Dienstag, 26. Mai 2015

{Rezension} Kick it vegan!


1.) Die harten Fakten
Das Buch Kick it vegan! von Ilja Lauber erschien im vergangenen Jahr im Neunzehn Verlag und ist als eine Kombination aus sportlichem Ratgeber und Kochbuch ein Novum in meiner Küche. Aus diesem Grunde werden nachfolgend nicht nur die Rezepte vorgestellt, die sich im zweiten Teil des Buches in Basics, Suppen & Salate, Hauptgerichte, Snacks & Beilagen, Sweets & Desserts, Aufstriche & Dips sowie Drinks & Shakes aufteilen. Darüber hinaus soll auch der immerhin gut 120 Seiten umfassende Sport- und Motivationsteil näher beleuchtet werden. Da die auf über 300 Seiten gezeigten Tipps und Tricks auch ansprechend präsentiert werden sollen, kommt das Buch als Hardcover und großformatig daher, was mir sehr gut gefällt.

2.) Kick it - mit Sport und Tipps zur Traumfigur.
Das Buch ist kein klassisches Diätbuch, auch wenn es so vielleicht zunächst erscheinen mag - vielmehr werden Tipps gezeigt, mit denen man seine Wunschfigur erreichen und zugleich das allgemeine Befinden verbessern kann. Das allerdings braucht Zeit - Versprechen wie "6 Kilo weniger in 3 Tagen" sucht man also vergebens: "Zur Wunschfigur gibt's keine Abkürzung", heißt es daher schon zu Beginn. Das Buch richtet sich zudem nicht nur an Abnehmwillige: Es bietet vielmehr ein Ernährungs- und Sportkonzept für Sportler, Sportwillige, Veganer, Veganwillige, Abnehm- oder auch Zunehmwillige.
In dem Kapitel Warm up geht es daher zunächst um Veganismus, dessen Ernährungsgrundlagen, Clean Eating, Mikro- und Makronährstoffe und ganz allgemein um Basics, die gleichermaßen für vegane Einsteiger und Veganerprobte interessant aufbereitet wurden. Doch auch der Sport kommt hier nicht zu kurz: Es geht zunächst darum, für sich selbst den passenden Sport zu finden und da hilft die Vorstellung verschiedener Sportarten natürlich gut, einen ersten Überblick zu bekommen. Ebenfalls finden sich hier neben der Vorstellung verschiedener Trainingstypen auch ganz allgemeine Hinweise in Form des "Workout 1x1".
Mit diesem 1x1 schließt das Sportthema ab und der Blick wird auf veganes Kochen und Rezepte gelenkt.

3.) Die Rezepte
Zunächst werden einige Basics der veganen Küche vorgestellt und hinsichtlich ihrer Zutaten, ihres Nährwertes und ihres Nutzens für uns untersucht. Danach sollen wie zuvor im Bereich des Sports eigene Ziele formuliert werden, deren Erreichbarkeit dann in Form eines "Masterplans" näher erläutert wird.
Beispiel: "Ich will abnehmen"
Hierzu gibt es verschiedene Typen - der eine isst gerne viel und/oder oft, der andere eben nicht. Getrennt werden beiden Typen Lebensmittel zugewiesen, die sich besonders eignen, um das Ziel abzunehmen zu erreichen. Zudem werden in diesem Kapitel auch die Hinweise, die jedes Rezept begleiten, vorgestellt: [highKCAL] weist bspw. hochkalorische Rezepte aus, die entweder für Personen geeignet sind, die selten/wenig essen und abnehmen wollen oder die zunehmen wollen. In gleicher Weise werden auch günstige Rezepte als [cheap], usw. gekennzeichnet. Nach einigen Beispielplänen, die jeweils auf eine Woche ausgelegt sind, folgen die Rezepte.
Diese sind einfach nachzukochen und laden dazu ein, viel selbst zu machen. Ich habe bspw. das erste Mal ganz einfach Sojajoghurt (S. 140) hergestellt und war von dieser kostengünstigen Alternative total begeistert. Andere specken bekannte Rezepte merklich ab, so zum Beispiel die Blumenkohlcreme-Suppe (S. 166) oder die Miso-Ramen (S. 158), die beide dennoch geschmacklich überzeugen konnten. Auch das Kichererbsen-Ratatouille (S. 198) schmeckte gut, wobei ich jeweils das Erythrit, das als Zuckerersatz verwendet wird, weggelassen habe.

Blumenkohlcremesuppe
Kichererbsen-Ratatouille
4.) Fazit
Wer gerne fitter, schlanker oder kräftiger werden möchte und dies gesund und mit motivierenden Worten, der ist mit diesem Buch genau richtig. Kick it vegan! macht einfach Lust auf mehr: auf mehr Sport, mehr essen, mehr kochen und mehr Bewegung.

Die Rezepte sind zum großen Teil nichts weltbewegend Neues - allerdings wird gezeigt, wie man mit ein paar kleinen Änderungen ein hochkalorisches Gericht abspeckt oder eher leichte Gerichte mit wenigen Kniffen zu Kalorienbomben verwandelt. Dazu sind die Portionsgrößen endlich einmal nicht in homöopathischen Dosen, sondern ausreichend groß, sodass man von den Portionen tatsächlich satt wird.
Ich selbst gehöre eher zur Kategorie "isst gerne, viel und oft, möchte aber trotzdem immer ein bisschen abnehmen" und ich habe in dem Buch neue Anregungen gefunden, meinen eigenen Zielen ein Stück näher zu kommen.
Für mich ist Kick it vegan! daher eine gelungene Abwechslung auf dem Kochbuchmarkt und wird (wie man an den vielen gelben Markern in Bild 1 sieht) auch weiterhin zu Rate gezogen werden.

Vielen Dank an den Neunzehn Verlag, der mir das Buch kostenfrei zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.

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