Samstag, 31. Oktober 2015

{Rezept} Veganer Pumpkin Pie

Ich wollte schon immer einen klassisch-amerikanischen Kürbiskuchen backen - und das, obgleich ich zu vorveganer Zeit nie einen Pumpkin Pie aß. Irgendwie geisterte mir aber dieser Kuchen im Kopf herum: saftig stellte ich ihn mir vor, mit einer herrlichen Aromatik und einem ZUsammenspiel von Kürbis, Zimt und mürbem Teig.

Gestern war es dann endlich so weit:
Ich schnappte mir allerlei Zutaten, legte mir ein Sammelsurium an Rezepten zurecht, um dann alle zu verwerfen, und buk schließlich diesen Pumpkin Pie (natürlich vegan). Den Teig drapierte ich in Anklang an Herrn Fuchs' und "mein" Lied "Sie mögen sich" von Käptn Peng.




Man nehme...
...für den Teig
120 g Margarine

270 g Mehl
Prise Salz
50 g Zucker
ca. 5 EL Wasser

Alle Zutaten rasch miteinander verkneten. Im Kühlschrank parken bis die Füllung fertig ist.

...für die Füllung
430 g Kürbispüree*
150 g Kokosmilch**
2 TL Zimt
Prise geriebene Muskat
130 g Rohrzucker
Prise Salz
3 EL Speisestärke, vermischt mit 2 EL Kokoswasser***

Alles mit einem großen Schneebesen vermischen. Probieren und für himmlisch befinden!

Nun den Teig aus dem Kühlschrank nehmen und 3/4 davon in eine gefettete Tarte-Form drücken. Mit einer Gabel mehrfach einstechen und die Füllung darauf verteilen.

Den Ofen derweil auf 200°C Ober-/Unter-Hitze vorheizen.

Den restlichen Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und nach Lust und Laune entweder Figuren ausstechen oder lange Teigstreifen gitterförmig auf die Füllung legen.

In den Ofen schieben und bei 200°C ca. 40 min. backen.







Vollständig auskühlen lassen und erst nach einigen Stunden anschneiden.  



*Für das Kürbispüree einfach einen Hokkaido in wenig (!!!) Wasser gar kochen. Wasser abgießen und die entsprechende Menge Püree abwiegen und das restliche Püree entweder als Basis für eine Kürbissuppe nehmen, noch einen Kürbiskuchen backen oder einfach ins morgendliche Porridge geben.

**Von der Kokosmilch habe ich nur das Feste oben drauf genommen. Dazu eine Dose Bio-Kokosmilch einfach ohne zu schütteln öffnen und die feste Kokoscreme abschöpfen.

***Das übrige Kokoswasser in der Dose kann man bspw. in den Smoothie geben, einfach so trinken oder in einem Kuchenteig verbacken. Am besten füllt man es in eine saubere Glasflasche und bewahrt es bis zur weiteren Verwendung im Kühlschrank auf. Hält sich bis zu 3 Tagen.


Dauer: 10 min. Füllung basteln + 10 min. Teig vorbereiten + 40 min. Backzeit = 1h bis zum perfekten Pumpkin Pie!

Ergibt 1 große Tarteform voller Pumpkin-Liebe 

Dienstag, 27. Oktober 2015

{Sport} Spartan Race BEAST in Oberndorf/Tirol

In einem Anfall von Wahnsinn habe ich mich nach meinem zweiten Spartan Race in Köln/Wiehl dazu entschlossen, mich auch in den Alpen beim Spartan Race BEAST zu versuchen. Die Motivation war unter anderem, dass man - so man alle drei Rennen der Spartan-Race-Serie in einem Kalenderjahr beendet - eine große Medaille zusammensetzen kann: die Trifecta. Und nachdem ich bereits in München und eben Köln/Wiehl gezeigt hatte, dass ich mich durchbeißen kann will, machte ich mich im September auf den Weg nach Oberndorf in Tirol.

Ich startete den Lauf mit der Freundin, mit der ich schon München bestritten hatte. Da wir beide wenig Lust hatten, vor dem Race 5-6 Stunden Anreise zu haben, übernachteten wir sowohl vor als auch nach dem Race in einer kleinen Pension.
 

Wir schlugen uns also durch den Feierabendverkehr diverser Bundesländer, bevor wir nachts unser Ziel erreichten. Schlags kaputt fielen wir nur noch ins Bett und wurden am 12.09.2015, dem Wettkampftag, mit diesem herrlichen Anblick belohnt.

Verdammt - mir hätte da schon klar sein müssen, wie krass der Lauf wird!

Die Anreise zum Startplatz, der knapp 30 km von unserer Pension entfernt lag, verlief erwartungsgemäß reibungslos und auch ein Parkplatz war schnell gefunden. Die Zeit bis zum Start vertrieben wir uns mit Bananen mampfen (ich) und Dehnübungen machen (ebenfalls ich).
Um kurz nach 12 hievten wir uns schließlich mit klopfenden Herzen in den Startbereich, wohlwissend, dass es jetzt hart werden würde: Der Spartan Race BEAST ist mit mindestens 20 km und mindestens 25 Hindernissen ausgeschrieben. Nach meiner Erfahrung bei den beiden anderen Spartan-Läufen wusste ich aber, dass die ausgeschriebenen Kilometer stets übertroffen werden - die Frage war nur, um wieviel.

Als der Anheizer uns endlich starten ließ, rannten wir mit der ganzen Meute los - und ich war schon vor dem ersten Hindernis die letzte. Das war allerdings nicht weiter tragisch, wusste ich doch, dass ich dank meines Marathontrainings eine gute Grundlagenausdauer hatte und einige der Schnellstarter wieder einholen würde.
Wir dümpelten zunächst ein wenig vor uns hin, sprangen in ein quitschkaltes Schwimmbad (sehr cooles Hindernis), kletterten ein bisschen in den Bergen herum, liefen auf Waldwegen und überwanden ein Baugerüst. Doch auf den Wegen zwischen den Hindernissen merkte ich, dass ich nicht den ganzen Lauf mit meiner Freundin bestehen würde. Sie war eher im Kraftbereich angesiedelt, während ich mich im Ausdauersport übe. Das führte dazu, dass sie sehr schnell gehen musste, während ich noch joggen wollte. Schweren Herzens trennten wir uns daher an der ersten Verpflegungsstelle nach ca. 5km.

Nun war ich auf mich allein gestellt. Mein Schwachpunkt sind nach wie vor Hindernisse, für die man Kraft im Oberkörper braucht. Sehr gut dagegen kam ich mit den teils recht langen Strecken zwischen den Hindernissen klar.

Zunächst liefen wir ein bisschen am Fuße eines malerischen Berges entlang, bis wir dann durch einen Fluss wateten, um auf der anderen Seite zu einem Kanal zu gelangen. Diesen Kanal liefen wir leicht bergauf entlang, dieFüße immer im kalten Gebirgswasser, das durch den Kanal floss. Vorbei ging es an Wiesen und Weiden, immer höher, immer weiter, bis ich schließlich in einem Wald ankam. Im Wald ging es steil bergauf.

Mittlerweile hatte ich wieder Anschluss zu anderen Läufern gefunden, kraxelte also nicht mehr alleine herum, sondern lebte immerhin mit der Hoffnung, dass mich im Falle eines Absturzes jemand retten würde.
Es ging unter Stacheldraht durch - unter vieeeeel Stacheldraht - und dort traf ich zufällig einen Läufer, mit dem ich in Köln/Wiehl einen Großteil der Strecke bewältigt hatte. Wir liefen gemeinsam weiter, immer im Anstieg, immer nach oben.

Die Strecke führte eine Alm hoch und ich musste mich an der nächsten Verpflegungsstelle von dem befreundeten Läufer verabschieden, da ich den Berg schneller hochkraxelte. Ich dankte nicht nur einmal dafür, dass ich regelmäßig laufen gehe - die Distanz gehend zu bewältigen, konnte ich mir einfach nicht vorstellen.

Der schlimmste Abschnitt war sicherlich der, bei dem auf ca. 700 m Strecke rund 150 Höhenmeter kamen - und diesen bergigen Pass kämpften wir Spartaner uns mit einem Sandsack als Gewicht auf den Schultern hinauf. Und auch wieder hinunter. Auf dem Weg nach unten lernte ich S. kennen - wir Spartaner halten zusammen und eine so verquatschte Frau wie ich lernt auf jedem Lauf Gott und die Welt kennen.

Die Hälfte des Laufes hatten wir derweil hinter uns gebracht und fortan lief ich mit S. gemeinsam. Er lief mein Tempo und wir joggten gemeinsam die Strecken zwischen den Hindernissen. Mittlerweile war es spät geworden: von dem erklommenen Berg waren wir wieder herunter geklettert, hatten uns erneut durch den Wald geschlagen, weitere drei Sachen geschleppt (Baumstamm, Eisenkette, erneut ein Sandsack) und hatten ca. Kilometer 20 erreicht. Geschwitzt und fluchend schauten wir auf das Ziel, wohlwissend, dass es noch kilometerweit entfernt war.

Ich hatte vor dem Start auf 23 - 24 Kilometer Gesamtstrecke getippt - und wurde dennoch überrascht. Ca. bei Kilometer 22 ging es nämlich in ein altes Kieswerk. Mit allerlei neuen Hindernissen: Reifenziehen machte davon noch am meisten Spaß - weniger spaßig war es, einen großen Plastikeimer mit nassem (!) Schotter zu füllen und unter den Augen der Streckenposten einmal im Kreis um einen großen Platz zu schleppen.


Doch ich verlor meinen Mut nicht - schließlich bin ich ein Optimist und ich hatte genug Startgeld bezahlt, um dieses Martyrium auskosten zu dürfen ;)

Aus dem Kieswerk raus, ging es erneut unter Stacheldraht durch und endlich Richtung Ziel! Natürlich durften die unvermeidlichen Schlammgruben nicht fehlen und nachdem ich über den letzten Schlammberg gerobbt war, setzte ich zu meinem Sprung über das Feuer an!


Nach sagenhaften 5 Stunden und 58 Minuten Tortur war ich im Ziel - und das bei einer Strecke von 27 (!!!) km.

T-Shirts gab es dieses Mal nur unisex, sodass mir mein Shirt jetzt als Nachthemd dienen kann. Scheinbar haben die Veranstalter so wenige Frauen für die lange Distanz gelistet, dass sich eine frauentaugliche Größe S nicht gelohnt hat.
Die ergatterte Medaille dagegen passt jedem gleich gut und das dritte Medaillendtück schließlich komplettierte meine Trifecta:



Fazit: Der Spartan Race BEAST hat mir von allen drei Läufem am besten gefallen! Es macht einen Heidenspaß, der Zusammenhalt auf der Strecke war wieder goßartig und ich bin einfach rundum zufrieden mit dem Event.
Und scheinbar sind meine Muskeln lernfähig: bereits einen Tag nach dem Lauf konnte ich meine Arme wieder heben - das ging nach den letzten Läufen nicht so schnell ;)
 

Wie ist es mit euch? Mögt ihr Hindernisläufe auch oder könnt ihr damit gar nichts anfangen?



Sonntag, 25. Oktober 2015

{Rezept} "Mixed Bowl" oder: eine Schüssel voller Glück


Vor einiger Zeit bin ich auf den Trend aufmerksam geworden, sein Essen in einer Schüssel anzurichten und als - so es denn aus überwiegend grünen Zutaten besteht - "green bowl" zu bezeichnen. Irgendwie konnte ich mir nicht so recht vorstellen, dass das schmeckt. In einer Schüssel werden bei mir vornehmlich mein morgendliches Porridge, Overnight-Oats, Suppe oder Eintopf serviert. Alles andere landet auf einem Teller, schön ordentlich nebeneinander drapiert und angerichtet.
Verschiedene Komponenten miteinander vermischen fand ich schon immer unangenehm: Ich erinnere mich da allzu gerne an das Geschwisterkind, die ihre Pellkartoffeln immer mit der Gabel zerdrückte, sie dann mit dem Kräuterquark mischte und dieses Gepampe aß. Da grauste es mir, die mit ordentlich geschnittenen Kartoffeln auf der einen und fein säuberlich davon getrenntem Quark auf der anderen Seite des Tellers immer nur ein Kartoffelstückchen nach dem anderen in den Quark tunkte.

Ähnliches lösten die Bilder der - zugegeben sehr hübsch angerichteten - "bowls" in mir aus. Möchte ich etwas gemischt essen, koche ich mir halt eine Suppe oder einen Eintopf.

Doch wie das Leben so ist - irgendwann siegte die Neugierde über meine sorgsam gepflegte, althergebrachte Ablehnung und so warf ich auch alle möglichen Zutaten in eine Schüssel. Und siehe da: es schmeckte herrlich!!!

Ich weiß zwar nicht, ob meine Zubereitungsart im Sinne des Erfinders ist, aber so wird eine prima Möglichkeit daraus, Reste zu vernichten.

Übrigens: für mich gehört mindestens eine warme Komponente dazu - sei es wie in diesem Fall Pfannegemüse oder auch gedämpftes Gemüse wie Brokkoli, etc.

Man nehme...
2 Pellkartoffeln
etwas Basilikumtofu
Rest Ofengemüse (bei mir waren es Karotten)
ein Stück Gurke
1/2 Avocado
1 kleine Zucchini
1 Tomate
1 handvoll TK-Erbsen
Olivenöl
Saft 1/2 Zitrone
Salz & Pfeffer
frische Kräuter (bspw. Minze, Petersilie, Salbei, Basilikum)

Zucchini in Scheiben schneiden und in etwas Olivenöl anbraten. Dann die entkernte und gewürfelte Tomate zugeben, ebenso die TK-Erbsen, und alles so lange braten, bis die Zucchini gar ist. Mit Salz und Pfeffer (und nach Bedarf Currypulver) abschmecken und in eine Schüssel geben.
Derweil nach Lust und Laune die Pellkartoffeln schälen (oder eben nicht), das Ofengemüse aufwärmen (oder eben nicht) und in gefällige Stücke schneiden. Gurke und Avocado aufschneiden, ebenso den Tofu.
Alles hübsch in einer Schüssel anrichten, Avocado mit Zitronensaft beträufeln und mit den frischen Kräutern garnieren.

Essen und staunen, wie lecker dieses Gericht schmeckt, OBWOHL es aus einer Schüssel kommt ;)


Dauer: 5 min. Reste sammeln + 5 min. irgendwas aufwärmen + 5 min. Schüssel bestücken = 15 min. bis zum pfiffigen Resteessen

Singlelicious






Samstag, 24. Oktober 2015

{Rezept} Herbstliche Pilzpfanne



Pilze gehören zu den Lebensmitteln, die ich gerne in großer Zahl zubereite, wenn Herr Fuchs aus dem Haus ist (oder seinen Wunsch nach "Nudeln mit Pesto!" durchgesetzt hat). Irgendwie gibt es was Pilze angeht ja kein Mittelmaß. Ich kenne keinen, der Pilze "ganz ok" findet. Entweder gibt es Pilzverfechter (mich) oder Pilzverächter (Herrn Fuchs).

Diese Pilzpfanne ist aber mehr als meine sonst so innig geliebte Pilzpfanne:
Dank cremiger Avocado bekommt sie Gewicht, die Zwiebeln und der Knoblauch verleihen ihr eine angenehme Würze und für den Frischekick sorgt der grüne Spinat. Das ursprüngliche Rezept könnt ihr in "Vegan quick & easy" nachlesen - noch sieben Tage habt ihr übrigens Zeit, an meinem Gewinnspiel teilzunehmen, bei dem es dieses Kochbuch zu gewinnen gibt!

Man nehme...
2 Schalotten
500 g gemischte Pilze (ich habe mich für Kräuterseitlinge, Champignons, Austernpilze und Pfifferlinge entschieden)
4 Knoblauchzehen
1 Zweig Thymian
3 EL Olivenöl
Saft 1/2 Zitrone
1 Avocado
100 g frischer Spinat
Salz & Pfeffer

Pilze putzen (dabei nur abbürsten, nicht waschen!) und in große Stücke schneiden. Schalotten schälen und vierteln. Knoblauchzehen mit dem flachen Messer andrücken. Thymian ggf. waschen und trocken schütteln und die Blättchen abzupfen.

Eine große Pfanne stark erhitzen, die Pilze dann ca. 1 min. ohne Fett darin anbraten. Dann das Öl hinzugeben und Schalotten, Knoblauch und Thymian ebenfalls zugeben. Die Pilze braun braten und mit Salz, Pfeffer und etwas Zitronensaft würzen.

Die Avocado halbieren und entkernen. Das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus der Schale löffeln und in grobe Stücke schneiden.
Kurz bevor die Pilze fertig sind, kann man die Avocado unterheben und mitbraten.

Den Spinat zwischenzeitlich waschen, trockentupfen und kurz vor dem servieren in die Pfanne geben. Alles vermischen und mit einigen Scheiben Vollkornbrot servieren.

Dauer: 10 min. Vorbereitung + 10 min. Bratspaß = 20 min. bis zum neuen Lieblingsessen

Traute Dreisamkeit



Und nun Hand auf's Herz: Seid ihr Pilzverfechter oder Pilzverächter?

Mittwoch, 21. Oktober 2015

{Rezept} Nudeln mit Kürbissauce und krossem Räuchertofu


Dieses Rezept ist für Cookie: Vor gut zwei Jahren fielen Angie und ich bei meinem ersten Wienbesuch spontan bei ihr ein und wurden auf höchstem Niveau bekocht! Im Nu standen Vollkornnudeln mit einer sämigen Kürbissauce und krossen Zucchini-Tofu-Würfeln sowie knusprigem Salbei vor uns und wir saßen staunend vor unseren Tellern, entzückt über das, was wir sahen!

Seitdem habe ich mir eintausend Mal vorgenommen, dieses Gericht nachzukochen - und es neunhundertneunundneunzig Mal nicht geschafft. Völlig zu Unrecht, daher war es an diesem Wochenende so weit: Herr Fuchs und ich hatten Butternusskürbis vom Vortag übrig, was geradezu nach Nudeln mit Kürbissauce rief.

Also schwang ich meinen Kochlöffel, trocknete Salbei, briet Tofu und hatte im Nu ein tolles Abendessen für die fuchs-schulz'sche Familienküche.

Man nehme...
500 g Nudeln
1/2 Butternutkürbis (groß)
etwas Sojacuisine
etwas Gemüsefond
200 g Räuchertofu
1 handvoll frischen Salbei
4 kleine Zweige frischen Rosmarin
4 Zehen Knoblauch
Salz, Pfeffer

Idealerweise hat man ca. 1/2 Kürbis vom Vortag übrig ;) Wer das nicht hat, der halbiere den Butternutkürbis, entferne die Kerne, ritze ihn ein, beträufele ihn mit etwas Öl und Salz und gare ihn so drapiert bei 175° C 30 min. - 40 min. im Ofen. Alternativ nehme man einen kleinen Hokkaido, schneide ihn in dicke Streifen, entkerne ihn zwischendurch und gare ihn bei gleicher Temperatur ca. 20 min. im Ofen.

Den gegarten Butternutkürbis einfach auslöffeln und das Fruchtfleisch in einen Topf geben. Mit etwas Sojacuisine und Gemüsefond anrühren und erhitzen. Anschließend pürieren und so lange Flüssigkeit zugeben, bis eine cremige Sauce entstanden ist. Kräftig abschmecken und bei geringer Hitze warm halten.
Salbei, Rosmarin sowie die ungeschälten Knoblauchzehen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech geben und ohne Fett im Ofen bei ca. 175°C einige Minuten rösten.
Räuchertofu sehr klein würfeln und ohne Fett in einer heißen Pfanne rundum gold-braun anbraten.
Derweil die Nudeln in ausreichend Salzwasser bissfest garen, abschütten und mit etwas Olivenöl begießen.

Nudeln mit der Kürbissauce begießen, Räuchertofu und Kräuter daraufgeben. Die Knoblauchzehen abziehen und auf dem Nudelberg anrichten.


Dauer: 10 min. Nudeln kochen + 10 min. Kleinarbeit = max. 20 min. bis zum perfekten Kürbisresteessen

Traute Dreisamkeit

Montag, 19. Oktober 2015

{Rezension} Vegan quick & easy von Björn Moschinski


1.) Die harten Fakten
Das Buch Vegan quick & easy von Björn Moschinski erschien vor kurzem im Südwest Verlag. Es ist ein schickes Hardcover-Buch, das sich mit der schnellen, veganen Küche auseinandersetzt. Die Rezepte sollen schnell und einfach zubereitet sein, entsprechend wurden auch die Kategorien benannt: Nach kurzem Gruß- und Vorwort folgen die Rubriken Snack-Express, Salat-Express, Suppen-Express, Ofen-Express, Herd-Express sowie Süß-Express. Abgerundet wird das Konzept der einfachen, schnellen Küche durch ein Kapitel zu Vorratshaltung mit guten Tipps, welche Lebensmittel man wie lagern sollte, ein Kapitel zur Warenkunde sowie der Vorstellung verschiedener Garmethoden.

2.) Die Rezepte

Alle Rezepte sollen laut Vorwort "lecker und in 30 Minuten auf dem Tisch!" sein. Dieses Versprechen kommt mir gerade recht, fehlt mir doch derzeit unter der Woche nur allzu oft die Zeit, nach der Arbeit noch lange in der Küche zu stehen und an aufwändigen Gerichten zu feilen.
Die Erfahrung mit allzu vielen veganen Kochbüchern und ihren Zeitangaben lehrte mich allerdings Vorsicht: nur zu gerne werden Vorbereitungszeiten zu niedrig angesetzt - und das sage ich, obwohl ich mich mittlerweile als routiniert in der Küche bezeichnen würde. Umso gespannter war ich nun, ob die Rezepte auch wirklich halten, was Björn Moschinski verspricht!

Als erstes habe ich die Birnenmuffins gebacken. Wunderbar fluffig, fruchtig und tatsächlich unter 30 Minuten gebacken, hielt das Rezept dem kritisch-prüfenden schulz'schen Blick stand.
Die Pilzpfanne schmeckte nach nur 20 Minuten Kochzeit hervorragend und hat das Pontential, mein neues Lieblingsessen zu werden! Für den Hummus mit Minze brauchte ich nicht einmal 15 min., sodass ich in aller Ruhe Rohkost schnibbeln konnte, um auch aus diesem Snack ein vollwertiges Gericht in unter dreißig Minuten zu bekommen. Auch der orientalische Blumenkohl kam in angegebener Zeit auf die Teller und schmeckte sogar Herrn Fuchs, obgleich er sonst nicht unbedingt für reine Gemüsegerichte ohne Soße zu haben ist.
Einzig der ofengebackene Hokkaido mit Füllung kam "erst" nach 35 min. auf den Tisch, wobei die fünfminütige Verspätung meinem Ofen anzulasten ist, der einfach nicht schnell genug gebacken hat ;)

Die Rezeptseiten sind zudem sehr liebevoll gestaltet und fast immer von einem formatfüllenden Bild begleitet. Zudem gibt es zu jeder Zubereitung einen Tipp, wie man das Rezept variieren kann, oder eine nützliche Information am Rande.
Birnenmuffins mit Streuseln
Pilzpfanne mit Avocado
Gebackener Hokkaido mit Couscousfüllung
Hummus mit Minze
Orientalischer Blumenkohl

3.) Fazit
Das Buch Vegan quick & easy hält, was es verspricht: leckere Rezepte, die im Nu auf dem Tisch stehen. Wer nach aufwändigen Zubereitungen sucht, ist hier falsch. Stattdessen gibt es rund 60 alltagstaugliche Rezepte, die durch ihre Aromatik und vor allem die schnelle Zubereitung überzeugen. Zudem sind die Zutatenlisten zumeist kurz gehalten, sodass auch Kochanfänger gut mit den Rezepten zurecht kommen werden. Auch bieten die Rezepte eine tolle Gelegenheit für erste Berührungen mit der veganen Küche, da weitestgehend auf "Ersatzprodukte" verzichtet wird. Stattdessen werden Gemüse und Kräuter raffiniert kombiniert, um einen tollen Geschmack zu erhalten.


Vielen Dank an den Südwest Verlag, der mir das Buch kostenfrei zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.




Das Buch gibt es übrigens noch bis zum 31.10.2015 hier zu gewinnen - macht einfach mit, dann könnt ihr euch vielleicht schon bald selbst von den tollen Gerichten überzeugen :)

Mittwoch, 14. Oktober 2015

{Rezept} Birnenmuffins mit Streuseln

Erwähnte ich schon, dass ich einen neuen Job habe?
Derzeit warte ich noch auf die Zusage zum Referendariat und verdinge mich derweil als Lehrerin an einer Grundschule. Der Job hat alles, was man sich vorstellen kann: Momente, in denen man nur noch den Kopf schütteln kann, freudestrahlende Kinderaugen und anstrengende Nachmittage, an denen der Unterricht geplant werden muss. Und natürlich wöchentliche Teamgespräche.
Und da die mit einer süßen Zugabe gleich viel besser gelingen, habe ich beim ersten Teamgespräch diese Birnen-Streusel-Muffins gebacken. Zu finden ist das Originalrezept im Buch "Vegan quick & easy" (zu gewinnen gibt es das Koch- und Backbuch von Björn Moschinski noch bis Ende Oktober bei mir).

Die Muffins kamen gut an, sind schnell gemacht und schmecken auch am Folgetag sehr gut.

Man nehme...
150 g Zucker
150 g Mehl
150 g Margarine
2 Birnen
Saft 1/2 Zitrone
80 g gehackte Mandeln (orig.: gehackte Haselnüsse)
50 g Marzipanrohmasse
Prise Zimt
350 g Blätterteig

Zucker, Mehl und Margarine zu Streuseln verkneten und nach Belieben noch kurz im Kühlschrank parken.
Den Blätterteig eventuell auftauen. Birnen waschen und von den Kernen samt Gehäuse befreien, grob hacken und mit Zitronensaft beträufeln. Marzipan in grobe Stücke zupfen und mit Mandeln und Zimt vermischen. Dies dann unter die Birnenwürfel heben.
Ein Muffinblech einfetten und den Blätterteig in passende Form bringen, sodass jede Muffinkuhle von Blätterteig bedeckt ist. Die Birnenfüllung in Kuhlen geben und die Streusel auf der Birnenfüllung verteilen.
Bei 160°C 15-17 Minuten backen.

Dauer: 10 min. Vorbereitung + 15 min. backen = unter 30 min. bis zum Muffinspaß!

Ergibt 12 Birnenmuffins



Montag, 12. Oktober 2015

{Rezept} Selbstgemachtes Knusper-Müsli

 
Heute habe ich ein Rezept dabei, das ich anlässlich der letzten PamK-Tauschrunde einmal mehr gemacht habe. Die Müslimischung steht bei mir seit geraumer Zeit auf meinem Müsli-Board und wird immer wieder aufgefüllt, sobald Gefahr besteht, den Boden des großen Müsliglases zu erreichen. Zugegeben: für das tägliche Frühstück ist mir das Müsli zu süß und ich greife nach wie vor auf pure Haferflocken zurück. Als Naschwerk zwischendurch oder als Topping auf frischem Kokosjoghurt liebe ich das knusprige Müsli aber heiß und innig :)

Man nehme...
100 g Haferflocken, kernig
100 g Haferflocken, zart
80 g Kokosraspeln
150 g Mandeln, ungeschält
40 g Rohrzucker
1/2 TL Salz
1 TL Zimt
45 g neutrales Öl (bspw. Rapsöl)
70 g Agavendicksaft
100 g getrocknete Kirschen (alternativ: Rosinen, Cranberries, ...)  

Alle trockenen Zutaten außer den getrockneten Kirschen in einer großen Schüssel mischen.
Dann Öl und Agavendicksaft zugeben und alles gut verrühren. 
Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Müslimischung darauf verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 160°C Umluft insgesamt 40 Minuten parken. Alle 10 Minuten die Mischung mit einem großen Löffel umschichten.
Nach 40 Minuten aus dem Ofen holen und die Müslimischung auf eine Seite des Bleches zusammenschieben. Beim Auskühlen entstehen so crunchy Stückchen :)


Dauer: 10 min. Müslimischerei + 40 min. aktives Backen = 50 min. bis zum crunchy Müslispaß

Ergibt 1 dicke Vorratsration Müsli

Sonntag, 11. Oktober 2015

{Rezept} Gebackener Hokkaido mit Couscousfüllung



Derzeit sehen Herr Fuchs und ich uns leider nur an den Wochenenden, da er noch bis Februar beruflich im wilden Osten weilt, während ich in einem kleinen, hessischen Dorf sitze und Mio, TomTom und Keno hüte. Wenn er dann am Wochenende da ist, koche ich ihm natürlich Essen, das es in sich hat! Mittlerweile frage ich allerdings nicht mehr, was er sich wünscht, da die Antwort ohnehin fest steht: "Nudeln mit Pesto!" Doch da Füchse sich nicht rund ums Jahr von Nudeln mit Pesto ernähren können, denke ich mir immer leckere Gerichte aus, die uns am Wochenende begeistern können.

Herr Fuchs isst glücklicherweise alles, was ich ihm koche/backe. Dennoch haben sich mittlerweile einige Lieblingssorten an Obst und Gemüse herauskristallisiert, was im Vergleich zum Anfang unserer Beziehung ("Fleisch ist mein Gemüse" "Obst esse ich nur Bananen") ein riesiger Schritt ist! Roh mag er zum Beispiel Paprika und Gurke, an Obst am liebsten Bananen und Äpfel und als gekochtes Gemüse steht er total auf Karotten und Kürbis. Nun, damit kann man arbeiten und so gab es vor kurzem eine neue Variante des Hokkaidos. Das Rezept habe ich aus "Vegan quick & easy" von Björn Moschinski (das Buch gibt es übrigens hier noch bis 31.10.2015 zu gewinnen :) ), allerdings habe ich die Mengen etwas verändert.

Man nehme...
1 mittleren Hokkaido
1 Schalotte
1 Karotte
1 kleine Orange
1 große Tomate
150 g Couscous
300 ml Gemüsebrühe
frischen Rosmarin
Prise Zimt
Prise Chayennepfeffer
Salz

Den Kürbis waschen, ein Drittel von ihm abschneiden und die Kerne entfernen. Das große Stück ebenfalls aushöhlen. Das abgeschnittene Drittel sehr fein hacken.
Das restliche Gemüse putzen und sehr fein hacken, wobei das Innere der Tomate nicht verwendet wird. Rosmarin abzupfen und ebenfalls fein hacken. 
Den Ofen auf 180° C vorheizen und nun den Couscous mit allem Gemüse, den Rosmarinschnipseln, Zimt, Pfeffer und etwas Salz vermengen. Den ausgehöhlten Kürbis in eine ofenfeste Form stellen, sodass die Öffnung nach oben zeigt. Das Couscousgemisch vorsichtig einfüllen und mit der heißen Gemüsebrühe aufgießen.
Ab damit in den Ofen und ca. 20 min. backen.

Anmerkungen:
Herrn Fuchs fehlte die Soße. Dem kann man mit etwas angerührtem Sojajoghurt mit Kräutern abhelfen.
Da ich die Schalotte vollkommen vergessen hatte, habe ich erst im Nachhinein zwei Schalotten in der Pfanne mit Öl angebraten. Die hben auch hervorragend zu dem Gericht gepasst. Nächstes Mal denke ich aber direkt an die Zugabe der Schalotten ;)
Ich fand das Gericht absolut sensationell, Herrn Fuchs war der Kürbis zu groß und zu bissfest (er mag Gemüse am liebsten auf Pflegeheimniveau durchgegart). Die Couscousmenge war für meinen Hokkaido am Ende viel zu viel. Ich habe den übrigen Couscous dann einfach in eine kleine Auflaufform getan und mit Brühe übergossen. So hatte ich direkt einen Couscousauflauf mit Gemüse und brauchte am nächsten Tag nicht mehr kochen ;)

Dauer: 15 min. Vorbereitung + 20 min. Backzeit = 35 min. bis zum ersten Happs

Zusammen is(s)t man weniger allein


Mittwoch, 7. Oktober 2015

{Gewinnspiel} Happy Birthday to meeeee!


Heute feiere ich ganz spontan meinen sage und schreibe dritten Bloggeburtstag!

Als ich 2012 begann, meinen damals noch frischen veganen Lebensweg zu verbloggen und meine kulnarischen Eskapaden hier festzuhalten, hätte ich nicht gedacht, dass es diesen kleine Blog auch drei Jahre später noch gibt. 

Obgleich ich in diesem Jahr aufgrund mannigfaltiger Veränderungen (vor allem die Fuchsbeziehung ist zeitintensiv) leider nicht so oft zum bloggen kam, wie ich es mir gewünscht hätte, bin ich im Hintergrund fleißig am backen, kochen und fotografieren. 

In der nächsten Zeit wird es hier wieder vermehrt spannende Rezensionen, neue Rezeptideen und weitere Alltagsgeschichten aus dem schulz'schen Leben geben - versprochen!

Nun geht es aber erst einmal an die Geburtstagsfeierei!

Und da man an seinem Geburtstag am besten mit seinen Liebsten feiern soll, möchte ich natürlich mit euch feiern - denn ohne euch Leser wäre dieser Blog nur ein kleines Sammelsurium an Rezepten. So ist er jedoch mehr als das! Er ist eine kleine Welt geworden, in der es nur so pulsiert vor lauter Leben und positiven Vibes.

Und diese Vibes möchte ich soooo gerne mehren und zugleich teilen.

Daher verlose ich ein Exemplar von Björn Moschinskis neuem Kochbuch "VEGAN quick & Easy"! Yeaha - glaubt mir, das Buch ist ein echter Kracher:



Was ihr dafür tun müsst?
Eigentlich ganz einfach :)

Verbloggt euer liebstes Schnellkoch- oder -backgericht und hinterlasst den Link als Kommentar unter diesem Beitrag. Archivbeiträge können leider nicht teilnehmen. Es sollte in maximal 30 Minuten auf dem Tisch stehen und natürlich hervorragend schmecken! 
Wer keinen Blog hat, kann mir sein liebstes Rezept inkl. eines Fotos (ich LIEBE Fotos von Essen ;) ) an meine Emailadresse schicken: frauschulzensaepfel@gmail.com

Wenn ihr den Beitrag bei Facebook teilt, gibt es zwei Extra-Lose.

Die Verlosung endet am 31.10.2015, 23:59.

Ich freue mich auf eure fixen Gerichte!



[EDIT am 04.11.2015: Per Los wurde der Beitrag von Hüpfgemüse als Gewinner gekürt. Vielen Dank für eure Teilnahme - ich habe mich über die tollen Rezepte sehr gefreut :) ]