsmoothie herhalten.
      Ich schaue im Netz schon nach vielen verschiedenen Rezepten, damit sich der Gute auch lohnt und nicht als Küchenleiche zugestaubt wird. :)

      Ich wünsche dir auch noch frohe Festtage (und falls du einen Tip wg. Smoothies o.ä. hast - nur her damit)

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  2. Ich muss sagen, ich bin von deiner Idee mit dem Märchendinner wirklich begeistert und dass du dir dann auch noch zu jedem Gang diese Gedanken gemacht hast (Granatapfelsplitter = Blutstropfen) finde ich den Hammer!
    Und abgesehen davon siehts auch noch total lecker aus :-D

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    1. Vielen Dank für das Lob.. Auf die Idee mit dem Märchendinner bin ich gekommen, weil bei der Sendung "Das perfekte Dinner" auch häufig ein Motto zu dem Menu gewählt wird. Und da ich Märchen über alles liebe, war das doch sehr passend :)
      Der beste Satz des Abends: "Ich dachte nicht, dass vegan so gut schmeckt!" Hihi...

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  3. Hach, ist das toll. Echt eine super Idee. Polentaschnitten mach ich in der Weihnachtszeit auch mit weihnachtlichen Ausstecherförmchen, im Frühling mit Blumenförmchen etc. jeweils passend zur Jahreszeit, aber an der Stelle hört meine Kreativität dann auch meist schon auf. Allerdings hab ich in der Familie leider auch GAR NIEMANDEN, der bereit wäre auch nur einen veganen Gang zu essen - von einem Menü ganz zu schweigen.
    Im Gegenteil, bei uns wurde eine 5-kg-Pute mit Hackfleisch und Speck vollgestopft und vor versammelter Mannschaft zerlegt (ich finde es schon übel, wenn Leute Fleisch essen ohne zu hinterfragen, wie es mit der Ethik, die dahinter steckt, steht - aber Fleisch dann auch noch mit Fleisch von einem anderen Tier zu füllen, finde ich völlig daneben). In der Vergangenheit war es bei uns eigentlich immer so, dass ich mir etwas Veganes gekocht habe und mich dann zu den anderen an den Tisch gesetzt habe, aber dieses Jahr ist mir beim Anblick der Pute in der Tiefkühltruhe schon dermaßen schlecht geworden, dass ich dieses Jahr für mich allein gegessen hab (Gefüllte Paprika mit einer von mir kreierten Gemüse-Räuchertofu-Kräuertfüllung mit überbackenen Ofenkartoffeln und zum Nachtisch einen Himbeer-Sojajoghurt-Smoothie mit einem Klecks Reisschlagsahne und Pistazien).
    Aber das war noch nicht alles: am Tag vor dem Essen rief mich meine Mutter in die Küche und verlangte ernsthaft von mir, dass ich die Pute halte, während sie die Hackfüllung reinstopft. Hab ihr dann erklärt, dass das ja wohl nicht ihr Ernst sein könne (naja, ich war nicht ganz so freundlich, ich hab sie gefragt, ob's bei ihr hakt) und schon hing der Haussegen schief ("Jetzt stell dich nicht so an, du sollst das ja nicht essen, sondern nur die Schenkel halten."). Oh Mann, ich hasse den Umgang meiner Familie mit mir bezüglich des veganen Lebensstils - sie müssen mich ja nicht verstehen oder gar auch vegan werden, aber es wäre schon schön, wenn sie es einfach respektieren könnten. 2013 beginnt bereits mein 8. veganes Jahr und meine Familie hat immer noch nicht kapiert, dass das keine "vorübergehende Modeerscheinung" ist, sondern eine Lebensweise, die ich lebenslang beibehalten möchte.
    Deshalb sei dir, liebe Frau Schulz, gesagt: du hast ein unglaubliches Glück, dass deine Familie so offen für deine (tollen!!!!) Vorschläge ist - das ist nicht selbstverständlich.

    Liebe Grüße und falls wir uns nicht mehr "lesen" einen guten Start in ein tierleidfreies Jahr 2013.
    Ich habe mir für 2013 vorgenommen, mich auf den Gebieten "vegane Torten" und "Eiscreme" zu versuchen - das wird spannend (aber ich muss mir noch eine Mini-Springform kaufen, denn mein Umfeld wird meine Torten nicht probieren und meine Freunde, die sich immer über vegane Sachen freuen, weil sie es sehr spannend finden, was man da so alles zaubern kann, wohnen weiter weg als man eine Torte heil und gut gekühlt transportieren kann...)

    -Flotte Lotte

    PS: Brief folgt im neuen Jahr, ich werde ihn in den nächsten Tagen schreiben. Was ich dich fragen wollte: ich habe eine Tabelle, wo man die Umrechnungsfaktoren für Back-Rezepte ablesen kann (z.B. wenn du ein Rezept für eine 24-er-Springform hast, zuhause jedoch nur eine 20-er-Springform besitzt), soll ich dir die kopieren und mitschicken?

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    1. Liebe Flotte-Lotte (sehr hübscher Name im übrigen :) ),

      scheinbar bist du auch eine kleine Nachteule - eine weitere Gemeinsamkeit ;)

      Es macht mich sehr traurig, dass du in deiner Familie keinen Rückhalt erlebst, vor allem zu Weihnachten..
      Meine Mama ist vor 26 Jahren wegen gesundheitlicher Probleme Vegetarierin geworden, Papa zog aus Loyalität mit. Bei uns gab es immer nur vegetarisches Essen, aber außerhalb war Fleisch "erlaubt" (Pädagogen-Eltern, die verbieten so ungerne etwas ;) )... Was ich damit sagen will: ich habe einfach das Glück, in einer Familie zu leben, die selbst vegetarisch lebt. Der omnivore Teil meiner Familie (alles außerhalb des Elternhauses + Geschwisterkind) hatte aber bereits vor meiner Geburt einige Jahre Zeit, sich an das Veggie-Leben zu gewöhnen, sodass eine vegetarische "Extrawurst" bei Familienfesten normal ist.
      Der Schritt zum veganen Leben ist zwar immer noch mehr als ein kleiner Hoppser, aber ich erfahre viel Verständnis und Rückhalt. :)

      Ich finde es wirklich schade, dass du nicht wenigstens "Probieresser" hattest, ich würde dein Essen schon allein deshalb versuchen, weil ich DICH wertschätze. Nase rümpfen und für blöd befinden kann ich es immer noch (wobei ich wette, dass das nicht passieren würde!!!). Womit wir beim Thema sind: Du würdest mir einen großen Gefallen tun, wenn du das Rezept der Gemüse-Räuchertofu-Kräuertfüllung verraten würdest ;)

      Wohne ich zu weit weg für gekühlt Tortenaktionen? ;) Ich stelle mich gerne als Testesserin zur Verfügung - hihi.

      Die Idee mit den gebackenen Polentaschnitten habe ich ja von dir - nachdem sie mir für das 3.-Advent-Dinner zu "aufwändig" waren (da hatte ich ja nicht Papa als Beikoch - der im übrigen nach der Lektüre des Buches "Kein Fleisch macht glücklich" dem Veganismus nicht abgeneigt ist) - und wie du siehst, gelang sie hervorragend.

      Die Umrechnungstabelle klingt klasse - nur her damit, ich freue mich total über neue Nützlichkeiten ;)

      Eigentlich wollte ich nichts zu dem Tierelend (Tier gefüllt mit zwei anderen Tieren) sagen. Aber ich musste bei der Beschreibung der Situation spontan an "Asterix und Obelix: Die große Überfahrt" denken: Da finden sich die beiden auf amerikanischem Boden wieder und Obelix sieht das erste Mal "Gurugurus" (Truthähne). Nachdem er einen verspeist hat, schlägt er Asterix vor, was man mit diesen alles machen kann (Anspielung auf Thanks-Giving, denke ich): Guruguru gefüllt mit Guruguru oder (die Krönung!) Guruguru gefüllt mit Wildschwein. Ist also gar nicht so ungewöhnlich (vor 2000 Jahren zumindest, als die Geschichte eben spielt).

      Nun möchte ich aber mit einem schönen Gedanken enden:
      Ich finde es bewundernswert, dass du trotz all der Steinchen, Kiesel und Felsbrocken, die deinen Weg kreuzen, dein achtes veganes Jahr beginnst.
      Wirklich, das hat Anerkennung und Hochachtung verdient...

      Alles, alles Liebe und bis ins neue Jahr,

      Frau Schulz

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  4. Hallo Frau Schulz,

    heute etwas früher als sonst :-)
    Aber erstmal: ein Frohes Neues Jahr!

    Ich bin leider hirnorganisch bedingt ziemlich vergesslich, deshalb wusste ich nicht mehr, dass ich dir den Tipp mit den weihnachtlichen Polentaausstecher-Schnitten gegeben hatte. Sorry, das passiert mir gaaaaaaaaaaaaaaaaanz oft - ich hab mich mittlerweile damit abgefunden und mein Umfeld ist daran gewöhnt, aber wenn ich neue Leute kennenlerne, bin ich mir immer unsicher, was die dann denken (genauso passieren mir oft Schreibfehler, die mein Hirn irgendwie nicht erkennt).
    Ich habe es leider noch nicht geschafft, deinen Brief zu beantworten, da ich mich auf mein Blockseminar in Sozialpsychologie, das diese Woche von Freitag bis Sonntag stattfindet, vorbereiten muss, denn eins der Bücher, das ich dafür lesen muss, kam erst letzte Woche bei mir an und jetzt bin ich ziemlich unter Zeitdruck, da ich morgen mehrere Stunden arbeiten muss und übermorgen habe ich gleich zwei Arzttermine - und dann ist ja auch schon Freitag... Je nachdem, wann ich am Sonntag zurückkomme, packe ich es evtl. noch, den Brief an dich zu schreiben. Die Umrechnungstabelle hab ich schon kopiert, aber für mehr hat die Zeit nicht gereicht. Nächste Woche sind dann bei uns die Schulferien um und ich bekomme einige neue Musikschülerinnen, worauf ich mich freue wie ein kleines Kind, die ersten Unterrichtsstunden sind immer die Tollsten... Dummerweise muss ich evtl. vorher noch einen zwei- oder dreitägigen "Zwischenstopp" im Krankenhaus einlegen, um mal wieder Blut zu tanken, aber da ich donnerstags und freitags unterrichte, sollte das dann trotzdem alles funktionieren. Gute Organisation kompensiert eben doch so manches Zeitproblem... Also wenn ich es kommendes Wochenende nicht schaffe, dir zu schreiben, schreibe ich den Brief IN JEDEM FALL am Wochenende drauf, da steht nämlich bisher nur ein Orchesterauftritt in meinem Kalender.
    Ach so ja: ich weiß ja wo du wohnst und du wohnst näher bei mir als meine anderen "Probieresserinnen" bzw. zwei wohnen zwar gar nicht so weit von mir weg (60 und 100 km), aber die wohnen beide in Gegenden die mit dem Zug nur mit unzähligem Umsteigen zu erreichen sind und dann braucht man für eine Fahrt teilweise echt zwei oder drei Stunden und v.a. das Umsteigen nervt doch sehr, wenn man Gepäck (oder eine Torte) mitnimmt. Die Zugverbindungen von mir in deine Richtung sind dagegen top. UND: Meine Tante pendelt immer wieder von hier nach dort, wo sie arbeitet und das ist nicht weit weg von dir (ich weiß, das ist jetzt umständlich geschrieben, aber ich will keine Orte nennen, da das hier dein Blog ist und du allein entscheiden sollst, wieviel du darin von dir preis gibst), insofern kämst du als Test-Esserin durchaus in Frage, wenn du dich schon so nett dafür anbietest! Aber Torten backen will ich ohnehin erst, wenn es heimische Früchte gibt, also erst im späteren Frühjahr. Bis dahin kannst du es dir ja überlegen!
    Ich wünsch dir noch einen schönen Abend.

    LG
    Flotte Lotte

    PS: Der Name "Flotte Lotte" stammt noch aus meiner Teenager-Zeit, als das Chatten gerade groß im Kommen war, da haben meine beste Freundin und ich oft zusammen gechattet und wir nannten uns "Flotte Lotte" und "Wilde Hilde". Im Laufe der Zeit hat der Name etwas ironische Züge angenommen, da die "Flotte Lotte" ja ein Küchenwerkzeug ist, das im Prinzip einen Fleischwolf darstellt - "sehr passend" für eine Veganerin... Und erst in letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass manche Leute hinter diesem Namen etwas Anzügliches vermuten, was natürlich nicht meine Absicht war...

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  5. Was für ein wundervolles Weihnachtsdinner, gefällt mir sehr sehr sehr gut!


    für die Plätzchen gibts natürlich einen Extra-Sympathie-Bonus-Punkt ;)

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