Dienstag, 29. März 2016

{Rezension} Das vegane Kochbuch meiner Oma von Kirsten M. Mulach




1.) Die harten Fakten
Das vegane Kochbuch meiner Oma hat die Autorin Kirsten M. Mulach vor einiger Zeit im Bassermann Verlag veröffentlicht. Der Untertitel verspricht "Rezepte aus einer Zeit, als vegan noch natürlich war."


Nach einem kurzen Vorwort erährt man die Geschichte hinter dem Buch: Kirsten M. Mulach fand beim Dachbodenaufräumen das Rezeptbuch ihrer Oma. Da sie mit ihrer bis dato zwar veganen, aber vor allem von industriell gefertigten und oft hochkalorischen Ernährung unzufrieden war, begann sie, Omas alte Rezepte zu Rate zu ziehen. Und siehe da: Das alte Rezeptbuch entpuppte sich als wahrer Fundus für vegane Gerichte:

Frühstück (8),

Mittagstisch (21),
Kaffeezeit (10) und
Abendbrot (5)
beinhalten vielfältige Rezepte.

2.) Die Rezepte
Die knapp 45 Rezepte kommen bis auf wenige Ausnahmen auf jeweils einer Doppelseite daher, wobei ein formatfüllendes Foto eine Seite davon füllt. Die Blümchentischdecke darf dabei natürlich ebenso wenig fehlen wie "altes" Geschirr. Das Styling passt natürlich super zu dem Thema des Buches und unterstützt so optisch die Rezepte.

Den Rezepten sind stets einige Erinnerungen an Oma vorgeschaltet, häufig werden die Rezepte auch von Tipps oder Variationsmöglichkeiten begleitet. Besonders gut gefallen mir die abgedruckten Originalrezepte in der großmütterlichen Handschrift - die erinnert mich nämlich sehr an die Handschrift meiner verstorbenen Oma.

 Alle Rezepte verzichten ausnahmslos auf Ersatzprodukte wie Tofu oder Seitan. Dagegen wirken manche Gerichte auf den ersten Blick ungewöhnlich und waren in der vorgestellten Kombination mir gänzlich unbekannt. So zum Beispiel die weißen Bohnen mit Apfel, Birne und Bratkartoffeln (S. 56). Die auf den ersten Blick doch recht ungewöhnliche Kombination schmeckte zubereitet sehr gut und sättigte zudem schnell.
Besonders angetan war ich von der einfachen Tomatensuppe mit Reis (S. 48). Schnell zubereitet, perfekt zum Resteverwerten (bei mir wurde statt Reis übriger Quinoa verwendet), würzig und vor allem leeeecker - so müssen Rezepte doch sein, oder?!

Abgesehen von der Kategorie Mittagstisch, aus der die beiden herzhaften Rezepte stammen, habe ich mich vor allem an der Kaffeetafel gelabt. So buk ich den Ribbelkuchen mit Hefeteig (S. 77), der zwar lecker war, aber an den Streuselkuchen MEINER Oma niemals heranreichen kann! Muss er aber auch gar nicht, denn er war ja schmackhaft und darauf kommt es vornehmlich an. Sehr gut kamen auch meine Muffins an, die ich nach dem Rezept Kastenkuchen mit Möhre (S. 85) gebacken habe. Der dunkle Teig wird dank der Möhren sehr fluffig und gerät nicht so schnell trocken, wie es sonst manchmal passieren kann.


3.) Fazit
Das vegane Kochbuch meiner Oma liegt mit 16,99€ preislich im unteren Bereich der veganen Hardcover-Kochbücher. Einige Rezepte haben mich sehr angesprochen, allerdings ist mir die vorgestellte Küche einen Tick zu einfach. Ich mag schlichte Rezepte und Kochideen, aber die großmütterlichen Rezepte sind mir persönlich einfach etwas zu simpel. Ich denke, dass vor allem vegane Einsteiger Freude an diesem Buch haben, da die vorgestellten Gerichte einfach umzusetzen und dennoch sehr schmackhaft sind. 

Vielen Dank an den Bassermann Verlag, der mir das Buch kostenfrei zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.

Kommentare:

  1. Danke für die Rezesion, klingt spannend!

    Ich habe auf meinem Blog ein veganes Kochbuch zu verschenken, wenn jemand Interesse hat, gern vorbeischauen: http://foodforfitness.de/superfoodrezepte-julie-morris/

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  2. Ich werde es mir mal anschauen :)

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