Dienstag, 13. Januar 2015

{Rezension} Powerfood vegan / Superfoods & 100 Rezepte für mehr Energie


Billas Blog lese ich schon seit geraumer Zeit und schaue immer wieder gern vorbei, wenn mir der Sinn nach kreativer veganer Küche und wunderschönen Fotografien steht. Daher war ich natürlich mehr als erfreut, als mir der Christian-Verlag Billas erstes eigenes Kochbuch Powerfood vegan / Superfoods & 100 Rezepte für mehr Energie zur Verfügung stellte.
Ich habe mich in den vergangenen Wochen kreuz und quer durch das Buch gekocht und gebacken und will die Ergebnisse nun mit euch teilen:

1.) Die harten Fakten

Powerfood vegan ist im Christian-Verlag erschienen und kostet 19,99€. Es ist hochformatig angelegt und eignet sich als Hardcover-Ausgabe perfekt, um es beim Kochen auf der Arbeitsplatte abzustellen.
Das Buch leitet mit einem Vorwort von Billa ein, in dem bereits auf die im Namen hingewiesenen "Powerfoods" eingegangen wird. Wer sich in diesem Bereich noch nicht sattelfest fühlt, lernt in der Einleitung verschiedene Superfoods und ihre Wirkung auf den Körper kennen. Nach weiteren Hinweisen, welche Küchenhelfer in keinem Haushalt fehlen sollten, beginnt der Rezeptteil.  

2.) Die Rezepte

Billa hat hier wirklich an jeden gedacht: vom Frühstück über Snacks, Suppen und Salate, Hauptspeisen, Desserts und Getränke ist wirklich alles dabei. Besonders gut gefällt mir hier der Aufbau der einzelnen Rezeptkapitel: Die einzelnen Gerichte sind als kleine Inhaltsverzeichnisse am Anfang jedes neuen Kapitels aufgeführt, was die Handhabung des Kochbuches enorm erleichtert und für einen übersichtlichen Aufbau sorgt.
Besonders gut gefallen mir zudem die sog. "Benefits", in denen an manchen Stellen die Wirkung einzelner Zutaten beschrieben wird - wieder ein Anklang auf die namengebenden "Superfoods".
Ein Thema, das bei veganen Kochbüchern häufig kritisiert wird, sind die "exotischen" Zutaten - und obgleich ich gerne auch mal aufwändiger koche und backe, schätze ich Bücher, die mich nicht in der ersten Vollmondnacht des vierten Monats in den Stadtgarten schicken, um unter Trauerweiden bei Nieselregen Bergkieselsteine auszugraben, um selbige in einer Kanne gefilterten Einhorntränenwassers oxidieren zu lassen, weil die Erbsensuppe nur mit diesem Einhorntränen-Bergkiesel-Wasser so schmeckt wie sie soll. Billa verzichtet dankenswerterweise auf derlei Spielereien, ohne mit ihren Rezepten ins Gewöhnliche abzurutschen. Die Rezepte sind trotz simpler Zutaten pfiffig, einfach nachzukochen und machen optisch Lust auf mehr!

Ausprobiert habe ich aus der Kategorie POWER-FRÜHSTÜCK den Mango-Kokos-Lassi (S. 29, dank ungeschälter Gurke wurde er dann ziemlich grün, was dem Geschmack aber keinen Abbruch tat ;) ) und die absolut köstliche scharfe Linsencreme (S. 31), wobei die anderen Aufstrichrezepte auch noch ausprobiert werden müssen!
Das SALATBÜFETT bietet neben eher klassischen Salaten wie Kohlrabi-Karotten-Salat (S. 50) auch aussergewöhnliche Kompositionen (unbedingt probieren: Grapefruit-Avocado-Salat, S. 58). Herr Fuchs freute sich zudem über die Karotten-Orangen-Suppe (S. 101) und das Rote-Linsen-Süppchen (S. 103) und in meinem Kühlschrank wartet ein halber Wirsing darauf, schnellstens in Wirsingrouladen mit Quinoa-Dattel-Füllung (S. 132) verarbeitet zu werden. Einzig der Rüblikuchen mit Orangenglasur und Kokosraspeln (S. 156) ließ meine Stirn in Sorgenfalten kippen - selbiger ging nämlich im Ofen herrlich auf, um dann schleunigst in sich zusammenzusacken. Macht aber nichts - Herr Fuchs mampfte den ganzen Kuchen allein auf. Geschmacklich war er überzeugend und Backwaren sind halt die Sensibelchen unter den Kochleistungen ;)

3.) Fazit

Besonders gelungen finde ich die saisonal angepassten Menüvorschläge am Ende des Rezeptteils. Damit wird noch einmal die gute Umsetzbarkeit von veganer Küche in jeder Saison verdeutlicht und Rezepte werden in den Kontext eines mehrgängigen Menüs eingebettet. Auch hier spiegelt sich die liebevolle Arbeit, die hinter diesem Kochbuch steht.

Insgesamt finde ich Billas Buch rundum gelungen: die Fotos sind liebevoll arrangiert, die Rezepte verständlich formuliert und mit dem Angebot unserer Supermärkte abgestimmt - dadurch gelingt das Nachkochen leicht und günstig. Zudem regt Billa mit ihren Rezepten zu eigenen Variationen an, indem sie die positive Wirkung einzelner Zutaten als "Benefits" angibt.

Karotten-Orangen-Suppe



























1 Kommentar:

  1. Völlig überraschend stolpere ich hier über eine Rezession meines Powerfood-Kochbuches, wie toll! Und die Frau Schulz hat gut erkannt, vorauf es mir ankommt: vegane Gerichte, die alltagstauglich sind, schnell zuzubereiten sind und ohne exotische Zutaten. Wenn es dann noch schmeckt, habe ich alles richtig gemacht ; ) Und zu dem Rüblikuchen kann ich nur sagen: das hat er noch nie bei mir gemacht (klingt irgendwie nach Hundebesitzer) und ich habe ihn schon oft gebacken. Bei mir geht er auch nicht wirklich auf... naja, backen ist halt Chemie... vielen Dank, das du dir die Zeit genommen hast und ich bin gespannt, wie die anderen Gerichte bei dir und Herrn Fuchs ankommen.
    Es grüßt die Billa

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