Freitag, 4. April 2014

{Rezension} Cook Wild Vegan

Auf Stefano Vivinoadio bin ich - wie gewiss auch einige von euch - bei facebook gestoßen. Er schreibt dort einen veganen Food-Blog, den er begann, als er im vergangenen Jahr aufgrund einer Operation gezwungen war, seinen bisherigen Beruf als Fotograf aufzugeben.

Obgleich er sich damals schon vegetarisch ernährte, war besagte OP für ihn der Einstieg in ein veganes (straight-edge) Leben. Nach knapp einem Jahr veganem essen, leben, kochen und fotografieren (verdammt, fotografisch hat er mir und vielen anderen einfach wirklich etwas voraus) hat er vor kurzem sein erstes eigenes Kochbuch herausgebracht: COOK WILD VEGAN, der Name ist Statement und Programm zugleich.

Eines vorweg: dieses Buch hat nicht den Anspruch, eine vegane High-class-Küche neu zu definieren. Es eignet sich hingegen super als Ideengeber für den Alltag und passt daher auch zu meinen Ansprüchen an ein Kochbuch :)

Nun habe ich bereits einige Rezepte nachgekocht und ausprobiert, die ich euch hier vorstellen möchte. Doch zunächst zum Buch (immer langsam, liebe Frau Schulz):

Das Buch gliedert sich in die Kapitel Aufs Brot, Soups, Main, Salad, Specials, Dessert & Drinks. Ich habe mich entschieden, je ein Rezept aus dem Bereich Main und Drinks vorzustellen, wobei auch die selbstgemachte Erdnussbutter (S. 17), Pflaumen-Chutney (S. 20), die Backbanane im Teig (S. 102) oder die legendären Spareribs (S. 77) angetan haben!

Cashew-Reispfanne (S. 62)
250 g Basmati-Reis
200 g TK Erbsen und Möhren
150 g Cashewkerne
1 EL Kurkuma
1 Knoblauchzehe
1 Chilischote
grobes Meersalz
1 - 3 EL Hefeflocken
100 ml Rapsöl
10 Cherrytomaten

So lautet die Zutatenliste des Originalrezeptes. Ein bisschen musste ich allerdings herumdoktorn, warum Stefano für die 2 Portionenn 100ml (!!!) Öl verwendet, war mir dann doch schleierhaft ;)


Ich habe also 200 g Reismischung mit Wildreis gekocht, in der Zwischenzeit 2 frische Möhren gewürfelt und mit dem gehackten Knoblauch in 1 EL Öl angebraten. Möhren haben Farbe? Super. Dann kam 1 Dose Erbsen (insg. 200 g) dazu, wurde beharrlich gerührt, um schließlich mit 1 EL Kurkuma, frischem Pfeffer, Salz und 1 EL Hefeflocken gewürzt zu werden. Cashews gab es leider nicht, aber Stefano ist bestimmt nicht böse, dass ich stattdessen Erdnüsse genommen habe ;)
Am Ende den gekochten Reis unterrühren und mit frischen Tomaten garnieren - die Tomaten habe ich allerdings auch untergehoben, da es mir sonst zu trocken war (ich hatte ja auch geschätzt 90 ml weniger Öl dran ;)) ).

Die Reispfanne schmeckte sehr lecker, ist ausreichend für 3 Personen und sättigt gut. Tolle Idee, um Reste zu verwerten und meiner Meinung nach ein gutes Beispielrezept aus dem Buch, da das Buch zur kreativen Küche einlädt :)



Als Nachtisch gab einen Mango-Lassi (S. 112) - den wollte ich schon immer mal ausprobieren und habe es endlich gemacht:

1 Mango
250 g Sojajoghurt
250 ml Sojamilch
2 EL Rohrzucker

Alles mixen. Fertig! Lecker!



Fazit

Neben den vorgestellten Rezepten habe ich noch ein paar weitere ausprobiert, die alle lecker waren. Hier und da habe ich ein par Zutaten geändert, aber das ist eine Marotte von mir: ich liebe Kochbücher, koche aber fast nie Rezepte 1:1 nach ;) Das Buch eignet sich vor allem für vegane Einsteiger und liefert auch Ideen, um Nicht-Veganer gebührend zu bekochen - für meinen Geschmack sind in einigen wenigen Rezepten arg viele "Sonderzutaten" verarbeitet, andererseits liefern genau diese Rezepte Ideen, wie man Soja-Big-Steaks, vegane Scampi und ähnliches verarbeiten kann (das wüsste ich sonst nämlich nicht). Stefanos Buch macht definitiv neugierig auf die vegane Küche und auch ich werde noch einiges daraus ausprobieren (und mich vielleicht doch einmal an die Big-Steaks wagen).

Kommentare:

  1. mmmh, Cashew-Reispfanne, ganz nach meinem Geschmack! Lecker, lecker!
    Sag mal, magst deinen Gewinn nicht haben? *zwinker*

    Grüßle, Jessi

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  2. Oh, Lassi muss ich auch mal wieder machen. Irgendwie hatte ich das ganz vergessen seit ich vegan bin.

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  3. Ich ernähre mich seit kurzem vegan. Der Lassi sah so lecker aus, dass ich ihn direkt nachgemacht habe. Jedoch finde ich das die Sojamilch einen leicht sauren und sehr penetranten Eigengeschmack hat. Gewöhnt man sich an den Geschmack oder gibt es da auch unterschiede je nach Hersteller?

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