Montag, 17. Februar 2014

{Restaurant} Chimichurri in Frankfurt

Vor einiger Zeit erklärte ich mich mit einer wahnsinnig großzügigen Geste der Nächstenliebe bereit, zunächst die Bachelor- und ein Jahr später die Masterarbeit eines Freundes zu korrigieren. Ich quälte mich Seite um Seite durch Überlegungen zu Immobilienrecht bzw. -investitionen und sicherte mir damit nicht nur auf ewig einen Platz in dem Herzen des Autoren, sondern auch das Versprechen, mich zum Essen auszuführen.

Gestern war endlich der Tag der Tage und so holte Angelo* mich gen Abend zum Essen ab. Wir fuhren nach Frankfurt und da ich mir einen Ausflug in ein rein veganes Restaurant gewünscht hatte, fiel die Wahl auf das Chimichurri.

Nun habe ich - ganz das kluge Mädchen - selbstverständlich NICHT an die Kamera gedacht, also müsst ihr leider mit Handyfotos und meinen illustren Beschreibungen vorliebnehmen.

Da dieses Essen Lohn zahlloser Stunden der Korrektur sein sollte, bestellten wir vorweg erstmal zwei (ziemlich teure - hätte ich selbst gezahlt, hätte ich darauf verzichtet) Gläser Prosecco. Lecker, war schnell weg.

Im Chimichurri gibt es keine feste Speisekarte, lediglich die Getränkekarte, die übrigens vegan gekelterte Weine separat ausweist, daher wählten wir aus der aktuellen Tageskarte.

Vorweg teilten wir uns einen Flammkuchen, der mit ziemlich knoblauchlastigem Tofuschmand bestrichen war. Darauf schmiegten sich neben roten Zwiebeln, Spinat und Artischocken auch Tomaten. Gekrönt wurde der Flammkuchen von geriebenem Cheddar - eine köstliche Vorspeise, allerdings waren wir nach dem halben Flammkuchen schon ziemlich satt.


Bei der Hauptspeise entschieden wir uns beide für mit (so, jetzt wäre eine ungetrübte Erinnerung von Vorteil - ich weiß beim besten Willen nicht, wie das Zeug wirklich hieß) Gorfi/Golfi/Gofri/... gefüllte Auberginenröllchen, begleitet von Thymian-Rösti und Feldsalat, der mit einem wirklich unheimlich leckeren Linsendressing angemacht war.


Ich hoffe, man erkennt wenigstens ein bisschen, was es zu essen gab.
Die Hauptspeise war ziemlich üppig, wir hätten vermutlich auch ohne den geteilgten Flammkuchen vorweg zu kämpfen gehabt. Und gleichwohl ich eine ziemlich verfressene Lady bin, schaffte ich mit Müh und Not meine Portion - Angelo* verlor den Kampf und gab nach 3/4 auf.


Lieber Angelo*,
mit diesem Abend hast du dich ausgelöst und mich für die verlorene Lebenszeit (ernsthaft, wie kann man so etwas langweiliges studieren?!) entschädigt. ;)


Kinners, ich sach's euch - das Chimichurri ist definitiv eine Reise wert. Das Essen schmeckte sehr gut, der Service war ausgesprochen freundlich und kompetent und die Preise sind (abgesehen vom Prosecco vorweg) angemessen.



*Name von der Redaktion geändert

Kommentare:

  1. Das klingt doch sehr lecker und schon auf dem Handyfoto kann man erkennen, dass die sich da echt Mühe geben. PS: Prosecco kann man auch schon unterwegs zum Restaurant günstig aus der Dose trinken ;) Aber wenn ich eingeladen worden wäre, hätte ich das auch nicht gemacht :)

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  2. Mhh.. das sieht ganz und gar köstlich aus! Wenn ich mal wieder in Frankfurt bin, dann werd ich das bestimmt auch mal ausprobieren :)

    Herzlichst,
    jess

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