Samstag, 19. Juli 2014

{Produkttest} Katzenfutter von Amicat und Vegusto

"Heute, sagt Frau Schulz, soll ich mal das Reden übernehmen - schließlich habe ich mich ja auch durch die verschiedenen Produkte getestet.
Die Rede ist natürlich von Katzenfutter!

Am allerliebsten esse ich Mäuse. Das liegt nunmal in meiner Natur, aber da Frau Schulz außerordentlich ungern Mäuse kauft (wenn ich es mir recht überlege, hat sie das noch nie getan - Unverschämtheit eigentlich!), esse ich gelegentlich auch mal etwas anderes. Mein Kumpel Mio ist aktuell mal wieder auf Sommerurlaub in der Nachbarschaft und kann daher nicht mitreden - alle Jahre wieder, aber ab Herbst ist er ja wieder da.

Doch zurück zum Futter.
Frau Schulz mischte mir eines Tages ein neues Futter zusammen - hätte sie es nicht mit viel Brimborium angerichtet, hätte ich es gar nicht gemerkt - ich bin nämlich nicht so wählerisch, wie es uns Katzen nachgesagt wird. Trotzdem soll es natürlich schmecken - und das hat es auch.
Die Mischung aus Amicat Trockenfutter, verrührt mit Wasser und getoppt mit etwas Nassfutter von Vegusto (danke an Frau Schulz für die Info, ich bin des Lesens noch nicht ganz mächtig) schmeckt mir jedenfalls.

Doch genug - ich gehe bei diesem schönen Wetter ein bisschen streunen!"


Danke, lieber TomTom, für diese Worte.

Die genannten Katzenfuttersorten finden sich in verschiedenen Onlineshops, z.B. bei boutique-vegan (Danke an dieser Stelle, dass TomTom sich mal durch die Sorten testen durfte :) ).

Die Zusammensetzung ist wie folgt:
1.) AMICAT (Trockenfutter, Alleinfuttermittel)

Maiskleber, Mais, Maiskeimöl, Reisprotein, ganze Erbsen, Erbsenfasern, Bierhefe, Dicalciumphosphat, Leinsamen, hydrolysiertes pflanzliches Protein, Kartoffelprotein, Natriumchlorid, Calciumcarbonat, Rapsöl
Mit Vitaminen A, D3, E, Mineralstoffen Eisen, Jod, Selen, Zink, Mangan, Taurin (0,15%), L-Carnitin angereichert

2.) Vegusto-Cat Forest (Nassfutter, kein Alleinfuttermittel)

Wasser, Weizeneiweiss (Gluten), pflanzliche Öle und Fette (nicht gehärtet), Vegecat?, Hefe, pflanzliche Würze, Reisstärke, Pilze, Bindemittel (Johannisbrotkernmehl, Carraghenan), Steinsalz, Kräuter, Vegecat?: Ascophyllum Nodosum, Kalziumkarbonat, Di-Kalzium Phosphat, DL-Methionin, Taurin, Vitamin B4 (Cholinchlorid), Vitamin E (dl-Alpha-Tocopherolacetat), Zinkoxid, Eisensulfat, Vitamin A-Acetat, Kupfersulfat, Vitamin D2 (Ergocalciferol), Natriumselenit, Vitamin B12   

Veganes Katzenfutter erhitzt immer wieder die Gemüter. Es gibt unzählige Diskussionen zu diesem Thema und jede Seite hat Argumente, die unwiderlegbar erscheinen. Ich habe mich lange mit dieser Thematik auseinandergesetzt, vor allem auch, da es veganes Katzenfutter als Alleinfuttermittel vor allem als Trockenfutter gibt. Daher hat Tommy das Futter auch mit der dreifachen Menge Wasser bekommen - die Anreicherung von Trockenfutter mit Wasser empfiehlt sich übrigens auch bei herkömmlichem Futter.

Ich stehe veganem Katzenfutter immer noch zwiegespalten gegenüber, war aber neugierig, ob die Jungs das Futter überhaupt annehmen. Tommy hat es sofort weggeschlabbert, Mio (als er ein paar Tage später mal wieder zu Besuch war) hat es ebenfalls gefressen.

Zum Thema Tierfütterung und speziell vegane Katzenfütterung sollte sich jeder sein eigenes Bild machen. Meine zwei Jungs haben dank unbegrenztem Freigang die Möglichkeit, draußen zu jagen und sind daher bei einer veganen Fütterung meinerseits dennoch niemals ganz vegan. Wie ich es bei Wohnungskatzen halten würde, kann ich nicht sagen.


Gerne gebe ich Interessierten nachfolgend weitere Links, die zum Thema vegane Katzenernährung informieren (die Gegenseite kommt in anderer Form oft genug zu Wort und soll an dieser Stelle nicht zitiert werden):
Sehr ausführlich setzt PETA sich mit diesem Thema auseinander: https://www.peta.de/vegetarischehundeundkatzen#.U8oXCYGbg94
Hier wird die Meinung eines Tierarztes zitiert: http://www.provegan.info/de/infothek/detailseite-infothek/vegane-katzenernaehrung/

Kommentare:

  1. Meinen beiden schmeckt es auch, aber sie vertragen es nicht gut, das Amicat kommt nach kurzer Zeit da wieder raus, wo es rein ging :/

    LG Angie

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    1. Ahhh, das ist blöd :( Tommy kotzt zum Glück nicht so oft, wenn dann eher, wenn er viel Gras gefressen hat oder zu gierig schlingt (futterunabhängig).

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  2. Hmm, wie du sagtest ist das ein sehr schwieriges Thema. Ich habe von sehr schwerwiegenden Langzeitfolgen gelesen, die den vegan gefütterten Haustieren zu schaffen machen sollen (Organschäden und so). Ich denke, dass es sich nicht vermeiden lässt gewisse Kollateralschäden in Kauf zu nehmen, wenn man auf diesem Planeten lebt. Das bedeutet für mich, dass Tiere wie Katzen und Igel o.Ä. leider Fleisch fressen müssen, da sie biologisch darauf ausgerichtet sind. Bei Omnivoren, wie Hunden, sieht das ein bisschen anders aus. Aber wie gesagt, dass muss wohl jeder für sich ausmachen.

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  3. Hallo :-)
    wir haben eine zeitlang unseren Katzen Ami Cat gefüttert.
    2 mochten es gar nicht so, & eine hat sich auch davon übergegeben.
    Aber die anderen beiden haben es total gerne gegessen.
    Leider hat unser Kater es langfristig gar nicht gut vertragen, & Blut im Urin bekommen....
    Ich fände es zwar schön, auch meine Katzen vegan oder vegetarisch ernähren zu können, aber nicht auf Kosten ihrer Gesundheit. Deswegen bekommen sie jetzt hochwertiges nicht veganes Futter, & unseren drei Katzen & auch dem Kater, geht es wieder gut :-)

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