Freitag, 20. November 2015

{Rezension} Das vegane Familienkochbuch




1.) Die harten Fakten
Das vegane Familienkochbuch von Jasmin Hekmati erschien unlängst bei ars vivendi. Gesunde Lieblingsgerichte für Groß und Klein verspricht der Untertitel des großformatigen Hardcover-Kochbuches. Das Eingangskapitel 1.000 Fragen und (k)eine Antwort, in dem die Autorin ihre Beweggründe für eine vegane Ernährung vorstellt, ist ebenso wie das Vorwort Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht dem Rezeptteil vorgeschaltet. Dieser wiederum gliedert sich in die thematischen Kapitel
Der perfekte Start in den Tag - Frühstücken wie ein Kaiser
Auf die Hand - Schmeckt zu Haus und unterwegs
Heiß und knackig - Suppen und Salate
Wir haben Hunger, Hunger, Hunger! - Hauptgerichte
Für süße Zuckerschnuten - Desserts und Gebäck
Grundrezepte.



2.) Die Rezepte
















Auf die Rezepte des Buches war ich besonders gespannt, da ich mir Gerichte versprach, die sich fix in den Alltag integrieren lassen. Zwar gibt es derzeit keinen fuchs-schulz'schen Nachwuchs, aber Herr Fuchs und ich sind beide gute Esser und Zeit zum kochen ist viel zu oft viel zu knapp.

Den Start mache das Happy-Day-Porridge, das ich als alter Porridge-Hase natürlich umgehend testen musste. Ich nahm die Hälfte der Portion (also genug für 1 kleinen und 1 großen Esser) und wurde davon gut satt. Geschmeckt hat es auch! Ebenfalls lecker war der Nuss-Käse, den es bei mir zu einer Portion Spaghetti mit frischen Tomaten gab, den werde ich allerdings nicht noch einmal machen: ich brauche einfach keinen Käse(ersatz) zu Nudeln oder Pizza, sodass dieser "Käse" keinen Einzug in meine Küche halten wird.
Ganz anders die Pasta mit Brokkoli und Basilikum-Pesto. Mit hausgemachtem Pesto und knackigem Brokkoli konnte sogar der antigrüngemüsige Herr Fuchs überzeugt werden, seinen Brokkoli zu essen.
Gigantisch lecker war schließlich das Gulasch nach ungarischer Art. Kocht es unbedingt nach - es schmeckt sooooo gut!!!
Auch die Moussakasagne - eine Mischung aus dem griechischen Moussaka und der italienischen Lasagne - hat uns voll überzeugt. Übrigens ein perfektes Resteessen und daher auch als familientauglich anzusehen.

Die Rezeptseiten sind übersichtlich aufgebaut und bieten neben einer Zeitangabe eine Übersicht der Zutaten, um "2 kleine und 2 große Esser" satt zu machen.
Nahezu jedem Rezept ist ein eigenes, seitenfüllendes Foto zugeordnet. Die Bilder sind ganz im Sinne des Buchtitels designt: hier streckt sich eine Kinderhand gen Pfannkuchen, dort hält ein Spielzeugteddy einen Löffel fest, anderswo finden sich vergessene Legosteine auf dem Tisch. Dadurch wird eine familiäre Szenerie erzeugt, die eine erfrischende Abwechslung in der sonst doch sehr ähnlich anmutenden Kochbuchfotografie bietet. Manchmal wirken die Kompositionen für meinen Geschmack etwas zu gewollt, aber sei es drum. 






3.) Fazit
Das vegane Familienkochbuch hat mich vollends überzeugt: Es bietet vegane, familientaugliche Gerichte und eignet sich daher auch hervorragend als Anschaffung für Veganinteressierte oder Veganneulinge. Sicher wird hier das Rad nicht neu erfunden und es finden sich keine gourmettauglichen High-Class-Rezepte. Dennoch lohnt sich ein Blick ins Buch oder ein Griff zu selbigem im Buchladen. Es avanciert gerade zu einem meiner Kochbuchlieblinge, da man es wirklich jedem guten Gewissens empfehlen kann - vor allem, weil die ausprobierten Gerichte geschmacklich wirklich gut waren.


Vielen Dank an ars vivendi, der mir das Buch kostenfrei zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.

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