Sonntag, 28. Februar 2016

{Rezept} Fastentauglicher Schokoladenkuchen


Die Fastenzeit dauert nun schon gut drei Wochen an. Und langsam geht mir der Verzicht von Zucker und hellem Mehl an die Substan: Der Süßhunger steigt, an einem Tag habe ich als Ausgleich fast 200 g Cashews und Datteln gegessen (autsch!). Das kann nun auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein, weshalb ich mir für die verbleibende Fastenzeit wenigstens nochmal eine Woche nehmen werde, in der ich auf Fruchtsüße verzichte.

Da es aber noch nicht so weit ist und ich dringend eine fastentaugliche Lösung für den süßen Zahn brauchte, stöberte ich ein bisschen im Netz und fand bei carrotsforclaire.com schließlich die Lösung für mein Problem: ein fantastischer Schokokuchen!

Das Rezept wurde gestern ausprobiert und an meine Bedürfnisse und Voraussetzungen angepasst und heraus kam ein saftiger, fluffiger, vollwertiger, nur durch Früchte gesüßter, veganer Schokoladenkuchen, der auch dem nicht fastenden Herrn Fuchs schmeckte (und so gar nicht nach Fasten oder Verzicht schmeckt)!

Man nehme...
180 g Vollkorndinkelmehl
20 g gemahlene Haselnüsse
20 g Stärke
1 TL Backpulver
4 EL dunkler Backkakao
1/2 TL Zimt
Prise Salz
2 großer Bananen (ca. 200 g)
1 EL Öl
5 große Datteln, entsteint und 30 min. in heißem Wasser eingeweicht
200 ml Haferdrink (oder eine andere Pflanzenmilch)
nach Bedarf 20 - 40 g Agavendicksaft

Die trockenen Zutaten in einer großen Schüssel mischen.
Nun die Datteln abgießen und mit den Bananen, dem Öl und dem Haferdrink zu einer glatten Masse pürieren. Wer es süßer mag, kann je nach Größe und Reife der Datteln mit etwas Agavendicksaft nachhelfen. Dies Masse unter die trockenen Zutaten heben bis ein glatter Teig entsteht. Probiert ruhig mal und gebt im Zweifel ein bisschen Agavensirup zu, falls euch der Teig nicht süß genug ist.

Eine 20-cm-große Springform mit Backpapier auslegen und den Teig hineingeben.

Bei 180°C Umluft ca. 25 - 30 min. backen.

Dazu schmeckt übrigens ein selbstgemachtes Eis total gut!


Dauer: 10 min. Teig mischen + 1 h Einweich- bzw. Backzeit = wenig Zeit für einen tollen Kuchen

Ergibt 1 Kuchen mit dem Durchmesser 20cm



Dienstag, 23. Februar 2016

{Rezension} Gesund backen mit Veganpassion



1.) Die harten Fakten
Ich bin ja ein absoluter Stina-Spiegelberg-Fan!
Nachdem ich schon ihr erstes Backbuch Veganpassion und ihr weihnachtliches Backbuch Vegan X-Mas besitze und beide Bücher sehr schätze, kam vor einiger Zeit das mittlerweile dritte Backbuch Gesund backen mit Veganpassion auf den Markt.

Das gut 200 Seiten dicke Backbuch ist ebenso wie seine Vorgänger als hochertiges Hardcover erhältlich. Nach einer kleinen Einleitung, die Platz bietet für eine Warenkunde und wertvolle Backtipps, beginnt der umfangreiche Rezeptteil.  Insgesamt 75 Rezepte sind in die folgenden Kapitel gegliedert:

Teegebäck & Cookies (11),
Kleines & Feines (17),
Kuchen & Torten (16),
Backen ohne Backen (13) und
Herzhaftes (16).


2.) Die Rezepte
Jedem Rezept ist ein seitenfüllendes Bild anbei gestellt, dank dessen man direkt noch Dekorations- und Präsentationsinspirationen bekommt. Gerade die Verzierung und Präsentation spielt ja in der Pâtisserie eine besondere Rolle, der Stina Spiegelberg auch in diesem Buch Raum gibt. Gesundes Gebäck muss eben nicht gleich gesund aussehen, sondern darf durchaus auch etwas hermachen!

Eines der bislang am häufigsten nachgebackenen Rezepte sind definitiv die Schoko-Bananen-Cookies (S. 35), die schon zu verschiedenen Gelegenheiten auf breite Zustimmung der Testesser stießen. Ganz gleich, ob Grundschulkinder oder Herr Fuchs - diese Kekse kommen immer und immer wieder gut an und sind wirklich total einfach in der Herstellung.
Beinahe ebenso einfach ist der Karotten-Apfelkuchen (S. 95) gebacken. Dieser Kuchen war mein erstes Backwerk mit Buchweizenmehl und siehe da - es hat geklappt und es hat geschmeckt! Dank dieses Rezeptes konnte ich nach langem Hardern endlich einmal einen glutenfreien Kuchen ausprobieren und er schmeckte absolut nicht nach Verzicht, sondern war saftig und lecker.
Die Schoko-Physalis-Muffins (S. 69) buk ich anlässlich meines Geburtstages ebenfalls als glutenfreie Alternative. Bei mir landeten Birnen im Teig, allerdings konnten sie mich nicht ganz so überzeugen wie der Karotten-Apfelkuchen. Irgendwie waren sie etwas gummiartig, was natürlich nicht die Konsistenz ist, die man bei einem Muffin haben möchte. Das schreibe ich aber weniger dem Rezept als viel mehr meiner Unerfahrenheit mit glutenfreiem Backen zu. Dafür waren die Erdbeer-Joghurt-Muffins (S. 67) ausgesprochen lecker und fluffig. Die frischen Erdbeeren wurden durch TK-Himbeeren ersetzt, was einzig der Jahreszeit geschuldet ist - geschmeckt haben sie natürlich trotzdem. :)

In den Rezepten wird meist mit Dinkel- anstatt Weizenmehl und Rohrohrzucker anstatt raffiniertem Kristallzucker gearbeitet. Wem das zu wenig gesund ist, findet bei den zahlreichen glutenfreien oder kristallzuckerfreien Rezepten noch gesundere Alternativen. 

Schoko-Bananen-Cookies


Karotten-Apfelkuchen

Schoko-Birnen-Muffins

Beeren-Joghurt-Muffins
3. Fazit
Das Backbuch Gesund backen mit Veganpassion abschließend zu bewerten fällt mir unheimlich schwer. Einerseits finde ich die Rezepte wie auch bei den vorigen Büchern von Stina Spiegelberg ansprechend präsentiert, gut umsetzbar und vor allem auch lecker. Andererseits sträubt sich etwas in mir, die Worte gesund und backen zusammenzubringen. Sicherlich finden sich in den Rezepten Alternativen, die deutlich gesünder als andere Rezepte sind.
Ein Cupcake-Frosting auf Avocado- statt Margarinebasis ist tatsächlich eine gesündere Variante als das Original. Mir gefallen die glutenfreien Alternativen und auch, dass man selbst bei Torten zu Vollkornmehl greifen kann.

Aber - und dieses aber bleibt - gesunde Ernährung ist für mich vor allem eine Frage der Menge. Süßes und Gebäck gehören für mich nicht zu einer gesunden Ernährung dazu, aber sie können in einer gesunden Ernährungsweise ihren Platz haben, ohne dass man die Ernährung direkt als ungesund bezeichnen würde.
Stina Spiegelberg zeigt, wie man bewusster backen kann und zeigt Alternativen auf, die das Backen vollwertiger, bekömmlicher und vielleicht auch gesünder gestalten.
Wenn ihr ein Backbuch sucht, in dem nicht einfach altbekannte Backwerke vegan interpretiert wiedergegeben werden, sondern nach neuen Anreizen sucht, dann seid ihr mit Gesund backen mit Veganpassion gut beraten :)

Vielen Dank an den Neunzehn-Verlag, der mir das Buch kostenfrei zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.

Sonntag, 21. Februar 2016

{Rezept} Süße Zimt-Nuss-Nudeln



Vor kurzem kam mir meine wundervolle Oma in den Sinn. Bei ihr aßen mein Geschwisterkind und ich einmal wöchentlich zu Mittag, wenn meine Mama ihren langen Arbeitstag hatte. Und manchmal gab es bei meiner Oma dann "Süße Nudeln" - meist waren es Bandnudeln, die mit einer süßen Kirschsauce, brauner Butter und Semmelbröseln serviert wurden.

Die Lust auf "Süße Nudeln" war schnell sehr groß, wohlwissend, dass normale Nudeln mit einer Sauce aus Schattenmorellen alles andere als fastentauglich sind.

Also überlegte ich hin und her und kam schließlich auf DIE Lösung:
Zu Vollkorn-Dinkel-Nudeln gab es eine Sauce auf Hafermilchbasis mit Zimt, Äpfeln, etwas Haselnussmus und Nüssen. Dazu ein bisschen gerösteter Sesam und ein paar Datteln für die Extraportion Süße und schwupps, war meine fastentaugliche Version des Kinderessens fertig.

Man nehme...
250 g Dinkel-Vollkorn-Nudeln
1 Apfel
5 Datteln
Prise Zimt
1 EL Haselnussmus oder Mandelmus
ein guter Schuss Hafermilch oder Mandelmilch

Sesam, Goji-Beeren, Paranusskerne, etc.


Die Nudeln nach Packungsanleitung kochen.

Derweil den Apfel entkernen und fein würfeln. In einer Pfanne bei mittlerer Hitze anbraten. Zimt dazu geben und kurz mitbraten, dann die feingehackten Datteln zugeben und mit Hafermilch ablöschen. Unter ständigem Rühren aufkochen. Sobald die Sauce kocht, Hitze herunterdrehen und bei geringer Hitze weiter köcheln lassen, bis die Sauce etwas eindickt.

Die Nudeln abgießen und direkt in die Sauce geben. Darin wenden, bis sich die Sauce überall verteilt hat. In Schüsseln füllen, mit Sesam, Goji-Beeren und gehackten Nüssen bestreuen und servieren.



Dauer: 10 min. Sauce vorbereiten und Nudeln kochen + 10 min. Zusammenführung + Dekokrieg auf dem Teller = 20 min. bis zu den "Süßen Nudeln"

Zusammen is(s)t man weniger allein




Freitag, 19. Februar 2016

{Fasten 2016} a smoothie a day...

...keeps the doctor away.

So oder so ähnlich lautete jedenfalls mein heimliches Motto im Januar. Da startete nämlich die EAT-TRAIN-LOVE-Challenge 2016, die von Kristin auf dem gleichnamigen Blog eattrainlove.de ins Leben gerufen wurde. Kurz gesagt war ein Ziel der Challenge im Januar, täglich einen grünen Smoothie zu trinken.

Wer mich kennt, der weiß, dass mich bei solchen Challenges gerne einmal der Ehrgeiz packt und so kramte ich nach längerer Pause mal wieder meinen Mixer hervor und mixte fleißig allerlei grüne Smoothies. Und tatsächlich zeigten die vielen Smoothies recht schnell eine positive Wirkung: so fühlte ich mich fitter, trank genügend Grünzeug und tat so meiner Gesundheit einen riesigen Gefallen.

Spinat-Ingwer-Smoothie

Nun endete der erste Challenge-Monat bereits vor gut zwei Wochen und dennoch wirkt die Challenge nach: So begleiten mich (grüne) Smoothies auch in der bisherigen Fastenzeit und werden es wohl noch eine ganze Weile weiterhin tun.

Im Januar habe ich allerlei Möglichkeiten der Smoothie-Kombination getestet und möchte euch heute meine Favoriten vorstellen. Wie man einen Grünen Smoothie besonders schön mixen kann, habe ich euch hier schon einmal verraten.

Liebstes Grünzeug

1. Spinat
2. Spinat
3. Spinat

Naja, ganz so schlimm ist es nicht, aber Spinat gehört defintiv zu meinen absoluten Favoriten im Grünen Smoothie! Er hat einen herrlich zarten Geschmack und sorgt für eine unglaublich tolle Farbe. Für Abwechslung sorgen in meinem Mixer aber auch Feldsalat und allerlei Sorten an grünem Gemüse - beim Blattgrün konnte mich aber bislang nichts so sehr überzeugen wie das eben genannte Duo.

Liebstes Gemüse

Die Entdeckung des Januars war defintiv, dass Fenchel im Smoothie absolut großartig ist! Der Klassiker Gurke schmeckt ebenfalls immer wieder gut, aber auch die Zucchini konnte mich überzeugen: Wer auf der Suche nach einem neutralen Gemüse ist, sollte sich an die Zucchini halten, da man die im Smoothie kaum bis gar nicht herausschmeckt.

Liebstes Obst

Der Klassiker bleibt unumstößlich auf Platz 1: die Banane passt geschmacklich einfach in jeden Smoothie, verleiht dem grünen Zauberpunsch eine tolle Konsistenz und sorgt für eine angenehme Süße. Wichtig: auf alle Fälle reife Bananen nehmen!
Auf den hinteren Rängen schubsen sich die anderen Obstsorten gegenseitig vom Treppchen, da ich mich einfach nicht so recht festlegen kann: je nach Kombination passen Apfel, Birnen, Trauben, der Saft von Zitrusfrüchten, Ananas, aber auch Khaki, Pflaumen usw. in einen Smoothie.

Liebste Flüssigkeit

Bis vor kurzem habe ich meinen Smoothie immer mit Leitungswasser angemixt. Das ist günstig, immer verfügbar, schmeckt nicht raus und hat keine Kalorien - passt also zu jeder erdenklichen Grünzeug-Gemüse-Obst-Kombination. Nun habe ich in letzter Zeit aber ein bisschen herumexperimentiert und mich auch mal an andere Flüssigkeiten gewagt. Mandelmilch oder Hafermilch machen der Smoothie besonders sättigend und verleihen zugleich eine cremige Konsistenz. Geschmacklich auch absolut top!

Liebste Würze

Ich liebe Zimt in meinen Smoothies und bin der Meinung, dass eine Prise Zimt sich in jedem Smoothie gut macht! Doch auch eine Prise Vanillemark oder frischer Ingwer können einem Smoothie den richtigen Kick verleihen und machen den Geschmack erst richtig rund.

Liebstes Extra

Mein liebstes Extra sind derzeit auf alle Fälle Chiasamen. Eine Prise davon macht den Smoothie cremiger und bindet ihn. Natürlich sind auch die guten "Nebenwirkungen" wie die Aufnahme wichtiger Omega-3-Fettsäuren, Antioxidantien, etc. entscheidend dafür, dass Chiasamen immer wieder ihren Weg in meinen Mixer finden. Doch auch andere Extras wie Weizengraspulver oder Hanfproteinpulver mische ich immer mal wieder in meine Smoothies, um sie abwechselnd und spannend zu gestalten.


Das folgende Rezept stammt aus dem Kochbuch Oh she glows! und findet sich auch auf dem gleichnamigen Blog von Angela Liddon. Das "Klassische Grüne Monster" schmeckt ganz besonders lecker und macht auch Smoothie-Einsteigern Lust auf mehr!

Man nehme...
250 ml Mandeldrink oder Haferdrink
1 Handvoll Spinat
1 reife Banane
1 EL Mandelmus (das habe ich weggelassen)
1 EL Chiasamen
1 Prise Zimt
n. B. 2-3 Eiswürfel


Einfach alles in einen leistungsfähigen Mixer geben und so lange mixen, bis sich ein cremiger Smoothie bildet.





Dienstag, 16. Februar 2016

{Rezension} Oh she glows! von Angela Liddon



1.) Die harten Fakten
Das Kochbuch Oh she glows! wurde vor kurzem im Narayana Verlag veröffentlich und stammt aus der Feder von Angela Liddon, die den gleichnamigen Blog Oh she glows betreibt. Der Untertitel verspricht "Über 100 vegane Rezepte, die den Körper zum Strahlen bringen" und wenn man das über 300 Seiten starke Buch in den Händen hält, bringt mich schon der Blick auf das Inhaltsverzeichnis zum Strahlen ;)

Dem Rezeptteil sind eine ausführliche und sehr persönliche Einleitung, ein umfassender Blick in die vegane Speisekammer sowie ein Überblick über Liddons Lieblingsküchengeräte und -utensilien vorgeschaltet.

Die vielfältigen Rezepte (Anzahl der zugehörigen Rezepte in Klammern) gliedern sich auf in
Frühstück (10),
Smoothies, Säfte & Tee (11),
Vorspeisen (8),
Salate (8),
Suppen (7),
Hauptspeisen (15),
Beilagen (9),
Power-Snacks (9),
Desserts (11) und

Hausgemachte Vorräte (27).


2.) Die Rezepte
Jedem Kapitel stellt Angela Liddon ein paar persönliche Worte voraus. Man erfährt beispielsweise, warum sie mittlerweile frühstückt, welche Vorspeisen sie zu welchen Gelegenheiten reicht und dass ihre Gerichte gleichermaßen "Fleischesser" wie Veganer zufrieden stellen sollen. Auch ihren Rezepten schickt sie stets ein paar Sätze voraus, die Zubereitungs- und Aufbewahrungstipps, Kombinationsmöglichkeiten oder einfach eine nette Begebenheit passend zum Rezept beinhalten.

Abgesehen von dem Vorratsrezepten, die nicht alle bebildert sind, wird jedes Rezept von einem seitenfüllenden, großartig in Szene gesetzten Foto begleitet. Die Zutatenlisten haben mich beim ersten Durchblättern teilweise etwas abgeschreckt, aber die bereits ausprobierten Rezepte bezeugen, dass die Gewürze und Zutaten für einen unvergleichlichen Geschmack sorgen.

Zudem verzichtet die Autorin auf Ersatzprodukte und legt Wert auf eine vollwertige, vegane Ernährung, was sich in den Rezepten spiegelt.

Als erstes habe ich mich an den Apfelkuchen-Haferbrei (S. 61) getraut, der ruckzuck zubereitet war. Wie der Titel verspricht schmeckt der Haferbrei nach Apfelkuchen und kommt zudem ohne Zucker aus.Ein anderes Frühstück, das es bei mir am vergangenen Wochenende gab, ist der Haferauflauf (S. 51). Ebenfalls absolut gelingsicher schmeckte er tatsächlich dem sonst bevorzugt Brötchen-frühstückenden Herrn Fuchs sehr gut. Macht diesen Haferauflauf umbedingt nach - er ist wirklich köstlich und herrlich aromatisch!
Das Klassische Grüne Monster (S. 69) ist ein Grüner Smoothie ganz nach meinem Geschmack: cremig und sättigend, dabei voll mit guten Sachen wie Chia-Samen und Spinat, ist er ein idealer Start in den Tag oder einfach als Snack für zwischendurch geeignet.
Auch die Indische Linsen-Blumenkohlsuppe (S. 145) schmeckte Herrn Fuchs und mir sehr gut, allerdings habe ich die Suppe nach dem Kochen püriert, da Herr Fuchs keine "stückigen" Suppen mag. Das Chana Masala (S. 175) ist jetzt schon einer meiner Favoriten, da es ebenso einfach zubereitet wie aromatisch im Geschmack ist.

Auf meiner To-Do-Liste stehen derzeit vor allem noch der Lieblings-Veggieburger (S. 167), den es gleich nach der Fastenzeit geben wird, der Klassische Glo-Riegel (S. 227), die imposante Schokoladen-Schichttorte (S. 261) und der Tröstlich warme Nacho-Dip (S. 95).

Apfelkuchen-Haferbrei
Haferauflauf
Klassisches Grünes Monster
Indische Linsen-Blumenkohlsuppe
 3.) Fazit
Oh she glows! ist ein tolles Kochbuch für Anhänger einer frischen, einfachen, aromatischen Küche. Die tollen Rezeptbilder machen Lust, die Gerichte nachzukochen und die Rezepte selbst sind wunderbar einfach nachzumachen. Die vielfältigen und kreativen Rezepte bieten auch für Menschen, die sich schon länger mit der veganen Küche beschäftigen, neue Impulse und inspirieren zu neuen Gerichten.


Vielen Dank an den Narayana-Verlag, der mir das Buch kostenfrei zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.

Sonntag, 14. Februar 2016

{Rezept} Gebackener Haferauflauf mit Apfel, Birne und Banane

Auf der Suche nach fastentauglichen Frühstücksideen bin ich im Kochbuch von Angela Liddon Oh she glows! bislang schon mehrfach fündig geworden. Nun war ich aber speziell auf der Suche nach einem Gericht, das mit den herrlich duftenden Brötchen, die es bei uns sonst immer an den Wochenenden gibt, aufnehmen kann.

Da kam mir der Haferauflauf gerade recht:
Dank Zimt, Ingwer und Muskatnuss schmeckt er herrlich würzig und duftet um Welten besser als jedes Brötchen. Zuckerfrei habe ich ihn auch zubereitet und statt Ahornsirup etwas Dattelsirup und Agavendicksaft genommen. Haferflocken und Mandelmilch sorgen für lange anhaltende Sättigung und das frische Obst gibt dem Ganzen noch den richtigen Frischekick.

Kurzum: Ich bin begeistert!
Das nachfolgende Rezept basiert auf dem Originalrezept aus Oh she glows!, ist aber meinen fastenaffinen Bedürfnissen angepasst worden.



Man nehme...
225 g Haferflocken*
2 TL gemahlener Zimt
1 TL Backpulver
1/2 TL frischer Ingwer, fein gehackt
etwas geriebene Muskatnuss
1/2 TL Salz
500 ml ungesüßter Mandeldrink
150 g ungezuckertes Apfelmus
Mark 1 Vanilleschote
3 EL Agavendicksaft
1 großer Apfel
1 Birne
1 Banane
50 g gehackte Walnüsse (optional)

Zunächst den Ofen auf 190° C vorheizen, dann Haferflocken mit Zimt, Backpulver, Ingwer, Muskat und Salz in einer großen Schüssel vermischen. In einer separaten Schale Mandeldrink, Agavendicksaft, Apfelmus und Vanille vermischen. Apfel und Birne entkernen und schälen und in Würfel schneiden. Banane längs halbieren und dann in Stücke schneiden.
Nun die flüssigen Zutaten in die große Schüssel zu den Haferflocken geben und gut verrühren. Es sollte etwa die Konsistenz einer dicken Suppe haben - eventuell etwas Mandeldrink nachgießen. Nun das gewürfelte Obst unterheben und alles in eine große Auflaufform füllen.
Nach Belieben mit Walnüssen bestreuen und diese leicht andrücken.

Ab in den Ofen damit und bei 190° C ca. 35 - 45 min. goldbraun backen.

Den Auflauf einige Minuten abkühlen lassen und mit etwas Sojajoghurt servieren.

La Familia

Dauer: 10 min. Vorbereitung + 40 min. vor dem Ofen lauern = weniger als 1 Stunde für das perfekte Wochenendefrühstück

*Seid mutig und tauscht einen Teil der Haferflocken gegen andere Flocken aus! Ich habe beispielsweise nur 180 g Haferflocken und dazu 45 g Hirseflocken genommen. :)

Freitag, 12. Februar 2016

{Fasten 2016} Fastentaugliche Frühstücksideen

Das Frühstück ist für mich die Mahlzeit, die am leichtesten fastentauglich gemacht werden kann. Da ich bereits seit Jahren zumeist Porridge oder einen anderen Getreidebrei mit frischem Obst esse, fällt in der Fastenzeit eigentlich lediglich der Kokosjoghurt weg, da er Zucker enthält.

In den letzten Tagen habe ich jedoch einige neue Frühstücksideen ausprobiert und bin von einigen so dermaßen angetan, dass ich sie euch unbedingt zeigen muss!

Ich unterscheide mein Frühstück zumeist nach den Tagen, an denen ich es zubereite: So soll es unter der Woche vor allem schnell vor mir stehen, leicht bekömmlich sein und dazu genug Energie für die folgenden Stunden in der Schule geben. Am Wochenende habe ich mehr Zeit, genieße ein ausgiebiges Frühstück und kann daher auch aufwändigere oder zeitintensivere Rezepte ausprobieren.

Fastentaugliches Frühstück am Werktag


Dass ich Porridge liebe, ist nun wirklich kein Geheimnis. Anregungen, wie man es zubereitet oder welche Grundzutaten man unbedingt braucht, findet ihr hier. Vor kurzem stieß ich im Netz auf eine Anregung, die das allmorgendliche Porridge noch schneller zubereiten lässt und dabei ebenso einfach wie clever ist:
Anstatt das Porridge mehrere Minuten im Topf köcheln zu lassen, übergieße ich seitdem meine Haferflockenmischung einfach mit kochendem Wasser aus dem Wasserkocher. Einmal umrühren, schauen, dass alles mit Wasser bedeckt ist und dann gehe ich ins Bad, die Morgenrunde mit dem Hund oder packe meine Schultasche. Kurzum: 10 min. warten, ohne Angst zu haben, dass das Porridge anbrennt wie es vorher der Fall war. Wenn die Flocken gequollen sind, gebe ich meist noch einen Schuss Mandelmilch dazu, rühre erneut und habe eine Art Instantporridge, das ich wie gewohnt mit Früchten und weiterem Gedöns anrichte.

Eine Abwechslung bietet der Chiapudding von Ella (Rezept aus Deliciously Ella). Da er über Nacht im Kühlschrank quillt, muss man ihn morgens nur noch mit etwas frischem Obst, Nüssen oder anderem Schischi anrichten und hat im Nu ein fastentaugliches Frühstück:



Fastentaugliches Frühstück am Wochenende

Soll mein Frühstück von montags bis freitags vor allem schnell auf dem Tisch stehen, darf es samstags und sonntags gerne etwas länger dauern. Wenn Herr Fuchs nun in der Fastenzeit bei Brötchen und Marmelade sitzt, muss es auch bei mir etwas reichhaltiger sein, sonst ist die Schmacht nach Weizen und Zucker allzu groß.

Absolut hingerissen bin ich von dem Apfelkuchen-Haferbrei aus dem nagelneuen Kochbuch Oh she glows! Ich habe ihn mit Dattelsirup zubereitet und er schmeckt wirklich herrlich nach Apfelkuchen. Dieses Frühstück kann definitiv zuckerhungrige Gelüste in der Fastenzeit stoppen!


Ansonsten wird es am Wochenende auch mal wieder das gebackene Ofenporridge von Ella geben. Porridge im Ofen hat wirklich nochmal eine andere Nuance als das im Topf zubereitete Porridge und schmeckt total gut.


Ansonsten habe ich vor, ein oder zwei vollständige Suppentage einzulegen. Da passt das Hafersuppen-Rezept aus dem Buch Vegan fasten (und schlank bleiben) genau in den Plan. Doch auch mit frischen Früchten dekoriert schmeckte mir diese Abwandlung eines Porridges sehr gut. Das Geheimnis sind frischer Ingwer und Zitronenschale, die der Hafersuppe ein unvergleichliches Aroma verleihen!


 

Wer zur Abwechslung mal etwas Kräftiges frühstücken möchte (oder einfach nicht so ein Süßschnabel ist wie ich), für den ist vielleicht eine Portion Rührtofu mit Guacamole eher geeignet, ein ausgiebiges Wochenendfrühstück fastentauglich zu gestalten:


Ihr seht:
Am Früshtück wird es bei mir nicht harpern ;)

Nun bin ich aber sehr neugierig auf eure besten Frühstückstipps, die in meine Fastenzeit (*helles Mehl *Zucker *Alkohol *Fertigprodukte) passen.

Dienstag, 9. Februar 2016

{Fasten 2016} Gute Vorsätze zur Fastenzeit

Das Neue Jahr ist schon etwas gealtert, den ersten Monat samt schulz'schem Geburtstag haben wir hinter uns gelassen und auch der Februar ist fast zur Hälfte vergangen. Alle Jahre wieder beginnt am Aschermittwoch die christliche Fastenzeit, die ich seit einigen Jahren schon zum Anlass nehme, mich in Verzicht und Demut zu üben.

In diesem Jahr werde ich einmal mehr auf
*helles Mehl
*Kristallzucker
*Alkohol
*Fertigprodukte
verzichten.

Da mir gerade der Verzicht auf Zucker und helles Mehl alle Jahre wieder enorm schwer fällt, habe ich heute einen kleinen Basiseinkauf gemacht und mich mit allerlei leckeren Sachen eingedeckt, damit ich gleich morgen positiv und stimmungsvoll in die Fastenzeit starten kann.

Passend dazu habe ich mich schon durch einige Kochbücher gewühlt und finde vor allem die folgenden sechs Bücher sehr empfehlenswert, um die Fastenzeit zu unterstützen:


Ein paar davon findet ihr schon ausführlicher vorgestellt auf dem Blog (dazu gehören Kick it vegan! und Power Food vegan), die anderen stelle ich in den nächsten Wochen vor. Gesunde, frische und fastentaugliche Rezepte findet man aber in all diesen Büchern, weshalb ich sie in diesem Zusammenhang noch einmal besonders hervorheben wollte :)

In den kommenden Wochen bis Ostern werde ich immer dienstags den Blick zurück auf die vergangene Fastenwoche wagen und berichten, wie es mir so erging.
Zudem wird es immer freitags ein kleines Special mit den besten (und natürlich fastentauglichen) Gerichten aus unterschiedlichen Themenblöcken geben.

Gestartet wird diesen Freitag mit dem Frühstück.

Nun bin ich natürlich sehr gespannt, wie es bei euch aussieht.
Fastet ihr auch oder geht diese Zeit im Jahr eher an euch vorbei?






Dienstag, 2. Februar 2016

{Rezept} Vegane Grie Soß (Frankfurter Grüne Sauce)

Die Frankfurter Grüne Sauce (oder auch Grie Soß) ist eine meiner Leibspeisen! Ganz gleich, ob zu Spargel (später im Jahr) oder einfach zu Pellkartoffeln (aktuell sehr passend) - die kalte Sauce aus sieben Kräutern, veganer Mayonnaise und Joghurt schmeckt einfach immer wieder gut.

So zögerte ich kürzlich auch keine Millisekunde, als ich im Supermarkt ein Kräuterpäckchen mit den sieben frischen Kräutern sah, die traditionell in die grüne Sauce gehören:

Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Pimpinelle, Sauerampfer und Schnittlauch.
Doch Obacht: Auch wenn das Rezept im Februar veröffentlich wird - am besten schmeckt die Grie Soß im Mai, da dann die frischen Kräuter ihr volles Aroma entfalten können.

Meine Version der Grie Soß basiert auf selbstgemachter Mayonnaise nach einem Rezept von vegan und lecker und einem mal mehr, mal weniger großen Anteil Sojajoghurt. Ist mir nach mehr Leichtigkeit zu Mute, erhöhe ich den Anteil an Sojajoghurt - mag ich es eher klassisch und etwas gehaltvoller, ist nur ein Hauch Joghurt drin.

Mein heutiges Rezept wartet dank guter Neujahrsvorsätze mit der doppelten Menge Sojajoghurt auf, die ich sonst nehme. Wenn ihr eine eher originalgetreue, vegane Frankfurter Grie Soß möchtet, solltet ihr den Mayonnaiseanteil (sprich: ca. 500 g) verdoppeln und dafür den Anteil von Joghurt halbieren (sprich: ca. 100 g - 250 g). 



Man nehme...
1 Päckchen Grüne-Sauce-Kräuter á 200 g*
250 g selbstgemachte vegane Mayonnaise**
500 g ungesüßten Sojajoghurt***
Salz & Pfeffer

Zunächst die Mayonnaise wie im Rezept beschrieben herstellen. 

Dann die Kräuter vorsichtig aus der Verpackung nehmen, verlesen, waschen. Auf einem Küchentuch trocken tupfen, Stiele entfernen und schließlich alles mit dem Messer sehr fein hacken.
Alternativ kann man die Kräuter auch pürieren.

Die zerkleinerten Kräuter mit Mayonnaise und Joghurt verrühren und schließlich mit Salz und Pfeffer würzen. 

Das war es auch schon!
Dazu werden Pellkartoffeln gereicht.

Wenn ihr die Frankfurter Grüne Sauce noch nicht gegessen habt, solltet ihr das schleunigst ändern! Haltet unbedingt nach den Kräuterpäckchen Ausschau, die es bald wieder in Hülle und Fülle geben wird - und verratet mir dann ganz schnell, zu was ihr die Grie Soß am liebsten esst.

La Familia

Dauer: 20 min. gewissenhaftes Kräuterverlesen + 10 min. vegane Mayonnaise herstellen + 2 min. alles zusammenrühren = 32 min. bis zum ersten Happs

*Diese Päckchen findet man auf dem Markt und manchmal auch im Supermarkt in Papier eingeschlagen. Wichtig: unbedingt in das Päckchen schauen, dass die Kräuter darin auch wirklich frisch sind! Nichts ist ärgerlicher, als ein Kräuterpäckchen, bei dem die Hälfte schon braun ist. 

**Meine Mayonnaise mache ich immer nach dem Rezept von vegan-und-lecker. Sie ist wirklich schnell gemacht, schmeckt bombastisch lecker und ist absolut gelingsicher! 
Zutaten: Rapsöl, Sojamilch, Senf, Zitronensaft, Salz, Pfeffer

***Zum Beispiel von Sojade, Provamel, ... Alpro ist nicht geeignet, da auch die Naturversion Zucker enthäl.