Dienstag, 20. Januar 2015

{Rezension} Vegan für mich (Nicole Fischer)



Das Buch "Vegan für mich" von Nicole Fischer hat mich vor allem aufgrund des ganzheitlichen Konzeptes angesprochen: So verbinden sich in diesem Kochbuch vegane Rezepte mit Übungen, die "einfach und effektiv" durch den Alltag begleiten sollen.

1.) Die harten Fakten
"Vegan für mich" erschien 2014 im Christian-Verlag und ist für 24,99€ zu haben. Es ist broschiert erschienen und mit knapp DIN-A-4 großen Seiten ein großformatiges Kochbuch.
Das Buch ist in drei große Kapitel unterteilt, wobei die Autorin in der Einleitung zunächst erklärt, was vegane Ernährung bedeutet. Inwieweit der 21-Tage-Plan, der bei der Umstellung auf eine vegane Ernährung helfen soll, erfolgreich ist, kann ich leider nicht beurteilen, da ich mich ja bereits vegan ernähre ;) Die Fakten, die für eine vegane Ernährung sprechen, werden immer wieder durch persönliche Erfahrungen der Autorin aufgelockert, sodass das Gefühl des berühmten Zeigefingers, der drohend Richtung Leser winkt, ausbleibt.
Im zweiten Teil des Buches werden verschiedene Übungen vorgestellt, die sich nach Ruhe/Entspannung, Kraft und Flexibilität aufteilen lassen. Die Übungen laden dank fotografischer Begleitung zum Nachmachen ein und sind leicht umzusetzen.
Ebenso leicht umsetzbar sind die Rezepte, die im letzten Teil des Buches vorgestellt werden.

2.) Die Rezepte
Der Rezeptteil gliedert sich in insgesamt sieben Teile: Küchenhilfen und Saucen, Drinks, Frühstück, Suppen, Leicht genießen, Voll satt und Sweets. Da Nicole Fischer in der Einleitung begründet, auf welche Lebensmittel sie neben tierischen Produkten verzichtet, kommen die Rezepte weitestgehend ohne "ungesunde" Zutaten wie Weißmehl, etc. aus.
Ich habe mich bei den Rezepten natürlich nur zu gern ausgetobt und mich durch die ganze Palette genascht: Angefangen beim Sellerie-Orangen-Ingwer-Smoothie (S. 79/79 - hui, furchtbar gesund ;) ), schlemmte ich mehr als einmal das Bananen-Kokos-Porridge (S. 92/93). Die Müslivariationen (S. 96/97) haben meine alltäglichen Frühstücksbreie noch einmal um neue Zutaten erweitert und der Gemüse-Tofu-Mix (S. 120/121) traf ebenfalls meinen Geschmack. Neben den unzähligen Zetteln, die unbedingt noch nachzukochende Rezepte kennzeichnen (bspw. Sushi-Maki, Tofubällchen in indischer Tomatensauce oder auch der Kartoffel-Bohnen-Pie), haben mich vor allem die Schoko-Bananen-Muffins (S. 182/183) so nachhaltig überzeugt, dass sie fester Teil meiner Backliste geworden sind und auch schon dreimal in den letzten acht Wochen gebacken wurden.



3.) Fazit
Das Buch wirbt damit, das "Erste Vegan-Buch für Frauen" zu sein. Warum genau es nun nur für Frauen taugen soll, konnte ich nicht so recht nachvollziehen. Die Rezepte haben meinem Herrn Fuchs jedenfalls ebenso geschmeckt wie mir und die Fitnessübungen, die zu Beginn des Buches stehen, eignen sich zur Entspannung ebenfalls geschlechtsübergreifend ;)

Abschließend kann ich sagen, dass mir das Buch "Vegan für mich" gut gefallen hat, wobei es meiner Meinung nach aber eher für Personen konzipiert ist, die am Anfang der veganen Ernährung stehen. Daher empfehle ich das Buch eher veganen Startern, die Freude an liebevoll komponierten Bildern, leichten Fitnessübungen und gut umsetzbaren Rezepten haben, die zum großen Teil ohne sog. "Ersatzprodukte" auskommen.

Vielen Dank an den Christian-Verlag, der mir das Buch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.

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