Mittwoch, 29. Mai 2013

Vegan Wednesday 2013/20

Ein neuer Mittwoch und endlich schaffe ich es mal wieder, meinen Beitrag zum veganen Mittwoch, der diese Woche von Regina auf muc.veg gesammelt wird, am gleichen Tag zu posten.

Da in der Küche ein monströser Spülberg seiner Bewältigung harrt und zudem gleich HIMYM anfängt und es mich Woche für Woche zutiefst befriedigt, Theodor Evelyn Mosby beim Suchen und Verlieren der großen Liebe zu bestaunen, fällt die VW-Zusammenfassung diesmal etwas wortkarg aus.
Nichts da - ich nehme mir Zeit, tippe in den Werbepausen und nach HIMYM und weise nochmal ganz nonchalant auf das bis Freitag laufende Gewinnspiel hin, bei dem ihr die Chance habt, mit der Wahl des Pakets Frau Schulz etwas Arbeit in mein (Küchen-)Leben zu bringen!

Heute Morgen klingelte der Wecker mich schon um kurz vor 6.00 raus, denn ich hatte einen Probetag im Café meiner Tante, zu dem ich um 8.00 als Service-Lehrling antreten musste durfte.
Mangels Einkaufslust in der letzten Zeit und dadurch akutem Joghurt-Mangel reaktivierte ich mein Winterfrühstück, was angesichts des neblig-grauen Regentags durchaus gut passte:

Porridge's back!

Diesmal mit Apfel, Banane, Zimt, gekrönt von Vanillejoghurt, der mir in Overnight-Oats nicht schmeckt, und Schattenmorellen:



Gut gestärkt fuhr ich in das wundervolle Café, das seit zwei Monaten geöffnet ist.
Das Konzept gibt es zumindest hier in der Gegend nur einmal:
Im Erdgeschoss des denkmalgeschützten Gebäudes ist das Café untergebracht, in dem es neben Frühstück vor allem Kuchen und Gebäck gibt. Zur Mittagszeit gibt es stets eine halbwöchentlich wechselnde Suppe und Sandwiches. Zwar gibt es (noch) nicht dauerhaft vegane Gerichte, allerdings ist die dieswöchige Suppe (Rote-Linsen-Kokos-Suppe) vegan. Zudem wird bei der Wahl der Zutaten auf regionale Herkunft wert gelegt - und vielleicht kann ich ja künftig Sojamilch oder ein veganes Sandwich unterbringen ;)
Im ersten Stock befindet sich dann der Laden für Floristik und Dekoration, den meine Tante betreibt. Das ganze Haus ist im Shabby-Stil eingerichtet (das Wort sagte mir vorher nichts, scheinbar geht es da vor allem um pittoresk zusammengewürfelte Einzelstücke) und hat damit eine wirklich charmante Atmosphäre!

Blick in das Cafè:

Zumindest im Lädchen ist der Frühling schon angekommen:



Nachdem ich den Probetag gut überstanden hatte und mit dickem Lob und dem Versprechen auf baldigen Einsatz entlassen worden war - nett lächeln gehört durchaus zu meinen Stärken ;) - hatte ich seit Ewigkeiten mal wieder Lust auf Nudeln.
Also schnibbelte ich ein paar Pilze, 1/2 Zucchini, Frühlingszwiebel und zwei Tomaten, briet alles an, verrührte 1 EL Tahin und den Saft einer Zitrone und schmeckte das ganze mit Salz, Pfeffer, frischem Dill und glatter Petersilie ab - dazu gab es gewünschte Nudeln:


Dann beendete ich noch das Handout für ein Seminar zur Nominalmorphologie - Dienstag halte ich dort ein Referat über Numerus- und Kasusausdruck in der Nominalphrase und stelle unter anderem die Entwicklung der doppelten Adjektivflexion (starke bzw. schwache Deklination) vor.
Zudem beschreibe ich die Entwicklung der Adjektiv- und Determiniererstellung vor oder hinter dem Nomen im Althochdeutschen (noch immer erhalten in Vater unser oder Karl der Große) hin zu der im Gegenswartsdeutschen üblichen pränominalen Stellung (das Haus, schönes Haus, das schöne Haus etc.).
Klingt erstmal relativ langweilig, allerdings gefällt mir das Seminar ausgesprochen gut, da es unserer Dozentin als erster Sprachwissenschaftlerin gelingt, mich vollends zu begeistern. Zudem hält sie dieses Semester eine Vorlesung zum Thema Genderlinguistik und streut daher auch dieses Thema immer mal wieder ein.
Beispielsweise haben wir letzte Woche das Phänomen der mittlerweile grammatikalisierten Abwertung der Frau besprochen, was sich auf struktureller Ebene u.a. dadurch manifestiert, dass Begriffe für Frauen, die nicht der Norm entsprechen, oder besondere Abwertung äußern sollen, häufig Neutrum sind (das Luder, das Flittchen, das Girl, das Aas, das Frauenzimmer, das Weib). Weites Feld, interessantes Thema, es sei an dieser Stelle genannt.

Nachdem ich mich also in die verborgenen Tiefen der Nominalphrase eingearbeitet hatte, knurrte mir auch schon wieder der Magen.
Schnelles Abendessen daher:
Brot mit Aufstrich & Tofu & Petersilie, Nachtisch war Brot mit Rhabarber-Bananen-Marmelade.

 
That's it!
Das Gute am Regenwetter ist, dass ich Mio aktuell häufiger sehen als sonst in dieser Jahreszeit. Da er keinen Sonnenschein ausnutzen kann, leistet er dem immer-treuen TomTom und mir abends vermehrt Gesellschaft und unsere kleine Runde übt sich in Gemütlichkeit.

Vor zwei Jahren um diese Zeit entstand in meinem wunderbar sonnigen Garten dieses Bild von Tommy - wir wünschen uns SONNE!!!


Kommentare:

  1. Das Cafe sieht wunderschön und gemütlich aus, das lädt zum verweilen ein - da macht die Arbeit sicher Spass!
    lecker dein Essen ausserdem ;-)

    Grüßle, Jessi

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  2. Oh ja, das Café ist ja echt mal wundervoll eingericht.
    Und yeeah, Linguistik, wie schön :o) (an der Schule verdummt man echt wahnsinnig schnell, ich hab das Gefühl, nahezu alles aus den Studienjahren schon verdrängt zu haben "^^)
    ich würde diesmal auch gern beim Gewinnspiel mitmachen und hoffe, ich denke noch dran, wenn ich wieder zu Hause bin. Aber NUR auf den letzten Drücker! ;-)
    Liebe Grüße!

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  3. Das Café ist ja total süß! Da würd ich auch gerne mal zu Besuch vorbeikommen.
    Vielleicht kannst du deiner Tante ja mal einen deiner veganen Kuchen unterjubeln und ihn ins Café-Angebot bringen?! :-)

    Ich wünsch dir einen schönen Tag,
    alles Liebe,
    dein Kekschen!

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  4. Manno, das waren aber lange Werbepausen,- zum Glück,- sonst hätten wir nicht so einen ausführlich interessanten Post zu deinem veganen Mittwoch bekommen.
    Es grüßt die Billa

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  5. das cafe ist wirklcih traumhaft hübsch und ich bin froh, noch eine himym-fanatikerin gefunden zu haben! obwohl ich die aktuelle staffel nicht im tv schaue... ich werde mir alsbald (hoffentlich) die dvd kaufen und dann alle folgen mit einem mal auf englisch gucken *g*

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  6. Dein Frühstück sieht mindestens genauso hinreißend aus und das Café erst :)

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