Sonntag, 22. November 2015

{Sport} Mein erster Marathon (Frankfurt Marathon) - Teil III

Wie es mir seit meinem ersten Halbmarathon im Mai erging, erfahrt ihr in Teil I. Und wie es weiterging, in Teil II.

Am Morgen des Marathons stand ich obszön früh auf, um noch eine schnelle Runde mit Keno zu gehen. Herr Fuchs war an diesem Wochenende leider nicht da, sodass ich ganz auf mich gestellt war.

Schadete aber auch nicht, da ich so in aller Ruhe meinen Morgen vor dem großen Lauf genießen konnte. Ich holte I. ab und gemeinsam fuhren wir mit dem Zug in die Frankfurter Innenstadt. Dort waren schon sehr viele Läufer/innen und Zuschauer/innen, obwohl wir um 08:00 Uhr morgens und somit rund 2 Stunden vor Start eintrafen.

So hatten wir jedenfalls genug Zeit, die Kleiderbeutel abzugeben, noch einmal (oder - wie in meinem Falle - viermal) pinkeln zu gehen. Ich mampfte noch zwei Bananen (Iss genug!) und trank noch ein bisschen Wasser (Trink genug!), das viel zu schnell zu Neige ging. Glücklicherweise war dann schon Startzeit und wir begaben uns in unsere Startblöcke.

Die ersten 5 Kilometer lief ich mit einem Lauffreund von I., von dem ich wusste, dass er deutlich langsamer läuft als ich (Starte langsam!). Mit ihm lag ich ca. im Bereich von 7 min./km (meine Zielzeit lag bei ca. 06:30 - 06:45 min./km auf die Gesamtstrecke gesehen) und konnte so sehr entspannt starten.

Nach Kilometer 5 musste ich mich dann allerdings lösen, da ich merkte, dass ich schneller wollte und konnte. Also steigerte ich mein Tempo allmählich und traf schließlich einen Läufer, der ca. 06:30 min./km lief. Er war über und über bepackt mit Energiegels und Trinkflaschen, war aber sehr nett und froh über eine Laufbegleitung. Also lief ich ein bisschen mit ihm und unterhielt mich mit ihm. Ab Kilometer 20 jedoch merkte ich, dass ich eigentlich etwas schneller werden will (Lauf DEIN Tempo!). Dennoch bremste ich mich weiter, da ich auf keinen Fall zu früh meine Energie verschießen wollte (Beschleunige erst ab Kilometer 30!).

Ab Kilometer 25 jedoch löste ich mich schließlich von ihm und lief in meinem Tempo weiter. Währenddessen war ich schon zweimal auf Toilette gewesen, was bis zum Ende des Laufes auf ganze viermal(!!!) ansteigen sollte (Trink genug!). Da hatte ich den Tipp zu wörtlich genommen und bin damit schon bei meiner ersten Erfahrung und was ich künftig korrigieren möchte. ;)

Ich aß weiterhin an jeder Verpflegungsstelle etwas Banane und nahm meist auch ein Energiegel, trank artig mein Wasser und gelegentlich auch etwas Isotonisches. Die Verpflegung war ausgezeichnet und mehr als ausreichend!

Ab Kilometer 28 wurden die Schmerzen in den Füßen, die ich seit Kilometer 22 hatte, schier unerträglich. Ich spürte jeden harten Aufprall auf dem Frankfurter Asphalt und lief merklich langsamer. Die Muskeln waren nicht das Problem, mir schmerzten jedoch die Knochen. "Einen Marathon läuft man im Kopf!", ging es mir durch selbigen und ich musste mich zeitweise sehr zusammenreißen, nicht zu gehen.

Um Kilometer 30 herum sprach ich dann einen älteren Mann an: "Hören die Schmerzen eigentlich auch noch einmal auf?" Er lachte trocken, sagte, das sei sei 20. Marathon und nein, die Schmerzen hörten nie auf. Wir unterhielten uns eine ganze Weile und ich lief Kilometer 30 - 35 mit 07:00 min./km und an seiner Seite.


Ob ich im Ziel ankomme erfahrt ihr nächste Woche in Teil IV.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen