Dienstag, 3. Februar 2015

{Rezension} Vegan - schnell, schnell


Man beachte die ganzen Markierungen, die auf noch zu kochende Rezepte verweisen ;)

1.) Die harten Fakten
"Vegan - schnell, schnell" ist das zweite Buch der Köchin Josita Hartanto und erschien 2014 im Neun Zehn Verlag Walter Unterweger. Wer meinen Blog kennt, weiß, dass mich das erste Buch "Vegan genial" schlicht vom Hocker gerissen hat - daher war ich gespannt, wie es mir mit diesem Exemplar ergehen würde. Die Autorin hält sich nicht mit großen Vorreden über Veganismus oder veganes Leben auf, was ich positiv werte, da mir an vielen Kochbüchern der "vegane Zeigefinger" missfällt (mehr Zeigefinger, weniger Platz für Rezepte ;) ). Neben kurzen Tipps zu Grundzutaten und der wichtigsten Ausrüstung, findet sich zu Beginn noch eine Übersicht, mit welchen Produkten man bei Zeitmangel schnell mogeln kann. Die rund 90 Rezepte, die daraufhin folgen, werden in die Teile Suppen & Vorspeisen, Hauptgerichte, Snacks & kleine Sattmacher und Desserts & anderer Süßkram gegliedert.

2.) Die Rezepte
Neben den gut nachvollziehbaren Kochanweisungen zeichnet sich dieses Kochbuch besonders durch die ausgesprochen stilvoll in Szene gesetzten Food-Fotos aus. Jedem Rezept ist ein seitenfüllendes Bild gewidmet, das sofort Lust auf mehr macht. Wie dem Titel des Buches zu entnehmen ist, sollen die Rezepte diesmal besonders schnell umzusetzen sein - maximal 45 Minuten setzt die Autorin an, wobei die meisten Rezepte in unter 30 Minuten nachzukochen sind.
Ich habe mich an einigen Rezepten versucht und tatsächlich brauchten die meisten Gerichte nicht lange, bis sie auf dem Tisch standen: Die Süßkartoffelpuffer mit Guacamole (S. 32) sorgten bei Herrn Fuchs für zufriedenes Schmatzen und außer den beiden Puffern, die ich zwecks Foto zur Seite stellte, blieb mir von dem Essen sonst nur der gute Duft ;) Um Herrn Fuchs ein wenig Kochen beizubringen, verdonnerte ich ihn zum Probekochen der Rucola-Senfrahmsuppe (S. 38), welche erwartungsgemäß gut schmeckte, wobei mir da ein bisschen der Pfiff fehlte - ebendieser Pfiff ist sonst nämlich in allen Rezepten durchaus vorhanden, die ich von Josita Hartanto kenne.
Die Paprikasauce, die sie zu ihrem Nudelsalat (S. 126) kreierte, war für mich schon ein Huchgenuss - absolut unerreichbar ist allerdings die Paprikasauce, die es zum Ratatouille-Gratin (S. 102) - meinem bisherigen Highlight des Buches! - gab. Die Sauce schmeckte nach der ersten Abschmeckrunde schon so gut, dass ich spontan die doppelte Menge kochte und Herr Fuchs und ich uns ausgesprochen fabulös an diesem Essen gütlich taten. Gleichsam lecker, aber schon der Natur des Gerichtes nach weniger raffiniert, dafür umso schneller auf dem Tisch, waren die Mac und Avocado (S. 78), die ebenso schnell gegessen wie zubereitet waren. Eine cremige Avocadosauce zu Nudeln schmeckt sogar Herrn Fuchs, der neuem Gemüse (wir verraten jetzt mal nicht, dass Avocado eigentlich eine Beere ist - die mag Herr Fuchs nämlich nicht sonderlich) immer etwas skeptisch gegenüber steht.

Doch auch über diese bereits getesteten Rezepte hinaus gibt es allerlei Leckeres, was noch ausprobiert werden muss - mal sehen, was davon fastentauglich ist und was (leider) bis in den Frühling warten muss: Die Kokosnuss-Linsencookies mit Sternfruchtsalsa (S. 154) wünscht sich Herr Fuchs, mich spricht ja neben dem (fastentauglichen und Herr-Fuchs-mag-keinen-Kohl-untauglichen) Spitzkohl aus dem Ofen (S. 120) vor allem der Vanillespargel mit Tomatenmayonnaise (S. 76) an.

Nudelsalat (S. 126)

Süßkartoffelpuffer mit Guacamole (S. 32)

Ratatouille-Gratin (S. 102)
3.) Fazit
Ich gebe es zu - ich bin absolut voreingenommen! Das erste Buch der Autorin, das mir damals Mia zur Bachelorarbeit schenkte, hat mich ja schon überzeugt und daher stand auch der Nachfolger von Beginn an hoch im Kurs. Dennoch musste er sich natürlich beweisen und das hat er getan. Kreative Rezepte, die man je nach Tages- und Jahreszeit spielend leicht und vor allem schnell zubereiten kann, überzeugen mich auch in diesem Fall vollends. Geschmacklich sind die Gerichte immer gut abgestimmt, bieten neue Anregungen (die wunderbare Paprikasauce wird es auch außerhalb von Ratatouille-Gratin weiterhin zu Reis / Kartoffeln / etc. geben!) und lassen Raum für eigene Ideen. Der Preis von 19,95€ ist angesichts der Menge von Rezepten, der tollen Präsentation und der großformatigen Erscheinung durchaus angemessen. Obgleich ich das Buch nun schon habe, landete es in der vergangenen Zeit bereits zweimal im Einkaufskorb, um es zu verschenken - und das sollte als Fazit reichen ;)


Vielen Dank an den Neun Zehn Verlag Walter Unterweger, der mir das Buch kostenfrei zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.

Kommentare:

  1. Ich bin bei Josita Hartano auch sehr postitiv voreingenommen!

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  2. Ich wünschte, Du hättest die Rezension nie geschrieben...;-). Denn ich gestehe, auch ein Fan von Josita zu sein... und eigentlich hatte ich mir vorgenommen, erst einmal keine neuen Kochbücher zu kaufen, sondern mich aus meinem gespeicherten, ausgedruckten Rezepteschatz zu bedienen.. aber wenn ich lese: Süßkartoffelpuffer mit Guacomole, Nudelsalat mit Paprikasauce und Kokosnuss-Linsencookies, etc... fürchte ich, werde ich doch schwach ;-), Und noch nicht einmal preismäßig kann Frau meckern...
    LG, Natascha.

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